Der Plastikstrand oder: Wie wir uns selbst vergiften.

Off topic?

Ufert es aus, wenn ich es als Gewalt gegen mich/uns selbst bezeichne, die wir eben auch vererbt bekamen, wie wir unsere Natur und damit auch uns selbst vergiften?

Dieser Beitrag trifft mich tief, weil ich wohl in letzter Zeit immer mehr über Zero Waste lese und dachte, o.k. ich hab andere Sorgen. Ich kann mich ja nicht um alles kümmern.

Das Zitat von Thodor W. Adorno

„Es gibt kein richtiges Leben im falschen!“,

gilt wohl auch in diesem Fall. Kann ich glücklich werden und heilen, wenn ich nicht über jene Probleme hinausgehe, die mein Leben so bestimmten und ich glücklicherweise so weit genesen zu sein scheine, dass ich Kraft für den Blick über meinen eigenen Tellerrad habe?

Wo beginnt die als Kinder gelernte Gewalt gegen uns selbst und wo hört sie auf?

Ich möchte hier niemals Vergewaltigungen gegen Kinder und Folter beschönigen. Niemals! Dazu weiß ich zu genau, wie groß das Leid ist – über Jahrzehnte, vielleicht lebenslang. Aber ich frage mich, ginge diese Gewalt in einer Welt, in der die Menschheit die Natur und letztendlich sich selbst liebt und respektiert? Ist es nicht ein globales System der Gewalt, das in einander greift und Übergriffe gegen andere Wesen (Menschen, Tiere, Pflanzen, Ökosystem) so erst ermöglicht?

Bitte lest den verlinkten Artikel und seht die Fotos, die zum nachdenken (umdenken?) anregen, die mich dazu brachten den Beitrag auf meinem Blog zu teilen.

Ich kauf nix!

Was ich heute gesehen habe, wird mich wohl noch lange verfolgen. Überschattet davon, was derzeit auf der Welt so passiert und von ziemlichem Schlafmangel war meine Laune sowieso schon eher mau, als wir zur sogenannten Freedom Insel am Rand von Manila fuhren. Diese Freedom Insel war mal ein Naherholungsgebiet, schöne Strände, wunderbare und fürs Ökosystem lebenswichtige Mangrovenwälder. In Manila gibt es das Sprichwort, dass die Stadt zwei Flughäfen hat, einen für die Menschen, den anderen – Freedom Island – für die vielen Zugvögel, die auf ihrer Reise in den Süden hier Station machen. Doch die Strömungen, kommend von der Manila Bay, hatten da was dagegen. Was ich dort sah, brachte mich zum Heulen.

Unglaublich viel Mist, und so gut wie ALLES aus Plastik. Unzählige Verpackungen, Strohhalme, Plastiksackerl in unterschiedlichen Stadien der Verwesung. Neben mir sagte dann plötzlich der Kampagnendirektor von Story of Stuff: „Ach, ich bin jetzt das dritte Jahr hier…

Ursprünglichen Post anzeigen 453 weitere Wörter

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Ein Gedanke zu „Der Plastikstrand oder: Wie wir uns selbst vergiften.“

  1. Fakten sind immer gut und schön, aber glauben tut man es dann doch erst richtig, wenn man es selbst sieht. Als ich Bilder von solchen reinen Plastikinseln gesehen habe, habe ich erst angefangen diese Unmengen an Plastik wahrzunehmen. Wahrzunehmen als Problem und als Resultat der Menschen. Irgendwie habe ich mir erst da das Ausmaß des Schadens den wir Menschen angerichtet haben, auch nur im Ansatz vorstellen können. Denn Zahlen sind schön und gut, aber Bilder sind meistens viel eindrucksvoller.

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