∑Ich will nicht mehr immer lieb sein …

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© lebendigwerden: Sonnenuntergang Brasilien – Abadiania

… und doch weiß ∑ich, dass es die einzige Art ist in dieser uns fremden Welt akzeptiert zu werden.

Andere versuchen zu verstehen, obwohl wir selbst niemals verstanden werden und sich kaum jemand die Mühe macht es zu versuchen!

Also ich meine, dass wirklich ernsthaft und über Jahre jemand versucht zu erfahren, welche Art Frau wir sind.

Unsere Stärken wahrnehmen möchte, unsere Schwächen verzeihen will und mit uns daran arbeiten will erstere zu kultivieren und letztere zu minimieren. Jenen, die es tun sind wir zutiefst verbunden.

Wir wissen, dass es dafür sehr viel Kraft und Mut benötigt und vermutlich auch Liebe.

Wir haben sie in uns für andere und auch für uns. Auch darum möchten wir nicht mehr immer nur lieb sein, weil es uns unsere Lebenskraft, unsere Lebendigkeit raubt.

Wir möchten so gerne mit mehr Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit leben statt immer nur schaumgebremst mit angezogener Handbremse durch unser Leben schleichen.

Wir möchten die Angst anzuecken und die Angst vor „Strafe“ dafür ∑ICH zu sein so gerne entsorgen. Am besten auf dem Sondermüll, denn sie ist durch und durch toxisch!

Aber ob wir diese Welt so ungebremst ertragen?

Ob wir einen anderen Schutz finden als den uns in uns selbst zu verstecken oder aufzusplittern?

Wir werden daran basteln, ihn entwickeln. Vielleicht gibt’s irgendeinen Weg, den wir erst finden müssen?! Ja, davon sind wir überzeugt! …. Weil es schon so viele Wege gab in unserem Leben, die wir uns niemals vorstellen konnten, dass sie für uns Realität werden könnten.

8 Gedanken zu „∑Ich will nicht mehr immer lieb sein …“

  1. Ich versuche Euch zu verstehen. Aber meine Möglichkeiten sind auf meine persönlichen Eigenheiten beschränkt. Deshalb bitte ich um Nachsicht für mich und all jene, die es vielleicht versuchen mögen, aber nicht aktiv zu einem nächsten Schritt beitragen können.
    Ich erlebe Euch als eine starke und kluge Frau, die weiß, was sie kann und wo ihre Grenzen liegen. Was kann man Euch mehr schenken, als Zeit und Aufmerksamkeit? Gut gemeinte „Übergriffe“ in der Art von „Hast Du schon gelesen…“ und „Musst Du unbedingt probieren…“ kennt Ihr vermutlich zur genüge.
    Ich lese gerne, was Ihr mit uns teilt und versuche zu verstehen, auch wenn ich nicht einmal weiß, was ich fragen könnte oder gar sollte. Jeder Schritt, den Ihr macht ist ein neuer Funken Hoffnung für mich (und hoffentlich viele andere): Wenn ein Mensch mit einer solchen Geschichte es schafft, immer wieder weiter zu kommen – gleich wie schwierig es auch sein mag – dann werde ich es auch schaffen.
    Das Schicksal stellt an jedem von uns eine andere Aufgabe. Und wenn ich meine mit der Euren vergleichen wollte (was eigentlich nicht geht), dann seid Ihr ein Vorbild für mich. Gleich, ob es darum geht, einen Weg zu finden, oder einfach nur sich anzunehmen, wie man nun mal ist…
    Viele liebe Grüße
    🙏💚🤗

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    1. Lieber Ankordanz,
      vielen lieben Dank für deine herzlichen Zeilen. Ich/wir meinten mit diesem Beitrag nicht jene, die diesen Blog lesen und uns NUR über den Blog kennen. Dieser Beitrag war vielmehr an Begegnungen im realen Leben gerichtet. Denn bitte sei nicht böse, aber der Blog ist eine Sache und alle, die uns über ihre Kommentare Trost spenden oder nur über ihr Lesen hier sind, sind uns einerseits enorm wertvoll, aber anderseits fehlt doch hier so viel von uns. Es ist ein Einblick in unser Leben, der nicht mehr ist als ein Wimpernschlag.
      Es geht um Menschen, die einem im Arm halten mögen und es sich gut für uns anfühlt. Menschen, die die unterschiedlichen Seiten von uns im Alltag erleben möchten.
      Jemandes Geschriebenes zu lesen ist viel, aber ehrlich es macht einsam nur diese Kontakte zu haben. Und gäbe es mehr Freundschaften im realen Leben, die wissen wollten wer ich bin und es schätzen würden, vielleicht würde ich den Blog aufgeben, weil er uns zu oft ans Internet bindet, was uns nicht gut tut. Viel lieber würden wir Bücher schreiben statt hier am Blog. ….. Das ist eine Frage der gesellschaftlichen Anerkennung denke ich, die auch mit finanzieller Anerkennung zu tun hat.
      Allerdings freut es uns sehr, dass unser Blog dir Mut geben vermag. Das ist ein enorm großes Lob. Vielen herzlichen Dank dafür. Deine Zeilen machen uns nun etwas nachdenklich.
      Alles Liebe und weiter viel Kraft für deinen Weg. 😊🙏😌💚🍀
      „Benita“

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      1. Ich kann gut nachvollziehen, was Ihr schreibt. Ich kenne die Kraft der Berührung und würde sie mir auch mehr wünschen. Aber dafür braucht es Vertrauen und Freundschaft, und die ist nicht immer so einfach…
        Jeder gibt, was er kann – meiner Erfahrung nach. Die Menschen sind selten wirklich boshaft oder ignorant. Meist haben sie Angst, ohne sich dessen bewusst zu sein, oder sie kennen das richtige bzw. angemessene Verhalten nicht, was gerade bei Menschen mit einer schwierigen Geschichte manchmal auch echt schwierig sein kann. Rückzug und Distanz, physisch, emotional oder auch nur verbal sind meist die Folge. Niemand möchte verletzt werden, und die wenigsten wollen verletzen.
        Für mich ist Freundschaft immer wieder eine Chance zu geben, eine Chance immer wieder einen guten Weg zueinander zu finden. Und das kann richtig schwer sein. Gerade, wenn man schon einiges erlebt hat.
        Viele liebe Grüße
        🙏💚🤗

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        1. Lieber Ankordanz,
          Ich weiß nicht, wie du unseren Beitrag verstanden hast. Wir werden nicht zum Monster verkommen, aber wir wollen einfach nicht mehr soviel Zeit damit verbringen übergriffige Verhaltensweisen anderer unbedingt zu verstehen und uns selbst klein zu machen. Aber genau das tun wir immer wieder. Wir wollen sehr gerne verständnisvoll, empathisch und herzlich sein, aber nicht „lieb“, das ist wie ein Schimpfwort für uns, das gleichgesetzt ist mit: „Halt den Mund und lass dir alles gefallen und widersprich niemals!“ Und genau das wollen wir nicht mehr sein.
          …..
          Das war im Text vielleicht nicht so klar. Ja, aber wir wollten emotional schreiben und nicht intellektuell erklären. Das ist neu für uns, ein emotionales Statement, ohne lange Erklärung und Rechtfertigung weshalb. DAS dürfen wir auch einmal.
          Herzlich
          „Benita“

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          1. Liebe Benita,
            bitte verzeiht die etwas schleppende Kommunikation und das ich erst jetzt antworte.
            Natürlich dürft Ihr auch einmal emotional schreiben, ohne Erklärungen oder Ähnliches. Ich möchte der Letzte sein, der Euch einschränkt – ganz unabhängig davon, dass ich auch kein Recht hätte, sowas zu fordern oder auch nur zu wünschen.
            Auch glaube ich nicht, das Ihr Euch zu einem „Monster“ entwickeln würdet. Dafür habt Ihr zu viel erlebt.
            Ich habe nur ein wenig Angst, dass Ihr nicht verstanden werdet. Aber vielleicht ist das nur eine Projektion meiner eigenen Ängste, weil das eines meiner größten Probleme ist.
            Sollte dies richtig sein, bitte ich auch hierfür nochmals um Entschuldigung. Ich selbst kann es im Moment gerade nicht gut einschätzen.
            Viele liebe Grüße
            🙏💚🌈

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            1. Lieber Ankordanz,
              Ja, das war unser Eindruck, dass es hier um deine Ängste oder sonstigen Herausforderungen von dir geht in deinem letzten Kommentar. ….. Und natürlich werden wir nicht von allen verstanden werden. Aber das werden wir mit allem Erklären, aller Rücksicht und Vorsicht und Kontrolle auch bislang nicht. Das Ziel ist, es nicht persönlich zu nehmen und den eigenen Weg zu gehen und das Unverständnis als das Problem der anderen zu erkennen, wo es das ist. Und wir wissen nicht, wie es gelingen wird. Auch für uns ist es ein hinter uns lassen des größten Verbots unserer Kindheit. Hier passt wieder einer unserer Lieblingssprüche: „Zukunft haben die, die Angst haben und doch handeln.“ Nach diesem Motto, Mal sehen, was kommt!
              Danke für deine Reflexion des Kommentars und deine Antwort, die uns sehr gut tut. Vielleicht hilft unser Weg und wie wir ihn gehen dir auch bei dieser Lebensaufgabe.
              Liebe Grüße und ganz viel Kraft
              🍀🍀🍀💚🙏✨
              „Benita“

              Gefällt 1 Person

  2. Ja, ich bin davon überzeugt, dass Du diesen Weg noch findest… Ich arbeite auch gerade daran stark zu sein und zu uns selber zu stehen…. und mich nicht mehr zu verstecken…. immer mehr ich selber zu werden – egal ob andere das gut finden oder nicht.

    Gefällt 2 Personen

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