Bloggen, Trigger und Lernen

Der Schock, der durch das Bloggen an die Oberfläche drängte ist noch nicht überwunden, aber …

∑ich lerne sehr viel (auch) im virtuellen Raum.

Darüber, dass es auf anderen Blogs Trigger für mich geben kann, die keinesfalls auf den ersten Blick erkennbar sind.

∑Ich lerne, dem/der  Autor/in des Textes dafür keine Verantwortung über zu wälzen, da die Person beim besten Willen nicht wissen kann, was mich triggert und was nicht und in diesem Moment wohl gar nicht anders schreiben kann, als sie schreibt.

Darüber wie sehr Menschen einander verletzen, ohne es zu wollen. Egal, ob Gewalterfahrung oder nicht. Egal ob vielleicht ähnliche Geschichte oder nicht. Auch ich bin davor nie gefeit.

Ich lerne, dass der Beitrag dennoch inhaltlich sehr interessant und hilfreich für mich sein kann.

∑Ich lerne, immer mehr bei mir zu bleiben, oder immer schneller wieder zu mir zu finden. Bewusst atmen, trotz Schmerzen und aus der Irritation heraus und Hilfe suchen, wenn nötig.

Darüber, was ich noch alles lernen muss, über das Schreiben.

Ich lerne mir/uns Zeit zu geben, damit umzugehen und weiter zu machen, sobald ich dazu bereit bin.

Ich lerne mich weiter zu analysieren und meine Position in dieser Gesellschaft. Aber auch die Gesellschaft in der ich lebe.

Darüber, zu mir/uns zu stehen, wie auch immer es ankommen mag.

Ich lerne, dass ich puncto Integration noch (lange?) nicht dort bin, wo ich dachte bereits zu sein.

Darüber, dass meine Art zu leben vermutlich ein Minderheitenprogramm ist.

Ich lerne uns zu lieben und dankbar zu sein, dass ∑ich die Fähigkeit besitze, diese Lernerfahrungen zu machen.

ICH/WIR LERNEN, ALSO LEBEN WIR.

 

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3 Gedanken zu „Bloggen, Trigger und Lernen“

  1. Ja, Benita – wir sind alle unterschiedlich, der eine ist langsam, der andere schnell. Blogbeiträge können triggern…und wir können davon angeregt werden und dadurch lernen.
    „Darüber, zu mir/uns zu stehen, wie auch immer es ankommen mag.“ schreibst Du. Das fällt mir schwer wenn so heftige Reaktionen kommen auf das wie ich gerade bin. 🙂 Und bringt mich immer wieder von dem Weg ab, den ich gehen will „nämlich zu mir stehen, so wie ich nun mal bin“. Unsereins ist angewiesen darauf akzeptierende Menschen um uns zu haben und so lebe ich ein „geheimes“Leben – auch wenn ich nach solchen Nichtakzeptieren manchmal denke, es wäre doch besser für mich als Eremit zu leben, weil ich den hautlosen Zustand bei mir nicht aushalte.
    Vielleicht habe ich bisher Glück gehabt, dass fast niemand meinen Blog kennt. So gleicht es eher einem Tagebuch, das mir hilft mich zu klären – auch wenn ich es oft bedauere – so einsam vor mich hinzu schreiben. So ist mein Leben, meine Wunden sind verborgen seit Jahrzehnten und ich setze fort was seit der Kindheit war – nämlich dass ich mit allem alleine zurechtkomme – wie immer.
    Benita Du musst nicht auf meine Kommentare antworten und ich hoffe es triggert Dich nichts von dem was ich geschrieben habe.

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Melinas,
      ich habe lange auf diesen Kommentar nicht geantwortet, weil ich seit über einer Woche nicht mehr über den PC auf den Blog zugegriffen habe, sondern nur über Handy. Die App am Handy erlaubt mir jedoch nicht lange Kommentare zu lesen, sodass ich ihn nicht freischalten kann, weil nicht fertig gelesen. Bzw. es geht aber nur recht kompliziert. Es hat mich nichts getriggert in diesem Kommentar. Es ist alles in Ordnung.

      Ich finde es schade, dass du so versteckt lebst und ich hoffe, dass es bald besser wird mit Therapie.

      Es ist so, dass ich sehr gerne auf Kommentare antworten mag, wenn es mir irgend möglich ist. Allerdings habe ich beschlossen, mir die Zeit zu nehmen, die ich brauche. Auch da ich nun schon etliche Follower habe, kommen mitunter einige Kommentare zugleich zusammen. Ich mag auf die Menschen eingehen, die mir schreiben. Das ist mir sehr wertvoll und ich bin dankbar dafür. Das möchte ich nicht unter Druck schnell, schnell erledigen. Ich meine, dass Kommunikation ein wichtiges Mittel ist zu heilen. Und die Sicherheit des Schreibens und des physischen Abstandes können wir nutzen (miteinander) „sprechen“ zu lernen. Grenzen lernen und einander zu respektieren. Zum respektieren gehört für mich auch zu antworten, auch wenn es schwierig ist. … Missverständnisse sind menschlich und stets zu verzeihen. Nicht veröffentlichen tue ich sehr selten. Ich will in Kontakt mit anderen treten, daher gibt es diesen Blog. Wenn ich es nicht möchte könnte ich auch die Kommentarfunktion ausschalten. Leute, die wirklich verletzen, blockiere ich. Das ist mir aber noch niemals passiert!
      Schön, dass es dich/euch gibt.
      Alles Liebe und Gute euch 🍀 🍀 🍀 😊

      Gefällt 1 Person

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