Sie ist gegangen! R.i.P. … und was es mit mir macht!

BITTE PASST GUT AUF EUCH AUF BEIM LESEN DIESES BEITRAGES!

Möglicherweise enthält er Trigger!? ∑Ich habe lange versucht nicht darüber zu schreiben, um andere in dieser für viele schweren Zeit rund um Weihnachten und Neujahr nicht zu belasten, aber es zerreißt mich fast. Ich/Wir gehe/n im Kreis. Es ist zuviel für ∑mich, es bei mir zu behalten. Ein Kommentar-Austausch mit Luise Kakadu hat mich überzeugt, dass ich schreiben muss. FÜR MICH! Ich hoffe, es ist auch FÜR EUCH/SIE liebe Leser/in etwas dabei. – Jetzt am Ende des Beitrages, denke ich sagen zu können, dass es nicht so schlimm wird, wie wir anfangs dachten. Zu meiner Sicherheit lasse ich den Warnhinweis dennoch!

 

Ich beginne meinen Beitrag mit einer Interpretation des bekannten Songs aus dem Musicalfilm „The Wizard of Oz“. Die unvergessene Monika Trotz (Jazzsängerin und Komponistin – hier gibt es weitere Beispiele ihrer Musik anzuhören), die leider aufgrund ihrer Erkrankung 2012 viel zu früh aus diesem Leben abberufen wurde, singt eindrucksvoll und berührend.

Ich möchte dieses Lied C. widmen, die Anfang Dezember keinen Ausweg für sich fand, als ihrer irdischen Präsenz ein Ende zu bereiten. R.i.P.

Als ich von ihrem Suizid erfuhr, zog es mir den Boden unter den Füßen weg. Ich fand keine Worte, nur Chaos. Klares Denken war unmöglich. Dabei stand sie mir nicht so nahe. Ich lernte C. als Freundin meines Yoga-Lehrers kennen, als sie fortan ebenso jede Yoga-Stunde besuchte. Bald sah ich ihre grenzenlose Bedürftigkeit, die sie sehr übergriffig machte. Sie versuchte krampfhaft mir zu zeigen, dass sie mich mag, obgleich sie mich noch gar nicht kannte. Diese Anhänglichkeit, dieses Eindringen in meine Intimität, da sie persönliche Grenzen nicht wahren konnte verstörte mich. Ich sah mich genötigt, sie von mir zu weisen. Bat sie um Abstand und da ich wahrnahm, dass sie es als persönliche Zurückweisung, ja als existentiell und ihr gesamtes Wesen für immer etc. betrachtete, sagte ich:“Bitte, das hat mit mir zu tun, darum sage ich, dass ich ein langsames Kennenlernen bevorzuge. Es liegt nicht an dir.“ Bald zog ich mich weitgehend aus dem Yoga zurück, da ∑ich die Atmosphäre nicht ertrug.

Hätte ich damals nicht lügen sollen? War es gelogen? Es lag AUCH an mir. Ich war und bin stolz auf mich, dass ich auf mich achtete und meine Grenzen, die so oft übertreten wurden, wahrte.

Leider kannte sie kein langsames kennenlernen, kein sich aneinander herantasten, sehen, ob es passt. Sie wollte alles sofort, fordernd, oder zog sich komplett zurück. Zurück in ihre Überzeugung, dass sie niemand mochte. Zu ihrem Ende führte wohl ihr Bewusstsein, dass sie falsch auf Menschen zuging, dass sie diese wegstieß von sich, ohne erkennen zu können, wie sie es ändern könne.

Vielleicht belastet mich ihr Ende auch so, weil ich mich manchmal darin erkenne. Glaube zu erkennen, dass ich nicht wahrnehmen kann, dass ich gemocht werde. Allerdings sind es die Menschen, wo ich den Eindruck habe, sie mögen eine Oberfläche, sie mögen mich so, wie sie mich sehen wollen. Dann, wenn gemocht sein von Leuten kommt, wo ich das Gefühl nicht los werde, dass sie bis zu einem Punkt gehen, der für sie offensichtlich der Punkt ist, wie sie mich sehen mögen und nicht weiter gehen, nicht weiter sehen mögen, dann stelle ich dieses „Gemocht werden“ infrage.

Genau das glaube ich bei Freundschaften zu erkennen, die mich an meinem Geburtstag verletzten und die mit meiner Erkenntnis etwas ins Wanken brachten, das früher gut war. Früher, als niemand mit mir sprach, weil ich offenbar zu verhaltensoriginell war? Damals war es gut, dass sich zwei Menschen außerhalb der Therapie auf mich einließen, wenigstens ein bisschen. Heute ist es mir zu wenig. Dankbar bin ich ihnen dennoch!

Es ist diese Ähnlichkeit – ist es eine? – besonders nett zu sein, für einen kleinen Finger, der gereicht wird. Stets dieses Gefühl zu haben, zu ertrinken, aber statt aus dem Wasser geholt zu werden, werfen Menschen Planken in die rauhe See, an denen ich mich anhalten darf. Ja, mich aus der See befreien muss ich selbst. C. konnte es nicht.

Zu meinem 49. Geburtstag machte sie mir einen Halter für Räucherstäbchen aus einer Baumrinde, die sie mit Goldfarbe überzog. Schön, aber etwas zu protzig, zu groß und zu viel. Dennoch hatte ich mit einem Geschenk von ihr nicht gerechnet und sie hatte sich wirklich Arbeit gemacht, etwas für mich gebastelt, mit Liebe. DAS geschieht selten im Leben. Es war ihre Überschwänglichkeit im Geben, wie im Fordern, die sie wohl auszeichnete. Nein, so bin ich nicht!

Warum vergleiche ich mich mit ihr, immer wieder? Sie war in Berufsunfähigkeitspension, als sie mit meinem Yoga-Lehrer, ich nenne ihn nun B., zusammen kam. Das bin ich auch. Es machte mir Hoffnung, dass ich doch gemocht werden kann, trotz meiner Einschränkung. Dass eine Liebe für mich keine Illusion ist. Und jetzt? Immer wieder denke ich, dass diese Liebe sie vollends ruiniert hat. Als B. mir nach C.’s Tod auf Nachfrage lange erzählte, wie er die letzten Wochen und Monate nachdem er sich von ihr getrennt hatte erlebt hat, wie er sich um sie „sorgte“, wo niemand mehr mit ihr Kontakt haben wollte. Da merkte ich, dass B. etwas macht, auch mit mir machte, bevor C. in sein Leben trat. Er gibt den Helfer, er überschätzt sich grandios, er meint zu wissen, was andere brauchen. Und ja, intellektuell kann er vieles psychologisch erfassen, aber emotional ist er nicht anwesend, lässt sich auf Nähe eben nicht ein. Blockt ab, weist zurück. Es ist eine double bind Beziehung  (hier eine einfachere und dadurch manches außer acht lassende Erklärung von double bind), wie ich sie aus meiner Kindheit kenne. B. manipuliert. Er macht andere von sich abhängig, versucht es zumindest, um seinen Selbstwert zu stärken. Tatsächlich meint er helfen zu wollen, ohne es zu können, was ihm nicht bewusst ist. Ich denke, dass genau diese ausweglose Situation C. den Suizid erleichterte, sie vielleicht sogar hinein trieb? Ein enormer Vorwurf, ich weiß. Alleine, dieser Gedanke lässt mich nicht los. Seit ich mit B. über ihren Tod sprach und die Zeit davor. Sie suchte Hilfe, aber nur vermeintlich? Er BOT Hilfe, auch nur vermeintlich! Letztendlich wurde er ihr Helfer sich das Leben zu nehmen. So nahm ich es wahr. Das ist es, das mich seit bald drei Wochen nun bis ins Mark erschüttert.

Es erschüttert mich, weil ich ihm sehr vertraut hatte, bevor C. auf meiner Lebensbühne auftrat. Mit ihrem Erscheinen, wurde ich weg geschoben. Gut, oft werden Freundschaften zurückgestellt, wenn eine neue Beziehung eintritt. Aber es traf mich so außerordentlich damals vor 1 ½ Jahren, dass ich es mir nicht erklären konnte. Jetzt weiß ich, ich steckte in dieser Abhängigkeitsbeziehung (vgl. double bind) und führte mit ihm einen Machtkampf um die Oberhoheit über mein Leben. Ich ließ ihn helfen, aber mir war seine Unfähigkeit bewusst und ich nahm, was ich dachte, das mir hilft. Eine Zeit lang, tat es mir auch gut. Dennoch rutschten wir in dieses verletzende Beziehungsgeflecht!

Es ist fast ein sado-maso „Spiel“. Ich will dein Verständnis, deine Nähe und das Gegenüber sagt, du bekommst sie nicht. Dennoch beendet dieser unerfüllbare Wunsch nicht den Kontakt zueinander, sondern intensiviert ihn. Vielmehr ist die Unmöglichkeit der Erfüllung der Bedürfnisse beider (Gesprächs)Partner/innen die wahre Grundlage der gesamten Beziehung. Mehr ist da nicht!?

Ist es so? Wieder dreht sich alles bei mir im Kopf von hinten nach vorne und retour. Ich bekomme den Knoten nicht auseinander. Geht es nur mit dem Säbel, wie beim gordischen Knoten? Hilft nur ein Ende, ein Cut der Beziehung/Freundschaft (?).

Stets wenn ich nach einigen Wochen Pause, zum Beispiel nach dem Sommer, wieder ins Yoga kam, dachte ich: „Was mache ich hier!?“ Aber nie wegen des Yoga. Ich war wegen des Yoga hier, aber B. war irgendwie ein Rätsel, eine Bedrohung? Wir meinten zu erkennen, dass er Ähnlichkeiten mit unserem Vater hatte, aber genug anders war, dass wir hier in dieser Umgebung lernen konnten, dass wir uns wehren können, gegen dieses Verhalten. Aber vielleicht gibt es kein sich wehren gegen krankhafte Beziehungsstrukturen? Vielleicht ist es ein Kampf gegen Windmühlen?

∑Mein Problem: ∑Ich neige zur Flucht. Fliehen in andere Persönlichkeitszustände / Innenwesen oder sobald es möglich war, ganz aus Situationen! Ganz schnell weg und immer wieder von Neuem beginnen, das kann ich. Vielleicht ist es auch gut, weil es frei macht, sich ganz neu einzulassen mit dem ganzen Sein auf neue Menschen und Umstände? Ist es das, oder ist es bloß dieselbe Situation in neuem Gewand? Und wie sich ändern, wenn ich mich nicht auf längere Beziehungen einlasse?

Gott, wo liegt die Wahrheit? Wie geht mein Weg weiter?

Ich habe 2016 als Jahr des Umbruchs erlebt. Mein Boden wankt, Krusten brechen auf.

Wir haben Ideen, wie es weitergehen kann, weitergehen soll.

Gestern als wir ganz verzweifelt waren, weil wir diesen Beitrag nicht und nicht schreiben konnten, rief jene Bekannte an, bei der Timmi gewohnt hatte. Ich hatte mich auf ihr Mitbringsel aus dem Urlaub Anfang November nicht gemeldet und auch nicht auf ihre Karte, die sie mir zu Weihnachten gesandt hatte. Ja, ich konnte und wollte nicht. Ich dachte zu wissen, dass sie mir nicht zuhört und stattdessen von sich erzählt. Das wollte ich mir nicht antun. Und auch sie konnte sich ja melden, wenn ihr an mir liegt. Sie tat es. Wähnte mich evtl. im Spital. Als ich meinte, dass ich da vielleicht hingehörte, da ich nicht zur Ruhe komme, begann sie wieder von sich zu sprechen. Ich blockte ab, meinte ich kann ihr derzeit leider nicht zuhören und BESTAND DARAUF, dass es mir nun schlecht geht! Und tatsächlich ließ sie sich dann ein! Es wurde ein ganz gutes Gespräch.

Gilt es also nicht anzuklagen, sondern meine Bedürfnisse rigoroser einzufordern?! Sie überhaupt zuzulassen? Nicht zu sagen, da und dort geht es mir schlecht ohne Gedanken an Veränderung. So sah ich es wohl immer nur als Jammern! Und Jammern mag ich nicht. Es macht mich schwach, also sag(t)e ich NICHTS?!! Ich behalte es bei mir und versuche zu ändern. Und wenn es nicht gelingt, dann nagt es innen für andere scheinbar unbemerkt. Obwohl doch viele das Leid erkennen, das ich ausstrahle. Wenn auch unbewusst. Also gilt es unhaltbare Situationen zu benennen, ∑meine Bedürfnisse erkennen und auf den Tisch zu legen und mir dann zu holen, was ich brauche! Es einzufordern! Ja, ich wiederhole mich! Einfordern, das darf ich! ∑ICH DARF ∑ICH SEIN und ICH DARF ETWAS BRAUCHEN – VON ANDEREN, VOM LEBEN!

Und zwar nicht indirekt über Mangeldenken, weil ich sooo arm bin (das konnte ich nie leiden), sondern WEIL ∑ICH BIN!

Und: Ich darf und soll sagen, was ich mir denke. Das lerne ich hier am Blog! Mit euch/Ihnen liebe Leser/innen. Hier ein großes DANKE 😊 ❤️ 💚 💜 für fast ein Jahr lesen und kommentieren. Dass ihr mir die Treue haltet. Einige bereits über fast die gesamte Zeit. Danke. Schön, dass es euch gibt! 😊

Für 2017 habe ich neben dem Schreiben, Pläne:

Zunächst möchte ich sehen, dass ich diese Wohnung wechseln kann. Ich habe von einem Wohnprojekt erfahren, schon vor etlichen Jahren und geecosiat (©Sophie0815). Ich möchte mich dort anmelden und hoffe, dass ich dort eine Wohnmöglichkeit finde. Dass es das richtige für uns ist.

Und wir möchten mitarbeiten am Trialog. Wir möchten mithelfen, die Bedingungen in der Psychiatrie menschenwürdiger zu gestalten. Mithelfen andere Angebote zu entwickeln. Vielleicht im Sinne der Soteria, oder Windhorse? Auf alle Fälle für mich in Bezug auf Schwersttraumatisierung und DIS.

Die Auseinandersetzung mit Psychiatrie, das ∑mich stellen wollen, hat mich C.’s Entscheidung aus dem Leben zu gehen, gelehrt. Nach vielen Versuchen auf der Psychiatrie mit den herkömmlichen Methoden (Medikation) Hilfe zu erhalten, hatte sie sich aufgegeben. Es hat viele Flashbacks in mir ausgelöst, die ich hier jetzt nicht mehr ansprechen möchte. Vor allem hat es uns auch mit unserer Panik vor Psychiatrie konfrontiert. Damit, vielleicht einmal psychiatrische Hilfe zu benötigen, diese aber in dem derzeit vorhandenen System nicht so zu finden, wie wir es als hilfreich erachten. – Danke C., dass du uns dazu den nötigen Schubs geliefert hast. Gerne hätte ich ihn anders erhalten!

Euch / Ihnen wünsche ich hier einen wunderbaren Jahreswechsel und einen guten Start in ein, so wünsche ich es für alle, friedlicheres 2017er! 🥂  🎆 ☮️ ☮️ 🍀 🍀 🍀

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19 Gedanken zu „Sie ist gegangen! R.i.P. … und was es mit mir macht!“

  1. Liebe Benita

    Es ist schön, dass du deine Grenzen erkennst und dazu stehst. Das ist gut und wichtig. Ich finde deine Pläne für das nächste Jahr gut. Vielleicht gibt es ja in deiner Nähe auch eine Möglichkeit eine Peer Weiterbildung (EX-IN) zu machen. Das ist vielleicht etwas für dich.

    Ich wünsche dir alles gute für’s Neue Jahr und freue mich, weiterhin bei dir zu lesen!

    Ganz liebe Grüsse,
    Ut

    Gefällt 1 Person

    1. Danke liebe Ut,
      beim Trialog gibt es auch Peer-Begleitung. Ob das allerdings etwas für mich ist???? Ich bin mehr Theoretikerin und politische Aktivistin!!! Da sehe ich mich eher. Aber wer weiß, was 2017 bringt?
      Ich freue mich auch schon über deine weitere Entwicklung zu lesen und wünsche dir eine glückliche immer heiler werdende Zeit in dir und um dich herum!
      Alles Liebe dir ❤
      "Benita"

      Gefällt mir

  2. Guten Morgen, liebe Benita 🙂
    Vorneweg wünsche auch ich dir einen guten Rutsch in ein freundliches, befruchtendes, Wachstum schenkendes, neues Jahr 2017.
    Und ich freue mich sehr, dass ich dir Mut schenken konnte, die Türe zu deinen inneren Bunkern ein klein wenig zu öffnen.

    Dein Text ist für meinen schmerzgeplagten Kopf im Moment fast zu kompakt um ihn wahrhaft zu begreifen.
    Eine kopfgemachte Analyse will mir nicht gelingen – die Du höchstwahrscheinlich ohnehin nicht brauchst oder willst.

    Mein Gefühl bebt und sagt „Ich kenn das; ich kenn das!!!“ und erinnert sich an „Freundschaften“, die immer nur so lange „gut“ waren, wie es mir schlechter ging als der anderen.
    Und mein damaliges Nichtverstehen dessen.

    Immer und immer wieder kam ich an Menschen, die nur halfen, um sich selbst gut zu fühlen – und ich merkte es nicht.
    Merkte nur, dass sich „irgendwas komisch anfühlt“.

    Inzwischen bin ich sehr vorsichtig geworden, wenn mir ein Mensch „helfen“ will. Weil die meisten Menschen dies nur tun, um auf jemanden herab zu sehen; sich selbst zu erheben; sich selbst Wichtigkeit zu erschaffen.
    Das eigene Selbstwertgefühl zu füttern.
    Und dieses „Helfen“ soll am besten einfach gehen; oberflächlich, effektiv und erfolgreich.
    Du sollst gefälligst tun und erfüllen, was diese „Helfer“ von dir erwarten!!!!

    Auch mein Mann sagt ab und zu, dass dies sein ursprüngliches Interesse gewesen sei – mir zu helfen.

    Inzwischen habe ich entdeckt, dass „helfen“ per se nicht schlecht ist – dass es aber ein Irrtum ist zu glauben, dass nur einer dem anderen hilft.
    Bestenfalls bemerkt man, dass und wie man sich GEGENSEITIG hilft.
    Und es so ein gesundes Gemeinsam gibt.
    Weil einfach JEDER – und wenn es ihm noch so mieß geht – etwas zu geben hat.
    Etwas, das dem anderen auf seinem Weg zu nutzen vermag.

    Und es so ein Miteinander auf Augenhöhe gibt; Ausgewogenheit.

    Dein Gefühl, evtl. mitverantwortlich zu sein für den Suicid von C. kann ich nachvollziehen.
    Aber ich kann auch ganz klar sagen, dass niemals jemand wirklich mitverantwortlich IST.
    Es war alleine ihre Entscheidung, diesen Weg zu gehen.
    Und niemals deine Verantwortung, ihr ein Leben zu erschaffen (auch keine wenigen Minuten ihres Lebens), welche sie hier auf der Welt gehalten hätten.
    Es ist nicht deine Aufgabe und Pflicht, dich um das Seelenheil anderer zu kümmern und etwas zu „bereiten“.
    Es ist lediglich für dich SELBST; für dein eigenes Leben deine Aufgabe – und diese erfüllst Du nach besten Kräften.
    Diese hast Du auch in jenem Moment erfüllt, als Du sie zurück wießt – jenem Moment, als sie deutlich und klar über deine Grenzen hinweg getrampelt ist.
    – und auch dies war ihre Entscheidung (wenn vielleicht auch unbewußt).

    Ja, ich glaube, dass wir alle lernen müssen, unsere Bedürfnisse zu formulieren.
    Ein „sagen“ ist kein erpressen, zwingen oder überwältigen des anderen.
    Sagen dürfen auch wir ALLES.

    Es ist alleine eine Frage unseres Mutes – ob wir es wagen, zu uns selbst zu stehen und wir selbst zu sein.
    Dann können uns vielleicht auch andere annehmen, wie wir sind.
    WEIL wir SIND.
    Ehrlich, offen und deutlich.

    Du bist gut, wie Du bist.
    Danke, dass es dich gibt.
    Liebe Grüße, Luise

    Gefällt 2 Personen

    1. Liebe Luise,
      ich möchte dir noch heute persönlich 😉 einen schönen Abend und guten Start ins neue Jahr wünschen. Für 2017 wünsche ich dir viele heilsame Begegnungen, Begebenheiten und Änderungen (Wohnung z.B.) und eine bereichernde Zeit.
      Deinen langen Kommentar hebe ich mir für 2017 auf, dafür hab ich jetzt nicht den Kopf und die Ruhe! Treffe eine Freundin zum jährlichen gemeinsamen Silvester 🙂

      A propos Kopf … mögen deine Kopfschmerzen jetzt ganz schnell weggehen.

      Ich freue mich auch, dass es DICH gibt. So anders und immer wieder eine Bereicherung für mich/uns! DANKE (auch für deine lieben Wünsche)! 🙂

      Alles Liebe dir ❤
      "Benita"

      Gefällt 1 Person

      1. Dann wünsche ich dir von Herzen viel Freude und dass Du fröhlichen Mutes ins nächste Jahr tanzt 🙂
        Laßt es Euch zusammen gut ergehen und fühl dich lieb gedrückt.
        Mein Kopf ist heute akzeptabel – wenn auch die Anspannung meinen gesamten Körper einnimmt. Ich danke dir ❤

        Gefällt 1 Person

    2. Liebe Luise,
      ich habe noch immer nicht die Kraft auf diesen Kommentar von dir einzugehen. Habe ihn eben nochmals gelesen und denke, dass er evtl. eh keine Antwort braucht. Oder keine Antwort, die in ein Kommentarfeld passt. Dieser Suizid treibt mich noch immer herum und ich bin überzeugt, dass der Auslöser dafür bei mir viel tiefer liegt, als Schuldgefühle. Gefunden habe ich ihn aber noch nicht. Ich ahne. Es triggert an mehreren Stellen.
      Danke für deine Worte und alles Liebe dir. ❤
      "Benita"

      Gefällt 1 Person

        1. … ich bin dran. Es gelingt immer, manchmal benötigt es nur etwas länger. 😉
          „Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.“ Oscar Wilde
          … wir schreiben lesen, weinen, … es wird. 🙂 Das hat heute wieder manches geklärt.
          Liebe Grüße und einen schönen Abend dir 🙂
          „Benita“

          Gefällt 1 Person

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