Wenn die Gefühle zurückkommen

Wenn Gefühle zurückkommen wird das Leben leichter und schwieriger zugleich.

Früher war es praktisch, einfach ein Gefühl abspalten und den Alltag fast wie ein Roboter weiter zu erledigen.

Wenn Gefühle zurückkommen, erkenne ich das Ausmaß des Erlittenen ebenso, wie ganz langsam die Kraft, die in mir wohnt.

Früher war das Leben wie ein Film, der vor unseren Augen ablief. Nahezu täglich verwundert darüber was das ganze soll, was der Tag mir liefert. Es hatte gefühlt nichts mit mir zu tun und doch war dieses Leben alles, was ich damals hatte.

Wenn Gefühle zurückkommen lässt sich die Perfektion nicht mehr aufrecht erhalten. Es gelingt nicht mehr Tränen zu stoppen, weil das Geschirr gespült werden muss. Mitunter gelingt es nicht einmal mehr die Post zu öffnen. Vor weniger als 10 Jahren hätte ich Personen verachtet, die sich so wenig in Griff haben.

Früher war ich einsam, weil ich andere Menschen nur im Kopf fühlen konnte. Wie fühle ich im Kopf? Ich bekam von irgendeinem Innenwesen Informationen darüber, wie sich jemand anfühlt. Ich spürte das Gegenüber nicht. Alle Menschen – Männer viel mehr als Frauen – erschreckten uns enorm. In schlechten Phasen ist unsere Angst vor Männern auch heute noch enorm. In guten Phasen ertrage ich sie und es gibt sogar Männer mit denen ich quasi befreundet bin und lerne zu widersprechen. Ein enormes Wagnis, das meist nur am Telefon gelingt. Da bin ich in Sicherheit vor potentieller körperlicher Gewalt, die ich demjenigen, den ich vor allem meine niemals zutraue.

Wenn Gefühle zurückkommen wird das Leben schwieriger, weil es noch unplanbarer erscheint aber einfacher, weil die Distanz zu den Mitmenschen sich verringert. Leute, die nicht automatisch im Alltag dissoziiert sind, können uns besser wahrnehmen und wir sie und öfters sogar intuitiv reagieren UND bei uns bleiben. Kommunikation wird so erst wirklich möglich – im Moment.

Wenn Gefühle zurückkommen glaube ich zu ahnen, wie ein Leben ohne DIS sein könnte, wie Personen ohne DIS die Umwelt wahrnehmen könnten. Eine interessante Lernerfahrung.

Wir / Ich lerne weiter.

 

45 Gedanken zu „Wenn die Gefühle zurückkommen“

  1. Ziemlich wahr 🙂
    Ich glaube, wenn man gezwungen wird, sich mit seinen Gefühlen auseinander zu setzen, ist das in dem Moment keine schöne Situation, aber im Nachhinein kann man fast immer sagen, dass man in irgendeiner Art und Weise daran gewachsen ist, weil man zumindest nicht davor weggelaufen ist.

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  2. Gut klingst du, das freut mich sehr ❤ Ich kenne von mir, dass ich schlechte Erinnerungen und starke negative Emotionen aufsteigen lasse, wenn ich sie schon aushalten kann und mehr oder weniger verarbeitet habe. Vielleicht ist das in deiner Situation mit den Gefühlen im allgemeinen auch mit den positiven genauso: die Gefühle kommen wieder, weil du schon mit ihnen umgehen kannst …… Küchenpsychologie 🙂

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    1. Diese Erfahrung habe ich auch schon öfters gemacht. Dies gibt auch Sicherheit, zu wissen, dass mein Körper und meine Psyche gut auf mich achtgeben und ich damit umgehen kann, wenn etwas hochkommt. … Küchenpsychologie ist vielleicht ganz gut, wenn sie sich aus dem eigenen Erfahrungswissen speist. 😊

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  3. Liebe Benita
    Ich lese dich gern und bin immer wieder beeindruckt von der Kraft, mit der du deinen Alltag bewältigst. Gefühle erleben und zulassen ist etwas ganz ganz Schwieriges. Aber Gefühle machen auch „lebendig“ und der Titel deines Blogs ist passend dazu „lebendig werden..“. Ich wünsche dir, dass du einen Weg findest, um lebendig zu werden.
    Alles Liebe
    Ut

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    1. Liebe Ut,
      vielen lieben Dank für deine lieben Worte und Wünsche. Das freut mich sehr, was du schreibst. Vielleicht strahlt meine Kraft ja auch auf meine Leser*innen aus? 😉 Zuminest erkenne ich, dass du so viel kräftiger geworden bist seit ich dich lese. Vermutlich hat das aber weniger mit mir, sondern eher mit dir zu tun. 😀 Oh ja „lebendig werden …“ vielleicht ist es ja eine Lebensaufgabe, wenn ich Lebendigkeit mit in der Gegenwart leben verknüpfe. Ja, ja ich habe hohe Ansprüche, aber diese führen mich weiter.
      Alles Liebe auch dir
      „Benita“

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    1. Genau so ist es, liebe Melinas. Wenn die Verdrängung sich löst, wird auch Platz für das Schöne und Positive. Danke für die Erinnerung an Damis Worte. Ist das eine Art von Freiheit? So empfinde ich es, wenn sich die Gefängnistüre der Spaltung öffnet nach und nach. … Oh ja, das fühlt sich gut an!!! Gehen wir also beide eifrig weiter und lernen. 🙂
      Alles liebe dir/euch
      „Benita“

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      1. Ja, man fühlt sich freier – Dinge, die vorher unheimlich wichtig waren (z.Bsp. verstanden werden von anderen, man versteht sich mehr und mehr selber besser und dann braucht man das Verstehen von anderen nicht mehr so sehr) spielen plötzlich nicht mehr so eine große Rolle…Der Druck geht raus und mehr Friede ist spürbar.
        Ja, gehn wir weiter – immer weiter dem Regenbogen entgegen und schlagen die Brücke vom Himmel zur Erde (das Bild ist eine schöne Metapher).

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        1. Danke dir 😊 💖 Ich hatte „somewhere over the rainbow“ in Gedanken in einer wunderschönen Version der leider 2012 viel zu früh verstorbenen Sängerin und Komponistin Monika Trotz. (Gibt’s auf YouTube … ob ich den Link am Handy schaffe weiß ich nicht).

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  4. Du sprichst mir aus der Seele …
    Die Distanz zu den Menschen die mir immer und immer wieder einen Stachel ins Herz bohrten sind abgehakt – gnadenlos ausgemerzt –
    ich lebe und fühle unendlich große Dankbarkeit ohne Einsamkeit im Herzen – lebe jetzt in meiner eigenen von mir geformten Gefühlswelt – ich male mir die Farben der Gefühle so an die Wand damit sie miteinander harmonieren – Jetzt als Witwe bin ich für manche Männer Freiwild geworden – nein – ich versuche hier ein großes Stoppschild aufzustellen – ist es möglich sich virtuell in einen Menschen zu verlieben? unantastbar – okkult – dieser Mr.X … und doch existieren intuitive Transformationen einem spirituellen Verbindung zu jenem Onlinewesen – zitiere einen Spruch der mir wage auf der Zunge liegt – **vergiss deine erste Liebe – die letzte Liebe ist entscheidend ** – sie ist entscheidend für den abgerundeten Übergang aller vergangenen Gefühle … die sich aus der Dunkelheit ins Licht übertragen …
    liebliche Herbstgrüße … so lieblich wie mein diesjähriger Wein – der geerntet wurde
    die zuzaly 🙂

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    1. Liebe Zuzaly,
      vielen Dank für deine Gedanken und wie es dir mit diesen Gefühlen erging und nun ergeht. Schön, dass du deinen eigenen Weg gefunden hast und ihn gehst.
      Das Zitat gefällt mir außerordentlich gut, es geht mir sehr nahe. Ebenso wie die Zeilen die du dazu geschrieben hast.
      Lass dir deinen Wein gut schmecken. Ich selbst trinke keinen Alkohol und ich nehme an, dass du keinen alkoholfreien Wein im Programm hast. Eine Freude, dass er gut gelungen ist dein Wein.
      Liebe Grüße
      „Benita“

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      1. 😀 ich entsafte die Trauben und es wird herrlich frischer … Direktsaft in kleine Fläschchen abgefüllt … den Wein kreiert der Nachbar … ich bekomme immer köstlichen Rosewein für Hl. Abend für meine Lieben als besonderes Geschenk … ich selbst trinke auch keinen Alkohol … oder kaum 😉

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  5. Bis zu dem Zeitpunkt, als ich vor kurzem auf diesem Blog gestrandet bin, habe ich von DIS nichts gewusst. Das Nachlesen bei Wikipedia hat mich aufgeklärt und ich wünsche Dir von Herzen, dass Du die richtige Hilfe an Deiner Seite hast. Natürlich werde ich nie genau nachempfinden können, wie und was Du fühlst mit diesem Krankheitsbild.
    Aber ich werde im Hintergrund bleiben und mitlesen, wie Dein Befinden ist und was Du mitzuteilen hast.

    G. l. G. Jochen

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    1. Lieber Jochen,
      das freut mich sehr, dass du dich eingelesen hast auf Wikipedia, was DIS bedeutet (übrigens gibt’s bei mir eine Seite wo manches erklärt wird. Hier der Link, falls du noch Fragen offen hast: https://lebendigwerden.wordpress.com/was-bedeutet/ Selbstverständlich kannst du auch jederzeit mit einem Kommentar nachfragen, wenn du etwas nicht verstehst. Ist wirklich o.k. Danke, dass du bereit bist mich auf meinem Blog etwas zu begleiten und vielleicht nach und nach etwas über schwere Traumatisierung erfahren und darüber wie ich damit umgehe. Ich erzähle immer von meinem Weg, dennoch deckt er sich öfter mit den Erfahrungen anderer Leute, die schwere Gewalt erlitten. … Ich bin da sehr direkt, weil diese „Krankheit“ halt nicht aus dem Nichts kommt, sondern eine sehr gesunde Reaktion eines Babys und Kleinkindes war mit einer lebenbedrohlichen Situation umzugehen. Ohne die Fähigkeit zu dissoziieren, mich aufzuspalten hätte ich nicht überleben können. Freilich heute rächt sich das ehemals zum überleben angelernte. Heute gilt es zu lernen ohne Abspalten leben zu können. … Ich hoffe jetzt nicht zu direkt gewesen zu sein.

      Auch dafür ist dieser Blog gedacht, Menschen, die glücklicherweise diese Erfahrungen nicht selbst gemacht haben einen kleinen Einblick zu verschaffen. Damit wir einander besser kennenlernen. Niemand weiß, welche Erfahrungen in dem Menschen schlummern, der in der U-Bahn neben mir sitzt.

      Herzlichen Dank für deine lieben Wünsche und auch dafür, dass du dich zu erkennen gegeben hast. Ich hatte noch keine Zeit auf deinem Blog vorbeizuschauen, werde ich aber nachholen.
      Ganz liebe Grüße zu dir
      „Benita“

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  6. Liebe Benita, danke. Wenn die Gefühle zurückkommen, wird das Ausmaß des Erlittenen sichtbar, kann die Perfektion nicht mehr aufrecht erhalten werden… und doch wird es irgendwie lebendiger… Geht mir auch so. Danke für die Worte.

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  7. Liebe Benita,
    Dein Beitrag berührt mich mal wieder zutiefst. Wenn ich könnte, würde ich Dich halten, beschützen, mit Dir weinen. Wege gehen, die Du noch nicht gegangen bist. Dir Mut machen, Dich aufmuntern und vieles mehr.
    Wenn ich könnte…….. So aber schicke ich Dir meine Gedanken.
    LG. Hilde

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    1. Liebe Hilde,
      … habe mich eben bei deinem Namen vertippt und das d durch ein f ersetzt. Genau dann kommt Hilfe heraus. Du bist also eine Hilfe, auch wenn du nicht real neben mir sein kannst. Der Blog und die lieben Leser*innen, die mir viel Mut zusprechen bedeuten mir viel und können mir auch ganz viel geben. Weißt du oft ist es doch so, dass es sich einfacher spricht, wenn die Person nicht neben einem ist. Wer weiß, wenn du bei mir sein könntest, was ich dir erzählen würde, erzählen könnte, ob es dann nicht vielleicht zu nahe wäre? Vielleicht wüsstest du nichts über mich, wenn wir einander aus dem realen Leben kennen würden?!
      So bin ich dankbar und freue mich sehr über die vielen lieben Worte, die ich auf meine Beiträge erhalte. Danke dir für deine lieben ermunternden Gedanken und deine Bereitschaft dich von meinen Zeilen berühren zu lassen. Das ist sehr, sehr viel.
      Alles Liebe dir
      „Benita“

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      1. Liebe Benita,
        nein, im realen Leben, wüsste ich nichts von Dir und ich wäre zutiefst erschrocken, wenn die Person, ihre Geschichte offenbaren würde. Es wäre ein Schock, oder zwei Extreme die aufeinander treffen. Ich hätte ein riesengroßes Problem bei mir zu bleiben, um in Ruhe und Gelassenheit mein Gegenüber mit seiner Geschichte zusammen zufügen, um aus ihm ein Ganzes zu machen. Quasi eine neue Person, ohne meine Betroffenheit zu zeigen. Oder die Wahl die Person und seine Geschichte, einzeln bestehen zu lassen und beide gleichwertig zu betrachten. Ja, es wäre sehr nahe und es fordert mich. Das tut es auch jetzt und es weint mich. Es weint mich meiner Blindheit wegen, meiner Unfähigkeit, meiner Unwissenheit, meiner Machtlosigkeit, nicht die Zeichen erkannt zu haben, erkennen zu können, wo Unheil geschieht.
        Ich danke Dir, lieben Gruß Hilde

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        1. Du liebe Hilde ❤ ,
          dein besonders lieber Kommentar geht mir sehr nahe und ich brauchte einen Tag, um darauf eingehen zu können. (war gestern auch unterwegs)
          Danke dir aus vollstem Herzen, dass du dich so sehr einlässt darauf, was ich schreibe.
          Du schreibst: " … es fordert mich. Das tut es auch jetzt und es weint mich. Es weint mich meiner Blindheit wegen, meiner Unfähigkeit, meiner Unwissenheit, meiner Machtlosigkeit, nicht die Zeichen erkannt zu haben, erkennen zu können, wo Unheil geschieht."
          Es ist verständlich, dass nahe geht, was ich schreibe und in gewisser Weise ist dieser Blog auch dazu da, Menschen die nicht selbst betroffen sind die Augen zu öffnen. Aber er soll auch verstehen lernen. Es hilft weder mir noch anderen die diese Gewalt erlebten, wenn du dich machtlos fühlst und unfähig zu erkennen. Was macht dich so fühlen? Bitte frag, wenn es etwas gibt, das du wissen musst, um mit dem Gelesenen besser umgehen zu können. Mein vielleicht hohes Ziel wäre, wenn ich ein kleines bisschen mit beitragen könnte, dass du falls du in deinem Umfeld einmal von dieser Gewalt erfährst, mit dieser Person entspannter umgehen kannst. Dass du weißt, das gibt es und nicht erschrickst und so der Person ein Gefühl von angenommen sein geben könntest, vielleicht auch darüberhinaus helfen, das ist aber dann wirklich enorm viel. Angenommen werden mit dem was ist, ist bereits eine überaus große Hilfe. Ich lese jedoch, dass es dich so schockiert. Natürlich, ist ein gewisser Schock, ein erstes Erkennen, ein Teil um später zu wissen. Es ist ein lernen. Bitte pass gut auf dich auf, wie du meine Texte an dich heranlässt. Gönne dir genug Zeit, sie zu verarbeiten.
          Ich danke dir von Herzen ob deiner einfühlsamen Art.
          Herzliche Grüße
          "Benita"

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          1. Liebe Benita,
            ich bemühe mich schon, nicht alles so nahe an mich heran kommen zu lassen. Manchmal bin ich ungeschützt. Es trifft mein Herz, meine Seele, alles was mich ausmacht. Dann spreche ich, einfach so, wie ich empfinde. Dann lasse ich Gefühle, Ängste zu und das ist schmerzlich. Ich verstecke mich nicht hinter einer Fassade der Gelassenheit, Gleichgültigkeit, Abgeklärtheit. Ich versuche den Wust der Gedanken, die mir plötzlich den Atmen nehmen, zu ordnen.
            Wenn ich von einem Schock spreche, dann meine ich gleichfalls Erstarrung, Bewegungsunfähigkeit, Ausgebremstheit. bei einer Begegnung mit Menschen, von denen ich annehme, dass sie eine glückliche Kindheit gehabt haben.
            Das Gefühl einer absoluten Täuschung zu unterliegen, überkommt mich. Eine zwingende, gedankliche Kehrtwendung zu machen, auf der Hut sein, um den anderen nicht zu verletzen, ist für mich eine Gradwanderung. Ich habe die Sorge, dabei abzustürzen.

            Machtlosigkeit, die ich empfinde, hat ihren Ursprung in der Unwissenheit. Wie erkenne ich, wie deute ich die Zeichen eines Unheils. Besser wie sehe ich Gefahren ohne Verdächtigung.
            All das sind meine Gedanken. Nicht immer kann ich auf Deiner Seite sein. Ich muss dosieren, wie einen schweren Wein.(oder bittere Medizin)
            Schluck für Schluck.
            Lieben Gruß
            Hilde

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            1. Liebe Hilde,
              Ich danke dir für deine ausführliche Antwort.
              Klar, Täuschungen beinhalten auch eine Enttäuschung und die ist zunächst einmal schmerzhaft. Am zweiten Blick aber eine Chance starre Denkstrukturen aufzubrechen und Neues zu erfahren. Ich denke, wir alle machen Fehler und verletzten andere. Das gehört zum Leben und Mensch sein dazu. Bitte sei nicht allzu streng mit dir, dass du etwas „Falsches“ sagen könntest. Ich glaube deinen Zwiespalt zu Erfassen ist es, als wäre es fast eine Vertreibung aus dem Paradies. (Ich spitze jetzt zu in meiner Beschreibung). So ein Gefühl von Vertrauen, dass alle lieb und gut mit ihren Kindern sind, welches nun zutiefst erschüttert ist und es dir irgendwie den Boden wegzieht? Falls es so ist, ist es gut, wenn du dir die Zeit nimmst, die du brauchst, es zu verarbeiten. Das hat nichts damit zu tun, ob du auf meiner Seite bist. Immer wieder ist es wichtig, sich auf eigenes sicheres Terrain zu begeben, wenn ich mich mit Bedrohlichem auseinandersetze. Pausen sind wichtig und gut. Allerdings weiß ich nicht, was alles in dir arbeitet und ich schätze sehr, dass du dich meinen Erzählungen und Worten aussetzt, obwohl es wie mir scheint tatsächlich eine große Herausforderung für dich ist. Vielen herzlichen Dank, dass du meinen Blog liest und dich mit mir auseinander setzt. Und ja, dosiere sie gut, meine Zeilen. Es freut und ehrt mich, dass du sie dennoch mit Positivem verbindest.(schwerer Wein, Medizin, auch wenn sie bitter ist)
              Herzlichen Dank und ganz liebe Grüße
              „Benita“

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            2. P.S. Ich mag noch anfügen. Bitte hab Geduld mit dir. Nach und nach wird Unwissenheit dem Verstehen weichen und du wirst erkennen. Und nein auch ich kann nur vermuten, wie es einer anderen Person geht. Auch wenn ich es selbst erlebte, erkenne ich nicht automatisch. Wenn mir jemand erzählt, kann ich wohl eine Lüge von Wahrheit eher unterscheiden. Allerdings bin ich überzeugt, dass das Ausmaß derer, die Gewalt erlebten und erleben und so tun als wäre alles in Ordnung bei weitem höher ist, als jene, die eine solche Erfahrung evtl. als Druckmittel oder für den eigenen Vorteil einsetzen mögen. Wenn mir jemand davon erzählt glaube ich es zunächst einmal. In den meisten Fällen hätte niemand einen Vorteil davon mir dergleichen vorzulügen. Ich habe ja keinerlei Einfluss auf eine Besserstellung.

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              1. Liebe Benita,
                danke für Deine Bereitschaft mir so viel zu erklären. Als Mutter, die ich nun mal bin, war ich immer bemüht, meine Kinder zu schützen. Hin zu hören, zu beobachten. Ich setzte Vertrauen in die Menschen, die meine Kinder hüteten, beaufsichtigten. Ich war und bin auf der Hut, wie man sagt. Auch heute noch, da ich Enkelkinder habe.
                Das was mich irritiert ist, dass ich nicht erkennen kann. Es lastet schwer auf mich, denn es beweist, dass ich Täuschungen unterliege, aus welchem Grund auch immer.
                Wie kann ich mir dann je verzeihen?
                Wenn es passiert, dann gäbe es zwei Opfer und einen Täter.

                LG. Hilde

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                1. Liebe Hilde,
                  Was ich nicht verstehe ist, was willst du dir verzeihen? Ist in deinem Umfeld sexualisierte Gewalt vorgefallen und du hast es nicht gesehen?
                  Oder machst du dir nur Vorwürfe, dass du es nicht erkennen könntest? Das wäre aber fiktiv, wenn es nicht bereits einen Anlass gegeben hat. Vielleicht könntest du es erkennen, du weißt es nicht, ob es so wäre oder nicht. Da täte mir sehr leid, wenn es dich so mitnimmt. Oder hast du einen Verdacht, der dich plagt und du weißt nicht, was du nun tun sollst?
                  Wenn etwas passiert, dann gibt es ganz viele Opfer (denn ich sehe auch Täter als Opfer ihrer selbst), aber auch meist mehrere Täter, außer es ist eine einmalige Angelegenheit.

                  Liebe Grüße
                  „Benita“

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                2. Liebe Benita,
                  hab Dank für Deine Antwort. Es war/ ist ein Gedankenkonstrukt, meinerseits. Was wäre wenn, wie erkenne, wie gehe ich damit um.
                  An dieser Stelle, beende ich diese Form des Nachdenkens und widme mich weiterhin Deinen Beiträgen, um zu verstehen.
                  Nur so viel: „Wissen“, verändert Verhalten, macht aufmerksamer, kritischer.
                  Eine gute kommende Woche Hilde

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    1. Lieber Lu,
      danke dir sehr für deine lieben Worte *superfreu!*
      Hm, der Text war zuerst da *grins* und dann das Bild gesucht, das ein wahrer Zufallstreffer war vor ein paar Jahren (wie das mit Regenbögen so ist), er war lange zu sehen und mein Handy hat doch ein nettes Bild geschafft. Es freut mich, dass es dir gefällt.
      Herzliche Grüße zur Nacht – passt schon wieder … bin heute so gut d’rauf. Grinse vor mich hin und freu mich und sende dir fröhliche Grüße dazu.
      „Benita“

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