Achtsamkeit Woche 26 – Das Leiden studieren

Dieser Beitrag von der lieben Melli, von Unglaublich leicht, ist so weise und half mir die Grundlage des Leidens zu erkennen, Er ist zugleich eine Anregung,anderen und uns selbst mit mehr Güte zu begegnen und anerkennen zu wagen was ist.

Danke dafür.

Unglaublich leicht

Bild von Pexels (www.pixabay.com)

Jeder leidet. Leben ist Leiden. Diese Tatsache kann, wenn wir sie begreifen und fühlen, sehr berührend sein, weil dieses Begreifen verbindend wirkt und das Mitgefühl stärkt. Entscheidend ist wie wir mit dem Leiden umgehen und ob wir überhaupt Zugriff auf unser Leid haben. Oft leiden wir unbewusst und richten das Leid gegen uns und/oder gegen andere – Leid, das nicht gesehen wird, hat eine enorme zerstörerische Kraft. Es bahnt sich seinen Weg und es wird durch das nichtachtsame Ausleben immer größer.

Wenn wir das Leid, unser individuelles Leid, sehen und anerkennen, ohne es zu beurteilen und wenn wir die Realität anerkennen, anstatt uns eine Scheinrealität zu wünschen, besteht die Möglichkeit der Transformation. Wir haben die Chance daran zu wachsen. Das ist meiner Meinung nach ein tief schmerzhafter Prozess, weil er uns zu unseren Gefühlen von Einsamkeit, Verlorensein, Wut, Angst, Trauer führt. Oft erstmalig. Und an diesem…

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9 Gedanken zu „Achtsamkeit Woche 26 – Das Leiden studieren“

  1. Liebe Benita
    Sehr schöner Beitrag von „unglaublich leicht“ – habe den ganzen Text gelesen. Machte mich sehr nachdenklich. Danke.
    Natürlich habe ich dabei über „mein“ Leid nachgedacht und bemerkt, dass ich mein Leid durchaus anerkenne – inzwischen – woran es mir aber mangelt ist, dass „mein Leid“ und das von vielen anderen Menschen (sehr aktuell das Flüchtlingsleid und Elend in den vielen Kriegen usw.) nicht gesehen werden will, kein Mitgefühl da ist und kaum etwas dagegen getan wird in unserer Gesellschaft. Das Leiden der meisten Menschen, die leiden wird nicht oder kaum anerkannt. Daran mangelt es, in dieser Gesellschaft wird nicht anerkannt, wenn Menschen trotz ihres Leidens immense Überlebensleistungen erbringen und keine echte Hilfe erwarten können ( Traumatisierte bekommen keine adequate Therapie, werden erneut traumatisiert indem man ihre Unterkünfte abbrennt und sie nicht willkommen sind…) Weder unter den Menschen, noch in diesem sog. Gesundheitssystem, noch in vielen Gesellschaftsbereichen.
    Der Satz: Leben ist Leiden – erinnert mich an meine stockkatholische Erziehung, die so verheerende Folgen in unserer Gesellschaft nach sich gezogen hat, die uns zu Märtyrern und Opfern macht.

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    1. Liebe Melinas,
      Ich stimme da absolut zu bzgl. der nicht Anerkennung des Leides. Im Grende geht es auch darum, dass in der Spaßgesellschaft Leid nicht seim darf und wenn, dann selbst schuld. Wûrden alle das eigene Leid anerkennen, gäbe es diese unerträglichen Zustände nicht, weil Menschen mitfühlen könnten und es gar nicht ertragen würden, wenn andere schlecht behandelt werden. Wir sind doch immer Spiegel für einander. Ich kenne die Überwindung von Leid aus dem Buddhismus als Grundaufgabe. Darum geht es für mich hier. Der Katholizismus arbeitet mit Schuld und Scham. Melli beschreibt diesen Unterschied denke ich ganz gut, obwohl sie die Religionen nicht benennt.

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    2. Liebe Melinas (ich hoffe die Ansprache ist in Ordnung!) Danke für die lobenden Worte! Ich glaube ich verstehe den Einwand gegen den Ausdruck das Leben ist Leiden im Zusammenhang mit einer strengen katholischen Erziehung. Das Erdenleben als Jammertal und die „Befreiung“ durch Kirche, inklusive Scham und Schuld. Erbsünde – was für eine ungeheure Last und ein Kontrollwerkzeug! Dabei werden wir doch als das Wunder geboren, dass wir sind, ohne Schuld und daraus resultierender Scham. Jedes Lebewesen erfährt in seinem Leben Leid. Wie Benita schon geschrieben hat, geht es um Transformation. Es anzunehmen und daran zu wachsen und wenn ich mir meines Leidens bewusst bin, ist es mir fast (ganz konnten und können das vielleicht nur wenige) unmöglich, jemand anderen Leid zuzufügen.

      Das mit dem Hinsehen habe ich für mich noch nicht ganz entschlüsseln können. Ich möchte ich diesem Zusammenhang gerne eines meiner liebsten Zitate nennen: „Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt“ (Albert Einstein) Alles Liebe!

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