Sein dürfen #1b: Auf dem Podest!

Folgenden Beitrag haben wir am selben Tag wie den zuletzt veröffentlichten geschrieben. Er ist also über einen Monat alt. Dann kam der Stress mit DSGVO und anderer und wir hatten keine Kraft und Worte übrig. Der Blog ist angepasst und das erleichtert.

Manches in diesem Beitrag beschriebene ist bereits mit meiner Therapeutin besprochen. Dennoch erachte ich den Text noch für interessant. Schäme mich zwar für manche Stellen, stehe aber dazu.

Ein wunderschönes Wochenende euch allen. Das Chaos um die DSGVO hat mir die Gemeinschaft der Blogger_innen noch näher gebracht. Ihr seid wunderbar. 😃❤️🌞🍀 Wie schön, dass es euch gibt. 💖🌻


Zitternd ging ich zur Psychotherapie. Ich erinnere nicht, ob ich schon einmal solche Angst davor hatte hinzugehen. Die Furcht begann erst als ich aus der Straßenbahn ausgestiegen war und die Straße zur Therapeutin entlang ging. Wir wollten nicht hin. Wir fürchteten, dass sie uns unser Erfolgserlebnis, unser Glücksgefühl wegnimmt.

Ich glaube wir haben meist Angst vor Therapie. Traumatherapie ist alles andere als angenehm. Sie tut weh, immer wieder und wer will das schon. Allein die Tatsache, dass sich mit den Jahren doch sehr vieles zum besseren geändert hat, gibt uns die Kraft es auf uns zu nehmen. Auch das Gefühl dieses Leben alleine (noch) nicht zu schaffen und was meine aktuelle langjährige Therapeutin betrifft auch die Tatsache, dass sie die beste Begleitung ist, die wir bislang hatten, wenn ich auch aufzählen könnte, was mir nicht passt. Das tue ich nicht gerne, schließlich liest sie mit (auf meinen ausdrücklichen Wunsch hin – herzlichen Dank dafür!) und ich könnte ja eine andere Hilfe suchen, wenn ich unzufrieden wäre. Wenn ich die Hoffnung – oder sollte ich Phantasie schreiben ? – auf wirklich perfekte Therapie, die mich flugs heilt, am besten ohne Heilungsschmerz nicht bereits verworfen hätte. …. Da ist dieser unbändige Wunsch, dass irgendjemand das alles doch gut machen kann. Ganz gut, so als hätte ich eine andere Lebensgeschichte. Wann ich akzeptieren kann, dass mein Leben eben so ist, wie es ist? Es ist so schwierig anzunehmen!

Zudem habe ich zu viele Erfahrungen mit Therapien gemacht, die viel mehr schadeten als halfen. Diese hilft, auch wenn es mich immer wieder anwidert, wie mühsam es ist und wie lange es dauert, und, und, und.

Vor zwei Tagen also war der Weg zur Therapeutin noch viel mühsamer als sonst. Es war nicht die gewohnte Abwehr einiger Innenpersonen (?). Der krampfhafte Versuch zu sprechen und doch nicht zu viel von mir preis zu geben. Das überwinden der Scham, der Zweifel ….. es gibt so vieles, das Therapie zu einem unangenehmen Ort macht. Schließlich handelt es sich um eine Krankenbehandlung. Wer geht schon gerne zu einem Arzt, wenn es darum geht Hilfe gegen eine Erkrankung zu suchen. Die Gewalt hat uns krank gemacht, hat unsere Psyche zertrümmert. Ich habe mich aufgesplittert um zu überleben. Was als Kind eine gesunde, weil die mir einzige Möglichkeit war, am Leben zu bleiben, wandte sich als Erwachsene gegen mich. In gesünderen zwischenmenschlichen Strukturen bin ich zwar schon um vieles besser, aber bei näherem Kontakt doch ziemlich kaputt, weil gestresst von Triggern und Flashbacks. Noch immer.

Was aber ist jenes Außenseiterinnen-Dasein, das sich aus den gewaltvollen ersten 25 Jahren meines Lebens speist und was ist das Außenseiterinnen-Dasein, das genuin in meinem Wesen verankert ist? Gibt es ein solches überhaupt, oder habe ich mich an das Leben als Außenseiterin gewöhnt und mich darin eingerichtet?

Als Kind und Jugendliche machten es mir meine Eltern sehr schwer bis unmöglich Freundschaften aufzubauen. In den Kindergarten durfte ich nicht gehen, selbst wenn ich es ersehnte. Gleich gegenüber unserer Wohnung gab es einen Kindergarten, daher wusste ich von einer solchen Einrichtung. Als mein 2 ½ Jahre älterer Bruder zur Schule durfte (er empfand es anders), wollte auch ich unbedingt zur Schule. Ich muss derart drängend gewesen sein, dass meine Mutter sogar den Weg zum Stadtschulrat auf sich nahm um mir eine Einschulung mit 5 Jahren zu ermöglichen. Ich erinnere noch heute die „Aufnahmeprüfung“ in die Volksschule (Grundschule), die mir viel Spaß machte. Erstmals erhielt ich Anerkennung für meine Leistung.

Nahe Freundschaften zu schließen war jedoch ein Problem, weil ich niemanden einladen durfte und auch niemals über Nacht irgendwo bleiben durfte. Meine Eltern lernten auch niemals die Eltern potentieller Freundinnen kennen und wenn deren Eltern sich bemühten meine Eltern kennen zu lernen und dies gelang, war der Kontakt ihrer Tochter zu mir mitunter verboten. Plötzlich wurde ich in der Schule gemieden, wo sich zuvor eine Freundschaft aufzubauen schien. So blieb ich bis zum zehnten Lebensjahr mehr oder weniger einsam. Ich hatte nur meinen Bruder und er mich. Eine Notgemeinschaft, bei allen Unterschieden. Wir durften nicht nur miteinander sein und spielen, wir mussten es sogar. Mir wurde verboten mich gegen meinen größeren Bruder zu wehren, auch wenn er mir immer wieder absichtlich weh tat. Er ließ seine aufgestaute Wut an mir aus als ich klein war. Als wir in der Pubertät waren, kamen auch von ihm sexuelle Übergriffe hinzu. Er hatte gelernt, dass so mit mir umzugehen sei. Allerdings „grapschte“ er bloß. Das war schrecklich genug. Ich gehörte nicht zu dieser Familie, niemals. Wann und wo immer es ging, zog ich mich zurück. War alleine in meinem Zimmer, ging als ich älter war, alleine in Urlauben am Strand spazieren oder verließ Abends die Wohnung um einsam in einem nahe liegenden Café zu sitzen. Alles war besser, als mit diesen Menschen zu sein. Dies zu tun kostete immer viel Mut. Denn die Strafe folgte von meinem Vater immer. Die Gewalt wurde schlimmer, die Übergriffe als Machtdemonstration. Ja, es war ein Machtkampf. Er konnte meinen Körper mit Zwang nehmen, aber niemals meinen Geist brechen. Ich hasste ihn so sehr. Dabei wollte ich lieben und geliebt werden. Auch und vor allem meine Familie. Ich bin ein Familienmensch. Sie waren mir so wichtig. Vielleicht tat und tut es deshalb so besonders weh. Auch wie fremd sie mir bis heute sind und dass ich keine eigene Familie aufbauen konnte.

Es gab nur einen Lebensbereich, in dem ich von meinem Vater Anerkennung erhielt. Für meine schulischen Leistungen. Dafür, dass ich in Englisch und in der Schule generell besser war als mein Bruder, obwohl er doch der ältere war. Dafür, dass ich beim lernen engagierter war als er. Ich ging ja gerne zur Schule, bis meine Eltern mich endgültig in eine Schule zwangen, die mir nicht entsprach, weil mich Wirtschaft nicht interessierte. „Endlich“ hatte ich ebenso Probleme beim lernen wie mein Bruder. Aber ich hatte schnell erkannt, dass „Ich muss lernen!“ eine Aussage war, die mir meinen Freiraum und die nötige Distanz von den anderen schaffte. Ich lernte lieber uninteressante Inhalte, wenn es mir Rückzug ermöglichte.

Meine Art wie ich mein Leben lebte war für meinen Vater einerseits Anlass mich zu bekämpfen, weil ich nicht unterwürfig war, wie meine Mutter und mein Bruder. Anderseits aber bewunderte er mich — für meinen Intellekt, für meinen Mut? Was weiß ich warum. Ich war die Prinzessin, die er auf ein Podest hob um mich dann im Jähzorn herunter zu reißen und für meinen „Größenwahn“ den er mir zuschrieb zu bestrafen. Einfach sein dürfen, mit meinen Fähigkeiten und Schwächen, das durfte ich nicht. Sich einfach mit mir freuen, das hätte mir gereicht, wenn mir etwas gelungen ist. Angenommen werden, wie ich bin. DAS ist es, was mir bis heute am meisten fehlt. Bewundert werden ist auch eine Form der Distanz, eine Form, jemanden nicht an sich heran zu lassen.

Und hier komme ich wieder zurück zur letzten Therapiestunde und meine Angst davor. So viel Großes war uns in der letzten Woche gelungen. Wir freuten uns, konnten es gar nicht glauben. Es war unmöglich in der Therapie NICHT darüber zu sprechen, aber die Art, wie sich unsere Therapeutin mit uns freut, ist mitunter eine ferne, bewundernde. Für mich selbstverständliche Aktionen sieht sie als etwas sehr Besonderes. Ich habe keine Ahnung, was sie immer wieder so staunen lässt. Leute die eine DDNOS oder gar eine DIS ausbilden haben oft besondere Talente. Diese Talente ermöglichen ihnen mit Dissoziation auf die massive Gewalt, die sie erleben zu reagieren. Hätten sie diese Talente nicht, bin ich überzeugt, dass sie sterben würden.

DAS ist die Falle in die so viele Therapeut_innen treten. Die Tatsache, dass jene Gewalt, von denen ihnen erzählt wird überhaupt überlebt werden kann macht sie sprachlos. Die Art mit dem Leben umzugehen, wie es hochbegabte Menschen eben tun ist vielleicht immer interessant und verleitet zum Staunen? Aber es hilft mir nicht zu heilen, wenn ich bewundert werde. Es hilft uns nicht aus unserer Einsamkeit heraus ewig auf diesem Podest stehen zu müssen, das uns nicht dazu gehören lässt.

Jetzt wollte ich schreiben, dass ich mir nicht ausgesucht habe, so intelligent zu sein wie ich bin, oder so sensitiv zu sein wie ich bin. Auch nicht, dass die Kombination „hochbegabt und hochsensibel“ viele Erkenntnisse ermöglicht, die vielen anderen wohl verborgen bleiben.

Aber ich weiß nicht, ob ich es mir ausgesucht habe? Das ist eine spirituelle Frage, ob es Wiedergeburt gibt und ob ich vor einem Eintritt in dieses Erdenleben die Aufgabe an der ich weiter lernen möchte wählen kann? Mir hilft dieser Gedanke, um aufzuhören mich selbst zu bemitleiden. Wie auch immer, ich bin dankbar, dass ich diese Fähigkeiten habe und ich will sie leben. Ich halte es nicht für Größenwahn dazu zu stehen, was ich kann. ….. 1390 Wörter habe ich jetzt gebraucht um zu erkennen, dass es ein Verbot von früher ist, das mich nicht leben lässt. Ein chronischer Trigger, weil es so gefährlich war sein zu dürfen.

Ich übe weiter zu mir zu stehen und es gelingt immer besser.

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28 Gedanken zu „Sein dürfen #1b: Auf dem Podest!“

  1. Danke für das Teilen Deiner Erfahrungen!
    Du brauchst keinen Grund dafür, hochbegabt und hochsensibel zu sein. Du bist es einfach, und das ist schön!
    Was mich gewundert hat beim Lesen dieses Textes im Vergleich zum ersten, den ich gelesen hatte, ist der Wechsel vom „wir“ zum „ich“. Irgendwie gefällt mir das 😊
    Und Deine Irritation bezüglich des Verzeihens kann ich gut verstehen. Dieses zwar gut gemeinte aber eben völlig naive „du musst halt verzeihen“ ist eine der dauernden Fallen gerade für Christen (zu denen ich auch gehöre). Nein, du musst erst einmal gar niemandem verzeihen, es sei denn Dir selber, dass Du eben nicht verziehen kannst. Heilung beginnt nicht beim Verzeihen sondern bei der Versöhnung mit sich selber und der eigenen gebrochenen Realität. In diesem Sinne stimmt mich Dein letzter Satz zuversichtlich 😊

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    1. Lieber Beat,
      Danke für deine lieben Zeilen. 😊
      Tja, das „ich“ gefällt dir besser, weil du es gewohnt bist, es sagt aber nichts darüber aus, dass es gesünder ist „ich“ zu schreiben als „wir“. Es kann sogar das Gegenteil der Fall sein. Vielleicht betrifft dieser Text nur EIN Innenwesen und die anderen wurden zur Seite gedrängt und durften nicht mitschreiben? Das ist wahrscheinlich so! Der andere Beitrag hingegen betraf uns als Gesamtheit. Die Gesamtperson „Benita“. So gesehen ist der erste Beitrag ein gesünderer als der zweite, wenn ich das Ausmaß bzw. Auftreten der Spaltung als Gradmesser für Heilung nehme. Muss ich aber nicht. Ich finde beide Beiträge im Vergleich zu jenen vor einem Jahr z.B. sehr kraftvoll und daher sehe ich in beiden Heilung. Lass dich bitte vom „wir“ und „ich“ nicht täuschen. ☺️ Vielleicht magst du einmal in ältere Texte hinein lesen? Nur weil die meisten Menschen sich selbst als Ich bezeichnen und erleben, heißt es nicht, dass ein „Wir“ krank sein muss. Ich fühle mich oft schlecht „Ich“ sagen zu müssen im Alltag, um nicht als verrückt zu gelten. Es fühlt sich falsch an. Es gibt Vieles, das ich als dringend verbesserungswürdig an unserem Leben sehe. Ein „Ich“ in jeder Situation als richtig und passend zu fühlen hat definitiv überhaupt keine Priorität. Es macht uns/mir keinen Leidensdruck mich als „Wir“ zu erleben immer wieder. Ist nicht so einsam. Einsamkeit macht den Leidensdruck, der dahinter steht. ….. Und auch das nicht „wir“ sein dürfen. Es war die Strategie zu überleben. Es tut gut, wenn diese tatsächlich recht anstrengende Leistung anerkannt wird, aber ohne gewertet zu werden. Es ist eben so. Das ist alles.
      Liebe Grüße und gute Nacht. 🌜🌟☺️
      „Benita“

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  2. Liebe Benita! Du musst gar nichts und du wirst auch bestimmt nicht krank vom Nichtverzeihen!! Ganz im Gegenteil: erzwungenes Verzeihen ist bestimmt nicht gesund! Tut mir leid, aber das ärgert mich! Da schreibst du davon, dass du sein möchtest, mit allem was dazugehört und dann so was (wenn auch nicht böse gemeint vermutlich) Bei mir war es irgendwann so, dass ich sehen konnte, dass niemals ich als Person gemeint war. Das war ein langer Weg und ich habe einen Bruchteil der Grausamkeiten erfahren, die du ertragen musstest. Ehrlich gesagt bewundere ich dich auch, einfach weil du ein Wunder vollbringst. Statt Hass wählst du Liebe, statt zum Täter zu werden, Heilung und das ist WUNDERvoll. Alles Liebe! 💕🍀

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    1. Du liebe Melli, es tut sehr gut, was du schreibst. ❤️❤️💖
      Wie du schreibst, war ich nie gemeint. Auch mit diesem Kommentar nicht. Aber er triggerte die Innenkinder. Klar ich begebe mich in Gefahr mit meinen Beiträgen, aber um das tägliche nicht verstanden werden zu überwinden und zu lernen mich zu wehren, mache ich es. Und auch um zu erfahren, dass mich jemand verteidigt. Es ist heilsam, obwohl ich mich aussetze. Dank der lieben Leser_innen, die verstehen! Und die schwierigen Kommentare sind eine verschwindende Minderheit. In den fast 2 1/2 Jahren glaube ich drei oder so. Vielleicht hilft die Auseinandersetzung auch jenen zu verstehen, die es nicht gleich konnten. Verzeih, dass ich dich anquatsche. Die Innenkinder schicken dir eine virtuelle liebe Umarmung. Jetzt können wir das nächtliche Frustessen bei McDonalds beenden! Du merkst, wie wichtig deine Zeilen für uns sind. Bitte, es braucht dir keinesfalls leid tun, dass dich der Kommentar geärgert hat. Ich danke dir, dass du den Ärger ausdrücken könntest, wo ich es nicht wagte. Es wäre an mir gewesen, dies zu tun!
      Du bist wundervoll. 💖 🐱🐕🐵🌻🌸
      Alles Liebe 😊
      „Benita“

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      1. Liebe Benita! Ich danke dir! Ich freue mich, dass die Zeilen für dich heilsam waren ☺️💕 Es ist auch für mich oft (noch) ein Wagnis mich zu zeigen. Ich wünsche uns beiden, dass wir das immer besser schaffen ☀️🍀❤️ Die Umarmung nehme ich gerne an und umarme virtuell zurück wenn das in Ordnung ist. Und die Sorge, dass ich mich von dir angequatscht fühle, kann ich dir von meiner Seite nehmen. Ich schätze unseren Austausch sehr!Einen wunderschönen Tag dir/euch! ☀️🍀🙌🏻💕❤️☀️ Dir/euch auch alles Liebe Melli

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        1. Liebe Melli,
          Die Umarmung nehme ich gerne an. Danke dir für deine lieben Zeilen. 💖😊 Oh ja, wir werden beide unseren Weg zur Heilung weiter gehen und so auch das sich zeigen und zu sich stehen immer besser schaffen. Ich bin davon überzeugt. 😊😃🍀❤️
          Auch ich schätze unseren Austausch sehr und wünsche auch dir einen wunderschönen Tag.
          🌞🌸🕊️🤗💖🍀
          Alles Liebe ❤️
          „Benita“

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  3. Nachdem ich den Beitrag und auch die Kommentare gelesen habe, wollte ich doch noch einen Satz aus meiner persönlichen Erfahrung dazu sagen:
    Jede Emotion, jedes Gefühl hat seine Berechtigung.
    Wie jeder einzelne das jeweils für sich bewerten mag ist ein anderes, individuelles Thema.
    Viele liebe Grüße

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  4. Hallo „Benita“! Aus meinem Leben: Mir ist vor ein paar Monaten bewusst geworden, dass ich hochsensibel bin. Habe mich auch sehr oft zurückgezogen als Kind. Mache das noch immer gerne und oft. – Seit mir das bewusst geworden ist, kann ich mich selbst besser verstehen, und langsam sehe ich auch mehr die Vorteile der Hochsensiblität. – Alles Gute!

    Gefällt 3 Personen

    1. Oh ja, lieber Bernhard, Hochsensibilität hat einige Vorteile. Sie passt nur irgendwie nicht in das (momentan) geltende Leistungsdenken in unserer Gesellschaft. Dabei wäre sie gerade deshalb umso wichtiger. Danke dir 😊 Auch dir alles Liebe und Gute beim erkunden deiner Hochsensibilität. 🌞
      „Benita“

      Gefällt 2 Personen

    1. Nein, liebe Petra, Verzeihen kann nicht erzwungen werden. Und vielleicht bin ich zu wenig gläubig, dieses Gebet beten zu wollen. So nah will ich ihnen nicht sein, vielleicht mir nicht sein? Wer weiß? Aber es geht mir nahe und danke für den Link. Weder Hass noch Liebe will ich für meine Familie fühlen, da ist nur Schmerz. …. 😢

      Alles Liebe dir ☺️
      „Benita“

      Gefällt 1 Person

        1. Ich sagte nie, dass es vergangen ist. Wäre es dies, bräuchte es diesen Blog nicht. …. Ich weiß nur jetzt nicht, wie es mir helfen soll, wenn du mich warnst krank zu werden, wenn ich nicht verzeihe, ich es aber nicht kann?

          Ist, wie wenn du einer Querschnittsgelähmten sagst, dass sie krank wird, wenn sie sich zu wenig bewegt. …..

          Es geht hier darum mit den Gewalterfahrungen leben zu LERNEN!

          Deine Warnung weise ich demnach zurück.

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          1. Hm, ich kann vieles verstehen und bzgl. meiner Mutter und meinem Bruder wüsste ich auch nicht, was ich verzeihen könnte. Sie sind so fremd und irgendwie zu unwichtig geworden um noch etwas verzeihen zu wollen. Als ich meinem Bruder einmal sagte, dass ich mir von ihm nichts mehr erwarte (keine Hilfe, keine Zuneigung, keine Verlässlichkeit ….), war er tief getroffen, verstand aber nicht, dass Beziehung keine Einbahnstraße ist. Es muss halt von beiden Seiten etwas kommen. Wenn ich den Schmerz beschrieben müsste, ist es evtl. Trauer um meine Familie. Ich trauere noch immer um sie, weil sie tot sind, obwohl sie noch leben. Da ist so schwierig damit abzuschließen. 😞

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