Leben mit DIS #27: Was für ein Traum!

Wir träumen sehr selten bewusst. Heute gab es einen dieser seltenen Fälle, bei denen ein Traum so sehr im Bewusstsein blieb, dass wir überlegen mussten, wo die Geschichte herkam. War es aus einem Film gewesen oder irgendetwas Erlebtes gar? Ja, dass wir es selbst erlebt hatten klingt nach der Lektüre des Traum-Inhalts höchst absurd, aber der Gedanke war dennoch da, weil es so nahe war.

Es war in einem Haus in dem ich wohnte, in dem es eine verbotene Türe gab, die ich nicht öffnen sollte. Von wem diese Einschränkung ausgesprochen wurde, war im Traum nicht thematisiert.

Sie dennoch zu öffnen würde Unglück bringen. Nun, eine solche Ankündigung ist dazu gemacht Neugier zu wecken. Also machte ich mich daran, die Türe zu öffnen. Eigentlich war es eine doppelte Türe. Zunächst gab es eine hinter der sich bloß ein sehr kleiner Raum befand, der zur zweiten Türe führte, die fest verschlossen schien. Es war beängstigend, also drehte ich um, schloss die erste Türe wieder und war froh, dass trotz meiner Missachtung des Verbots nichts Schlimmes geschehen war.

Der innere Friede hielt nicht lange an, sodass ich mich nun in Begleitung nochmals zu dieser Türe auf machte. Meine Begleiterin fragte noch ob ich das wirklich will. Ja, klar wollte ich, alles andere zu antworten wäre peinlich gewesen. Flugs hatte ich die erste Türe geöffnet. Hier wusste ich mich ja auf der sicheren Seite. Dann kam die zweite Türe. Ich zitterte und meine Begleitung half nur insofern, als ich nun nicht so einfach davonlaufen wollte. Mit ihrer Angst im Rücken öffnete ich also diese Türe und erschrak, als ein Gespenst an uns vorbei hinausflog, das wie aus einem Comic gezeichnet aussah. Es kicherte, sprach eine Drohung aus, die ich nicht verstand und verschwand. Dann stand ich da, die Begleiterin ebenso mit offenen Mündern. Nein, das konnten wir nicht mehr rückgängig machen. War das der Wunsch? Einfach einmal nachsehen und wieder schließen und alles wäre wie davor?  Hier war der Traum zu ENDE.

Als wir erwachten, war alles verwirrend. Erst später erkannte ich, dass es ein Traum gewesen sein muss. Ein Traum, der so enorm plakativ war, dass es wirklich langweilig war, ihn zu deuten.

In der letzten Therapiestunde kamen erstmals zwei Kinder hervor, die mit der Therapeutin sprachen. Das hatte im System danach viel Unruhe erzeugt. Da gab es eine Drohung, dass derlei nicht sein darf. ….. Nun aber war das Gespenst befreit und ich konnte es nicht mehr weg sperren. Und ja, es macht uns Angst, welche Enthüllungen nun noch zum Vorschein kommen werden.

Das sagt ein Onlineportal zur Traumdeutung über Gespenster im Traum: http://www.traumdeuter.ch/texte/2127.htm

18 Gedanken zu „Leben mit DIS #27: Was für ein Traum!“

  1. Das muß man erst einmal verarbeiten. .. Das Deuten kommt später… Anscheinend ist die Neugier, etwas Verbotenes zu tun, wohl doch sehr stark. Einfach zu gehorchen, widerstrebt solch einem Menschen. Aus dem Gebotenen will er/sie nicht lernen, sondern aus dem Überschreiten dieser Grenze. Und nun steht dieser Mensch da und weiß nicht weiter. Doch die Erfahrung ist wohl auch etwas wert, auch die Überwindung der Angst. Danach sollte man aber stark sein und nicht auf Hilfe von außen hoffen, sondern die Folgen der eigenen Entscheidung auch tragen lernen. So betrachtet, erhält die strenge Erziehung, mit vielen Verboten, auch eine nachträgliche Erklärung, und die früheren schlimmen Erfahrungen werden etwas milder gesehen.

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    1. Das ist deine Ansicht nicht meine/unsere. Unsere grausamen Erfahrungen der Kindheit und nicht strenge, sondern gewalttätige Erziehung werden im Gegenteil nicht milder gesehen, sondern dort eingeordnet, wo sie hingehören. Es kann immer besser zugelassen werden, dass es Verbrechen waren und nichts geringeres.

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  2. Ich vermute jetzt, dass die erwähnte Therapiestunde vor Eurem beschriebenen Traum war. Dann wäre meine Idee, dass die zwei Kinderanteile durch die zwei Türen repräsentiert wurden, die sich niemanden gegenüber mitteilen durften (sinnbildlich: sich nicht öffnen durften), sonst wären sie mit einer Strafe bedroht, die sie inhaltlich nicht verstanden haben. Der drohende Tonfall mit möglicherweise gespielter Freundlichkeit (vielleicht aufgrund Anwesenheit dritter) wurde aber durchaus wahrgenommen und verstanden.
    Nun haben sich diese Anteile offenbart (geöffnet), und so kam auch die schemenhafte Erinnerung an eine mit Freundlichkeit überspielte Drohung hervor.
    Die begleitende Person könnte Eure Therapeutin repräsentieren, die Euch den geschützten Rahmen bietet, diese Türen zu öffnen.
    🍀💚🌈

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  3. Dein Traum erinnert mich aneine griechische Sage. Nämlich die von Pandorras Büchse. Sie besagte, wenn jemand diese öffnete, würde er alle Krankheiten und Probleme freilassen. Natürlich wollte jemand wissen, was in der Büchse ist und öffnete sie. Darauf hin verbreitete sich der Inhalt über die ganze Welt. Aberetwas blieb in der Büchse zurück. Was ? Die Hoffnung. Vielleicht hilft dir dies, deine /eure Angst zu beherrschen. Viele Grüße Christoph

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    1. Danke Christoph, irgendwie klingt das eher bedrohlich, wenn sich gerade die Hoffnung nicht über die Welt verbreitet. Aber ich les mir die Sage Mal durch. Obwohl ich sie kenne, aber ich erinnere sie nicht mehr im Detail.
      LG „Benita“

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  4. Ich halte Träume für sehr wichtig- sie zeigen uns oft was ansteht. Dagegen halte ich von Traumdeutungsbüchern sehr wenig, denn Träume sind absolut individuell. Und Träume haben meist eine Komponente von Lösungen in sich. Eindeutig kommt Deine Angst darin sehr zum Ausdruck. Aber was ich lustig fand, und wichtig, den Hinweis auf dein Kicherndes Gespenst… ich glaube die Drohung, die es kichernd aussprach glaubte es selber nicht… und was mir noch dazu einfiel war, dass Gespenster ja eigentlich längst tot sind….

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    1. Liebe Melina,
      Danke für deine Worte. Wir hatten etwas gebraucht, weil uns dein letzter Satz, dass Gespenster ja längst tot sind, dann doch viel Angst gemacht hat. ….. Ich weiß, dass er beruhigend wirken sollte. So ist das eben mit Triggern. Da gibt’s eine große Angst vor dem längst verstorbenen Vater, die sofort da war. Ja auch im Traum eingeschrieben ist. ….. Natürlich sind Traumdeutungen sehr individuell und können nicht verallgemeinert werden. Da bin ich ganz bei dir. Ich lese allgemeine Deutungen mitunter nachdem ich eine eigene Einschätzung getroffen habe, mit der ich (noch?) nicht ganz im Reinen bin. Mitunter helfen sie noch etwas zuzuordnen. Meist aber sind sie wie das Lesen des Tageshoroskop, völlig unnötig und eher ein Witz als eine Hilfe.

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