Leben mit DIS #40: Selbstaufgabe erkennen tut fast unerträglich weh!

Wenn um zu Überleben nur bleibt sich selbst aufzugeben und in ganz viele Teile aufzusplittern, dann ist es ein Glück, wenn zumindest ein Teil die Erinnerung trägt, wer das ICH eigentlich einmal hatte werden sollen oder wollen.

Wenn dann durch ganz viel Hilfe und noch viel mehr Glück, sich dieses ICH, das weiß, dass sich eine selbst aufgeben musste, Gehör verschaffen kann, dann tut es weh, so außerordentlich weh, dass es scheint es ist nicht zu ertragen.

All die verlorenen Chancen erkennen, sich all diese Gewohnheiten, der täglichen Selbstaufgabe wieder ab zu gewöhnen, das scheint eine viel zu große Herausforderung zu sein, nach 55 Jahren Lebenszeit.

Dann, wenn der Schmerz so überhand nimmt, dass ein Weiterleben angezweifelt wird, ist es wichtig wahrzunehmen, dass das Erkennen der Selbstaufgabe ein Prozess war und ist. Es ist ein Weg, den wir seit Jahrzehnten gehen und das Gerümpel vor der Türe des ICH langsam aber doch stetig immer mehr wegräum(t)en.

In diesem Moment ist es ein Glück zu erkennen, dass das Wegräumen vielleicht zu unserer Lebensaufgabe gehört. Vielleicht gehört ja auch das Zersplittern als Möglichkeit um zu überleben zu unserer Lebensaufgabe?

Jetzt, in diesem Augenblick des nahenden Sieges über einen fast übermächtigen Gegner, der massive Gewalt seit frühester Kindheit heißt, aufzugeben, wäre die wahre Selbstaufgabe. Es wäre ein letztes Aufbäumen der Gewohnheit, die uns stets einschränkte, weil es zuerst nötig war um den Körper und damit das Überleben zu schützen und wir dann nicht sahen, dass es nicht mehr erforderlich ist, sondern zum Gefängnis wurde.

Das Allerschlimmste ist schon lange vergangen. Was wir heute fühlen, in der Erinnerung, sind jene Schmerzen, die wir damals abtrennen mussten. Mit jeder Träne, mit jedem Schmerz der Erkenntnis befreien wir das ICH aus seinem Versteck und lassen es die Luft des heute atmen.

Es sind der Atem der Lebendigkeit und die Luft der Liebe zu sich selbst.

Schau dir „Wie Facebook weltweit Demokratien zerstört | ZDF Magazin Royale“ auf YouTube an

Diesmal müssen wir nicht einmal off topic schreiben, denn es geht zu einem wichtigen Teil auch um Menschenhandel, vor allem Frauenhandel den Facebook zulässt um gut mit verdienen zu können.

Jedoch ist das Gefährdungspotential das von Facebook ausgeht sehr viel größer. Es ist schockierend. Und bitte immer erinnern, auch dein Instagram Account oder die Nachrichten, die du/Sie über WhatsApp austauschst/austauschen unterstützen dieses System der Gewalt und des Hasses. Beides gehört ebenfalls zum Facebook-Konzern. Nutzer:innen, ob als Konsument:innen oder Eigentümer:innen von Accounts werden manipuliert. Aber nicht nur die. Es geht darum, Facebook diese Machtfülle zu nehmen, dadurch, dass man das eigene Konto löscht, oder bzw.  und Druck auf die EU zu machen, den Konzern zu mehr online Sicherheit zu zwingen.

Übrigens, wir haben uns von Anfang an gegen Facebook, aber auch WhatsApp gewehrt. Mit Instagram konnten wir nie etwas anfangen.

Hier geht’s zu der Augen öffnenden Sendung von Jan Böhmermann. Vielen vielen Dank für die Sendung und  Recherche (englische Untertitel sind über YouTube verfügbar):

Darüberhinaus führte Böhmermann ein ca. 30 Minütiges Interview mit der Whistleblowerin zur Strategie mit der Facebook arbeitet und der Gefahr, die von dem Konzern ausgeht. Das Gespräch ist auf Englisch, es gibt auf YouTube aber deutsche Untertitel zum dazu schalten.

Schau dir „Facebook Whistleblowerin Frances Haugen im Talk über die Facebook Papers | ZDF Magazin Royale“ auf YouTube an:

Und ein Video haben wir noch:

Schau dir „Zwingt Facebook in die Knie mit euren Daten | ZDF Magazin Royale“ auf YouTube an:

Wenn die Notwendigkeit politischer Arbeit zunimmt, werden wir noch einen eigenen Blog dafür brauchen. Leider haben wir eher nicht die Kraft zwei Blogs zu füllen, also bitte um Verständnis, dass hier aktuell gesellschaftspolitischer Inhalt publiziert wird. Es ist einfach sehr wichtig. Danke für euer/Ihr Interesse.

Die Taliban – ein Krieg gegen Frauen- und Menschenrechte

Die wunderbare Sandra Norak hat diesen Beitrag geschrieben, den wir sehr gerne verbreiten mögen. Wir werden auch die Petitionen unterzeichnen.

Nachdem unserem Kanzler Nichts besseres einfällt, als kategorisch auszuschließen Leute, ja auch keine verfolgten Frauen, aufzunehmen. Es ist nur erschütternd, wie kaltherzig unser Regierungschef ist.

Bitte helft auch mit, wo ihr könnt.

Vielen lieben Dank. 🍀

Es ist eine schreckliche Situation in Afghanistan. Ich bin gerade vom Schreibtisch aus in Fälle verwickelt, in denen versucht wird, Frauen aus Afghanistan, aus Kabul, rauszukriegen. Entweder schaffen es die Menschen gerade nicht zum Flughafen nach Kabul oder sie stehen (noch) nicht auf der Liste oder sie schaffen es zum Flughafen, aber wegen dem Massen-Chaos […]

Die Taliban – ein Krieg gegen Frauen- und Menschenrechte

Geteilt: „Nuttig werde ich ja wohl noch sagen dürfen!“ Ein Denkanstoß für Männer, die das immer noch glauben.

Wir lesen Blogbeiträge von über einer Woche nach. Zu diesem Zeitpunkt hatte unser Handy nämlich endgültig beschlossen sich nicht mehr aufladen zu lassen und das Ersatzgerät hat uns altersbedingt keinen Zugriff auf die WordPress-App ermöglicht.

Wie abhängig wir schon von dieser Technologie des Smartphones geworden sind ist erschreckend. ….. Am Laptop ist es uns meist zu mühsam die abonnierten Blogs zu lesen.

Mit Stolz verkünden wir also den Defekt selbst repariert zu haben, mittels Videoanleitung aus dem Netz und ebendort bestellter Ersatzteile.

Beim Nachlesen sind wir nun auf den Blogbeitrag von Laura Städtler auf ihrem Blog in(-)social life gestoßen, der uns aus der Seele spricht. Angesichts der hohen Anzahl an Frauenmorden auch in diesem Jahr und sonstiger ungustiöser Äußerungen von Männern, die sich für besonders wichtig halten, tut es gut so klare Worte zu lesen. Und weil wir es wohl kaum besser ausdrücken könnten, teilen wir ihre Gedanken dazu sehr gerne.

https://wp.me/paTIkW-oj

One billion rising 2021 – Live auf YouTube

Dieses Jahr ist ONE Billion Rising Austria 2021 Online. Auf YouTube ist es möglich dabei zu sein. Es hat schon begonnen. Bis 19h gibt’s Programm.

Für ein Ende der Gewalt an Frauen und Mädchen! Viel Kraft und Liebe und Lebendigkeit für alle Frauen und Mädchen und alle Menschen, die sie unterstützen.

Der Beitrag wird aufgezeichnet und ist auch im Nachhinein anzusehen.

Ergänzung:

Kunst – Stream – After – Party 18h – 19h

Geteilt: Warum wir oftmals weder Empathie noch Hilfe bekommen – Traumaheilung

Hier ein ganz wichtiger Beitrag von Dami Charf den wir sehr gerne teilen möchten. Das ist im Grunde DIE alltägliche Erfahrung in unserem Leben seit Jahrzehnten. Solange wir NICHT darüber sprechen, was wir erlebten, wie es uns geht, sind Menschen in unserem Leben. Wenn wir aber „gesehen werden“ als Voraussetzung für eine Freundschaft festlegen, wären bzw. sind wir sehr einsam, weil dann selbst wenige, die bleiben obwohl sie von der Gewalt hören wegfallen müssten?!

Allerdings wissen auch wir, dass wir mitunter nicht hinhören können und abweisend reagieren, wenn eine Erzählung von einem Schicksal uns zu nahe geht.

Und bitte, vor allem jene Freundinnen, die hier lesen sind nicht gemeint, weil sie sich tatsächlich versuchen einzulassen.

Dami Charf sagt, dass Kinder, die sexualisierte Gewalt erlebten noch vor wenigen Jahren zumindest ca. 7 Leute ansprechen mussten, um Hilfe zu erhalten. In den 1970ern und frühen 1980ern war es nahezu unmöglich Hilfe zu erhalten. Vielleicht ist es diese Erfahrung, dass wir alleine gelassen wurden, die hier noch so tief in uns steckt. Dieser abgrundtiefe Schmerz auch außerhalb dieser gefährlichen Familie keine Rettung zu erhalten.

Hier der Text und das Video von Dami Charf:

https://traumaheilung.de/warum-wir-keine-hilfe-bekommen/

Das macht mir/uns Mut …..

….. wir hoffen auf mehr Sichtbarkeit und einen Abbau von Tabu und Diskriminierung aufgrund von psychischer Erkrankung.

Das wird nicht heute und nicht morgen umgesetzt werden können, aber wie Frau Beate Wimmer-Puchinger sagte, es ist das erste Mal, dass im Gesundheitsministerium das Augenmerk überhaupt auf einen Abbau dieses Tabus gesetzt wird!

https://tvthek.orf.at/profile/Pressekonferenz-Psychische-Gesundheit-und-Auswirkungen-durch-Corona/13891855/Pressekonferenz-Psychische-Gesundheit-und-Auswirkungen-durch-Corona/14057163

Schau dir „Dissoziative Identitätsstörung: Interview mit Psychotherapeutin Michaela Huber“ auf YouTube an

Es tut sich so viel in unserem Leben, dass wir aktuell nicht wissen, wie und was wir hier am Blog schreiben wollen.

Haben aber soeben dieses Interview mit Michaela Huber zu DIS gesehen und möchten es gerne teilen. ….. Falls du selbst DIS hast mag ich ausnahmsweise einmal wieder eine Triggerwarnung geben, denn es gibt eine längere Sequenz ab ca. 20 min., wo Fr. Huber schon sehr deutlich wird mit Beispielen. Da wollten wir fast aufhören es anzusehen.

Also passt bitte auf euch auf.

Bis hoffentlich demnächst und ich fast fertig gestellte Beiträge vervollständigen und veröffentlichen kann. Sagen können wir derzeit leider nicht, wie lange es dauern wird.

Wir ersuchen euch uns dennoch treu zu bleiben.

Alles Gute allen meinen/unseren lieben Leser*inne*n. 🍀🍀🍀🌻💚

Die Gesellschaft verroht!

Danke liebe Lunis für diesen Beitrag, den ich sehr wichtig finde und gerne teile.

Ich weiß, zwar, dass Selbstverletzung in der Kunst z.B. bei Marina Abramovic oder auch Valie Export und anderen immer wieder auch seinen Platz hat, um der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten, hier sehe ich/wir aber keine Kunst. Hier scheint es eher um Brot und Spiele zu gehen. Wie im antiken Rom wird der Bevölkerung eine Möglichkeit geboten, aufgestaute Aggressionen zu kanalisieren und dadurch nicht gegen die Regierenden und reales Unrecht aufzubegehren. Die Gladiatorenspiele unserer Zeit sind widerliche Darstellungen zwischen Größenwahn und Empathielosigkeit.

Myriade hat mich hingewiesen, dass nicht klar ist, dass das verlinkte Video von Joko und Klaas NICHT die beanstandete Show ist! Daher möchten wir kurz das eingebettete Video beschreiben:

Hier kommen Menschen zu Wort, die sich in unterschiedlichen Gebieten zivilgesellschaftlich engagieren. Es dauert ca. 15 Min. und zeigt unseres Erachtens, was Mut und Stärke tatsächlich sind. Solche Personen ins Rampenlicht zu stellen, davon wünschen wir uns definitiv mehr.

Zurück in „meinem“ Leben?!

 

 

Ein Loch in der Wand und eine renovierungsbedürftige Wohnung sind geblieben von dem Ort, den meine Großtante 45 Jahre bewohnte.

Anfang Februar habe ich die Wohnung an die Hausverwaltung zurück gegeben. Seit dieser Zeit versuche ich langsam wieder Fuß zu fassen in ∑meinem Leben, obwohl es weiterging wie zuvor, war doch vieles anders geworden.

Einen Monat, höchstens zwei dachten wir würde uns die Verlassenschaft unserer Großtante in Anspruch nehmen. Daraus geworden sind dann über ein halbes Jahr Arbeit, die uns zum Teil weder Zeit noch Kraft für anderes ließ. Und noch sind wir nicht ganz fertig. Ein halbes Jahr in dem wir unsere Mutter mitunter einmal wöchentlich gesehen haben, was eine Ausnahmesituation für uns darstellte. Der Kontakt zu unserer Mutter ist im Normalfall auf ein Treffen jährlich beschränkt, was gut für uns war. Es galt ihre Angriffe zurück zu weisen, was uns gut gelungen ist. Und als das Thema Gewalt in der Kindheit als Gesprächsthema endlich ausgespart wurde, weil ich sonst den Kontakt nicht halten hätte können, war es sogar ein brauchbares Arbeitsklima. Ja, ein Arbeitsklima und nicht mehr, aber zumindest dieses. Die Aussicht Geld für ∑meine neue Wohnung zu erwirtschaften gab uns viel Kraft.

Es kamen irgendwo auch Innenwesen hervor, die Mama ganz gern haben, was für alle anderen belastend war. Wie auch immer, wir haben etwas geleistet, das uns viel Selbstvertrauen gab. Selbstvertrauen, das enorm gelitten hat, seit wir in Berufsunfähigkeitspension sind. Es war eine Zeit, die anstrengend und stressig war, in der wir meist über unsere Grenzen gingen, aber es war auch fast Urlaub von uns selbst. In Therapie ging es meist um Stabilisierung, um die Aufgaben so gut es ging zu bewältigen. Traumatherapie hatte hier keinen Platz. Das war eine große Belastung und zugleich erholsam. Ein halbes Jahr in der Gegenwart leben und nicht in der Vergangenheit herumstochern hat etwas sehr erdendes. Obwohl dies auch nicht stimmt. Mit den Habseligkeiten der verstorbenen Großtante konfrontiert, kam es ebenso zu einer Konfrontation mit der Vergangenheit. Es kam zur Auseinandersetzung mit der Frage, weshalb hat sie uns nicht geholfen, wo war sie und letztlich zu einer Versöhnung mit ihr.

Es tat einfach gut gebraucht zu werden. Es war eine Zeit, in der ich tatsächlich Anerkennung in meiner Familie erlebte, was für uns einem Wunder gleichkommt. Unsere Mutter wusste, dass sie es nicht geschafft hätte, diese Verlassenschaft abzuwickeln. Ich habe ihr dieses Erbe ermöglicht. Wer war bzw. ist dieses ICH, die dies mitunter souverän erledigt hat?

Da war ein Innenwesen, das uns fremd war? Oder doch nicht? War sie es, die früher berufstätig war? Tatsache ist auch, dass wir uns derzeit gespaltener erleben als vor dieser Tätigkeit. Vielleicht weil Innenwesen, die in den Tiefen des Körpers schlummerten aktiv werden mussten? Gibt es welche, die in unserem von Therapie und Selbstbespiegelung geprägten Alltag keinerlei Aufgaben haben, oder denken keine Aufgaben zu haben? Wollen sie von diesem erforschen der Seele einfach nichts wissen?

Während dieser Phase der Räumung hatte unser Leben einen Sinn. Es war so einfach allen unsere Erschöpfung zu erklären und wir konnten einfach darüber sprechen was wir täglich erlebten. Wir waren Teil einer Gesellschaft zu der wir sonst wenig Zugang haben. Jetzt haben wir wieder einen Job, der psychisch um so vieles anstrengender ist, als jener eine Verlassenschaft abzuwickeln, vor allem deshalb, weil unsere Therapie-Arbeit meist nicht geschätzt oder verstanden wird. Und wir leben wieder in größerer Isolation. Wie unser Alltag aussieht, kann nur mit Vorsicht vermittelt werden.

Dass wir diese Verlassenschaft jedoch abwickelten und die Traumafolgen dieses halbe Jahr verdrängen mussten und wieviel Anstrengung das kostete, konnten wir auch nur wenigen ausgewählten Personen erklären. Diese besonderen Freund*innen und die Therapie waren es auch, die uns halfen diesen Job zufriedenstellend zu erledigen. Dafür bin ich ihnen von Herzen dankbar.

∑Mein Leben geht so sehr bergauf. Wir haben schon viel erreicht.

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