positives Chaos im System

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Seit Montag geht es intern rund. Ich habe meinen Blog online etwas bekannter gemacht und neue Follower gefunden.

Mein Herz schlägt bis zum Hals. Diesen Schritt in die unbekannte Öffentlichkeit zu gehen habe ich nun schon lange vor mir her geschoben. Komisch, dabei bin ich ja sonst nicht mehr so ängstlich, wenn ich über mich erzähle. Allerdings kann ich in einem persönlichen Gespräch spüren, was und wieviel ich von mir preisgebe. Ich/wir kann/können die GesprächspartnerInnen einschätzen, die Atmosphäre wahrnehmen und danach handeln. 

Beim Schreiben im virtuellen Raum habe ich scheinbar keine Kontrolle über das Geschehen – so ∑mein Gefühl (das Summenzeichen vor einem Pronomen bedeutet hier, dass das gesammte System betroffen ist und ein Zusammengehörigkeitsgefühl besteht. Das „wir“ ist in diesem Fall für uns unpassend.). Die vollständige Kontrolle über das Geschehen in meinem Leben zu bewahren ist scheinbar noch immer beruhigend, selbst wenn es ein Trugschluss ist. Das Leben ist nicht kontrollierbar, auch meines nicht und das ist gut so, denn einige Heilungen haben sich erst durch das Wagnis die Kontrolle aufzugeben einstellen können.

Nicht ∑ich bin es, die sich verstecken muss, es sind die Gewaltverbrecher, die uns all dies antaten. Wenn es um Vergewaltigung geht ist eben leider nicht nur das Persönliche politisch, sondern sogar das Intime.

Das Überlebensmuster der Kontrolle möchte ich aber durchaus wertschätzen. Als (Klein-)Kind war es für uns unumgänglich die Situation und damit unser Verhalten dahingehend zu kontrollieren, dass wir im richtigen Moment switchen oder untertauchen konnten. Heute lerne ich zwischen Kontrolle und Vertrauen zu unterscheiden. Ich/wir können nicht alles kontrollieren, das schränkt mich auch ein. Die Kontrolle loszulassen und dem in mir wohnenden Heilungswillen (ist das die Heilkraft des Universums, von Gott, oder wie auch immer es genannt werden mag, oder sind das unterschiedliche Bereiche?) und der Fähigkeit zu genesen zu vertrauen und natürlich auch etwas dafür zu tun hat für mich sehr viel „wunderbares“ ermöglicht. … Über meinen Weg mit einer unvollständigen(?)  DIS und was mir hilft an anderer Stelle. … 

Weiter im Text. Gestern war ich im Yoga. Ich gehe gewöhnlich regelmäßig 2 mal wöchentlich, möchte aber gleich an dieser Stelle sagen, dass Yoga sehr viel auslösen kann und mit viel Achtsamkeit und einer/m fürsorglichen Lehrer/in betrieben werden sollte. Hier ist weniger oft mehr. Auch dazu wird es noch einen ausführlicheren Beitrag geben. Mein Wunsch war zur Ruhe zu kommen. … mitunter scheinen wir uns überhaupt sehr gerne ruhig zu stellen und so zu tun als wäre nichts (Anm. von innen) … Das half auch, denn wir waren enorm müde nach dem Yoga … endlich … aber dann haben wir wieder die ganze Nacht gelesen etc. statt uns auszuschlafen. War die Ruhe nicht überall angekommen? Und die Müdigkeit auch nicht? Um 6h morgens gingen wir dann schlafen, kippten um wie ein Stein. Nach einigen Stunden, noch immer sehr müde erwachten wir und dösten noch fast 1 Stunde weiter. Und in dieser Stunde hatten wir einen Traum, der doch Vieles aussagt, denke ich.

Achtung! Die Schilderung dises Traumes könnte evtl. etwas auslösen, allerdings ist die Erkenntnis durchwegs positiv und lebensbejaend!!

Erst dachten wir, dass das Lesen der anderen Blogs zu DIS irgendein Flashback oder so ausgelöst hätte, dann träumten wir:

∑Ich öffnete einen Kasten (Schrank für meine deutschen Leserinnen) und sah mich selbst darin, wie ich vergewaltigt werde. Schnell schließe ich die Kastentüre und möchte das Bild vergessen, erkenne aber, dass das die falsche Reaktion auf das Geschehen ist und öffne die Türe abermals. ∑Ich zerre den Gewaltverbrecher heraus, schlage auf ihn ein und vertreibe ihn. … schließlich läuft er davon und mein Bild von dieser Vergewaltigungssituation verblasst. … Es ist Vergangenheit.

Erst vor einer Woche hatte ich die Erkenntnis, dass ich nie wieder vergewaltigt werde. Und so wird es sein. Dieser Traum zeigt, wie sehr dieses Wissen in ∑meinem  Unterbewusssein verankert wird.

Diesen intimen Traum hier zu erzählen, habe ich länger überlegt. Mein Entschluss es zu tun fiel aufgrund einer bereits vor vielen Jahren gewonnenen Entscheidung.

Nicht ∑ich bin es, die sich verstecken muss, es sind die Gewaltverbrecher, die uns all dies antaten. Wenn es um Vergewaltigung geht ist eben leider nicht nur das Persönliche politisch, sondern sogar das Intime.

Hier die Trennung zu ziehen, was wann an eine Öffentlichkeit soll und in welchem Rahmen, kann nur jede/r für sich selbst entscheiden.

 

 

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6 Gedanken zu „positives Chaos im System“

  1. Auch bei mir musste der Gedanke erst reifen und an Kraft gewinnen, die Vergangenheit für andere zu offenbaren. Obwohl der erste Impuls, nachdem mir bewusst geworden war, was sie verbirgt – die Vergangenheit … der erste Gedanke war: DAS darf niemand niemals erfahren …
    „Hier die Trennung zu ziehen, was wann an eine Öffentlichkeit soll und in welchem Rahmen, kann nur jede/r für sich selbst entscheiden.“ – Ja, vollkommen richtig!

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    1. Danke dir 😊 … Ich habe ca. 1 Jahr gebraucht von dem Entschluss einen Blog zu führen, bis zur Umsetzung. Der erste Gedanke ein Buch zu schreiben ist mittlerweile 26 Jahre alt. Aber ich glaube an dieses Buch, das ich zum Teil bereits hier am Blog schreibe. … Es ist tatsächlich ein großer Schritt und ein sehr heilsamer Schritt!

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      1. Bei mir hat es auch lange gedauert von dem ersten Moment an (da war ich Anfang 50) bis zu dem Tag, an dem ich mir gesagt habe: „Nein! Schweigen kann ich nicht mehr!“. Auf meinem Weg stieß ich auf großen Widerstand seitens einiger meiner Verwandten, aber das hindert mich nicht mehr, diesen Weg weiter zu ‚gehen‘. Mein Buch habe ich schon geschrieben 🙂 Mehr findest du auf meiner HP, der Blog bei WordPress ist noch neu und im Rahmen einer Fortbildung entstanden. Schreib auch du dein Buch – unbedingt! Es ist nicht nur für dich wichtig, sondern auch für alle anderen Menschen.
        Ganz liebe Grüße aus dem Sauerland
        Rosa

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        1. Liebe Rosa,
          ich bin sehr berührt davon wie du dich weiter durch unseren Blog liest und danke dir aus ganzem Herzen. 😊 Auch für deinen Zuspruch das Buch zu schreiben. Wunderbar, dass du das geschafft hast. Habe nur einmal kurz auf deiner HP vorbei geschaut und sie gefällt mir.

          Vieles ist dzt. im Umbruch und ich hoffe dass ich mich bald stabilisiere.

          Herzliche Grüße aus Wien
          „Benita“

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