Muttertag, ein Trigger-Tag

Vergewaltigungs-Erinnerungen überschwemmen mich.

Hat mich mein Vater tatsächlich geschwängert?

Alles verschwommen!

Klare Indizien sind vorhanden.

Aber wann genau?

Ich will das Datum wissen, das Jahr wissen.

Weiß eine Jahreszeit.

Wir können nicht mehr benennen.

Versuchen anhand anderer bewussterer Übergriffe anderer Männer die Zeit einzugrenzen.

Immer wieder entschlüpft die Möglichkeit der einwandfreien zeitlichen Zuordenbarkeit.

Zwischen den Flashbacks aus der Jugend, die uns immer wieder erschrecken, bleiben Ohnmacht und ein tiefer Schmerz in der Seele zurück.

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32 Gedanken zu „Muttertag, ein Trigger-Tag“

  1. Ich möchte Euch zusammen nehmen in ein goldenes Herz
    Euch nur halten und tragen
    Doch ich kann nicht fassen solchen tiefen Schmerz
    Kann nur mein Herz öffnen und fragen
    Gibt es einen Sinn für solches Erleben
    Gibt es Hoffnung für ein Verzeihen
    Gibt es Erkennen für solch ein Bestreben
    Gibt es Liebe in solch einem Weinen?

    Ich frage es nach „oben“ und bitte um eine Antwort für und an Euch
    Viele liebe Grüße

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    1. Danke, lieber Ankordanz für dein Poem. 🤗
      Im erkennen des Schmerzes liegen das uns selbst verzeihen und die Liebe begründet. Ja, in diesem Weinen liegt sehr viel Liebe.
      ….. Für deine anderen Fragen, danke für deinen Blick nach „oben“ und wir warten auf Erkenntnis auf unserem Weg.
      Herzliche Grüße
      „Benita“

      Gefällt 2 Personen

        1. Gar nichts erinnern geht bei uns nicht, weil wir dazu zu wenig gespalten sind. Wir haben diesen Vorfall, d.h. alles was dafür spricht niemals vergessen, abgespalten etc. Nur die Tat selbst die hat eine erlebt, die nicht mit uns spricht. ….. Vielleicht kann sie nicht sprechen, nicht schreiben, vielleicht ist sie total erstarrt? ….Aber auch bei anderen Gewalt-Erfahrungen ist gar nichts wissen für uns schrecklich. Weil dann sind nur unerklärliche Körperschmerzen da, die sich auflösen, sobald zumindest eine Zuordnung zu einer Erfahrung erfolgt, auch wenn’s nur Brückstücke sind, die erinnert werden. Für uns ist das schon eine Erleichterung, aber noch nicht gut. Alles erinnern, wird wohl nie gehen. ….. Aber manche ganz schlimme Sachen will ich genau wissen, weil wir uns sonst so schlimm fühlen jemanden für solches zu beschuldigen. Klingt nach Täter-Opfer-Umkehr und Einschüchterung. Hm, ……
          Danke für deine Worte, tut gut sich auszutauschen, auch wenn du/ihr das Erinnern ganz anders erlebt.
          Wir wünschen euch, dass ihr so erinnert, wie’s für euch am leichtesten zu ertragen ist.
          Liebe Grüße
          „Benita“

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          1. Ah okay, verstehe… das ist hier leider anders, auch wenn wir wissen, wo etwas herkommt hört es leider nicht auf (wurde zB im “wenn sich das Körperding erinnert“ drüber geschrieben) – und das mit dem “alles wissen“ ist auch nur so eine These, weil davon sind wir meilenweit entfernt… Aber ich* meine mich an recht gute Zeiten zu erinnern, in denen all das böse überhaupt nicht da war. Also, das stimmt natürlich nicht, aber eben Zeiten, in denen hochkommendes in irrsinniger Geschwindigkeit wieder verdisst wurde. Weil “mir geht es super!!!“ und klar, eigentlich war das nicht gut und auch keine gute oder ungefährliche Zeit, aber ich! sehne mich oft zurück zum nichts wissen und wünsche mir eher stumpf und dumm und naiv durch die Welt latschen zu dürfen….

            Aber voll gut, dass bei euch die Körpererinnerungen nach Zuordnung aufhören! War das schon immer so oder habt ihr euch das erarbeitet?
            Und: habt ihr dann insgesamt eher Zugang zu Erinnerungen und Gefühlen aller anderen? Also, so dass es nur “kleine“ Lücken gibt? Oh, darf ich das überhaupt alles fragen? 🙈

            Gefällt 2 Personen

            1. Liebe vielividuum,
              Grundsätzlich darfst du das natürlich fragen! 🙂 Ob wir das jetzt so richtig beantworten können? …. Hinsichtlich Erinnerungen haben wir schon große „Löcher“ (Lücke erscheint mir zu klein), die sind aber schon viel kleiner geworden. Wir haben aber äußerst selten Zeitverluste im Alltag, was aber nicht bedeutet, dass es Zugang zu Erinnerung und Emotionen ALLER anderen gibt. Es scheint zu den Kleinen massive Wände zu geben?! Da kommt kaum etwas durch.
              Das mit den Körpererinnerungen hatten wir immer, wir hatten es nur lange nicht deuten können und damit umgehen können. Seit wir aber gemerkt haben, dass sie aufhören, sobald wir ernst nehmen, was sie aussagen, oder erkannten dass etwas dahinter steht, sind sie auch ein Gratmesser, eine Leitlinie beim Erinnern und Verarbeiten. Also stimmt beides: sie waren schon immer da und wir haben es uns erarbeitet. 🙂

              Zeiten in denen ich nichts „erinnerte“ waren bei mir auch nicht gut. Es waren Zeiten voll Körperschmerzen, Medikamentenmissbrauch, Gewalt im Alltag, den ich selbst weiter initiierte. …… Es gab hier aber schon den großen Wunsch, dass sich alles in Luft auflöst und ich ein oberflächliches Leben führen kann. Eine völlig uninteressante Biographie, die in in den gesellschaftlichen Mainstream passt. ….. War aber ein Traum, der niemals, selbst mit abspalten nicht erreicht werden konnte. Mittlerweile bin ich sehr froh darüber, denn unser Leben ist trotz viel Schwerem soviel reicher und erfüllter, dass sich der Kampf wahrlich zu lohnen beginnt. 😃
              Wir wünschen dir/euch ganz viel Kraft und möge es viel leichter werden für dich. 🍀🍀🍀🌷🌱🌼
              Alles Liebe
              „Benita“

              Gefällt 3 Personen

  2. Ein „Gefällt mir“ scheint mir bei diesem Beitrag nicht angebracht, daher dachte ich mir, dass ich dir ein paar Worte hinterlasse: Liebe „Benita Wiese“! Ich wünsche Dir viel Kraft um deine Herausforderungen zu meistern und sowieso alles Gute für die nächste Zeit! 🙂 Liebe Grüße, Bernhard

    Gefällt 1 Person

  3. Lass dich gedanklich einfach mal in die Arme nehmen , das ist so schlimm . Hab die Kraft weiter nach vorn zu gehen und die Vergangenheit so gut wie es geht hinter dir zu lassen .
    Ich like dafür das du den Mut hattest dies zu schreiben .
    Liebe Grüße Mona

    Gefällt 2 Personen

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