Dami Charfs Onlinekongress „Trauma & Beziehung“

Onlinekongress 2021 – Trauma und Beziehung Tag 1

Wir haben gerade gemerkt, dass dieser Link nicht mehr geht.

Hier geht’s zur Startseite: https://traumaheilung.de/start/

Dort ist es auch noch möglich sich anzumelden.

Der Kongress dauert von 22. – 26. Februar 2021

Dieser höchst interessante Onlinekongress hat am Montag begonnen und wir haben bislang drei von vier Interviews des ersten Tages gehört und sie waren alle so berührend oder auch erklärend, dass wir sie gerne öfters hören wollen. Leider sind die Gespräche nur 24h gratis online zu hören. Allerdings ist es nicht so teuer einen Mitschnitt zu kaufen.

Wir sind so begeistert!!!!

Einer der Interviewpartner, der immer wieder zu hören ist zum Thema Dissoziation ist Johannes B. Schmidt. Er spricht auch über komplexe Dissoziation bzw. DIS mit einem außerordentlichen Verständnis und einem Gefühl von Nähe, die einfach gut tun.

Außer ihm waren am ersten Tag Diana Sterzig – über die Prägung des eigenen Lebens bereits als Baby, Katia Saalfrank – über Trauma und Elternschaft und Sigrid Plate – zu prä- und perineutralem Trauma bzw. wie ein gutes „Willkommen“ in dieser Welt funktionieren kann, im Gespräch mit Dami Charf.

Vielleicht hilft es zu wissen, wer am ersten Tag gesprochen hat auch wenn die Gespräche leider nur mehr bis Dienstag 6h früh gratis zu hören sind.

Vielleicht mag jemand hineinhören.

Alles Liebe und Gute für alle, die auf unserem Blog lesen! Danke für eure Geduld, dass wir gerade wenig schreiben können. 💖🍀🎋

One billion rising 2021 – Live auf YouTube

Dieses Jahr ist ONE Billion Rising Austria 2021 Online. Auf YouTube ist es möglich dabei zu sein. Es hat schon begonnen. Bis 19h gibt’s Programm.

Für ein Ende der Gewalt an Frauen und Mädchen! Viel Kraft und Liebe und Lebendigkeit für alle Frauen und Mädchen und alle Menschen, die sie unterstützen.

Der Beitrag wird aufgezeichnet und ist auch im Nachhinein anzusehen.

Ergänzung:

Kunst – Stream – After – Party 18h – 19h

Sicher machen wir auch Fehler, wie alle …..

Gestern wurden wir hier am Blog  als „Arschloch“ beschimpft und als unterschwellig aggressiv, sowie besserwisserisch bezeichnet. Und der Kraftausdruck gegen uns wurde als authentisch und gerechtfertigt begründet.

Und es ging auch noch weiter. Ja, besserwisserisch kann sein, aber als Reaktion auf den letzten Beitrag?

Vielmehr hatten wir den Kommentar als untergriffig empfunden und haben durchaus mit einer gewissen Ironie reagiert.

Aber all dies ist egal, weil es hier niemand nachvollziehen kann. Wir haben den kurzen Dialog und weitere nachfolgende Kommentare gelöscht und den betreffenden Blog blockiert und wollen hier auch Nichts davon zitieren, schließlich könnten wir uns sogar rechtlich dagegen wehren, was nicht dafür steht. Pikanter Weise wurde uns eine Anzeige angedroht als wir meinten weitere beleidigende Kommentare zu löschen. Täter-Opfer-Umkehr? Wer weiß? Tun wir uns leid, dass wir das erlebt haben? Schon irgendwie. Warum eigentlich? Geben wir dem Kommentar dann nicht zuviel Bedeutung?

Die Frage, wie mit solchen Kommentaren umzugehen ist bleibt. Und nachdem wir das Gefühl haben uns aktuell noch mehr zu öffnen, weil wir zu „uns“ stehen wollen, aufrecht, sind wir angreifbarer als wir es in unserem Kokon des selbst-Betrugs waren. Die Überlebensstrategie sich zu verstecken bot vielleicht wenig Angriffsfläche, machte keine Lust auf Kampf? Denn in den mittlerweile fünf Jahren, die wir diesen Blog führen, kam ein solcher Wutausbruch eines Lesers in einer Kommentar-Suada noch niemals vor.

Das liegt bestimmt an den vielen wundervollen Leser*innen die wir haben. Das meinen wir sehr ernst. Danke dass es euch gibt, wir durften so viel mit und von euch lernen und auch mit eurer Hilfe heilen.

Dennoch ist es erstaunlich, dass es bisher keinen solchen Vorfall gab, da das Thema doch generell polarisiert und manche sich durchaus belästigt fühlen. Dafür, dass wir bislang verschont geblieben sind von dergleichen, sind wir sehr dankbar und glücklich.

Dabei wissen wir, dass unsere Art nicht bei allen gut ankommt. Das ist ja in Ordnung. So ist das Leben. Wir werden lernen müssen damit zu leben, dass man die „Benita“ nicht lieb haben muss.

„Die „Benita“ muss man lieb haben!“, sagte vor ca. 30 Jahren eine Bekannte zu uns und wir fühlten uns nicht geschmeichelt sondern nicht gesehen und verkannt, sogar gekränkt.

Es war für uns eine Bankrotterklärung, eine Bloßstellung dessen, was wir versuchten zu verbergen, nämlich dass wir Angst vor Menschen haben. So große Angst, dass wir uns verstecken und nicht widersprechen wagen oder gar eine eigene Meinung gegen Widerstand vertreten versuchen. Unser Sanftmut war oft einfach Angst und die Wut gärte innerlich. Mitunter loderte und lodert auch der Zorn innerlich lichterloh. Vor allem der Zorn auf die Täter. Mittlerweile hat sich aber Vieles geändert und wir wissen, dass es wichtig ist geeignete Worte zu finden, damit Kritik beim Gegenüber ankommen kann und Kontakt möglich bleibt. Wir können Trigger immer besser von aktuellen Angriffen unterscheiden. Das bedingt die ständige Kontrolle der Emotionen. Ist das immer gut, oder ist es einfach auch ein sich Erheben über andere?

Was bedeutet es aufrecht zu sich/uns zu stehen? Wir sind dabei es zu lernen. Gefühlsmäßig sind wir am richtigen Weg, auch wenn er Angst macht, aber wer weiß, ob und wie es uns möglich ist hier offen zu schreiben, ohne unser Versteck?

Wir wollen Ecken und Kanten haben und dennoch bzw. damit oder vielleicht sogar dafür gemocht werden. Ob uns das gelingen kann? Ist es nicht das was ein würdevolles Leben ausmacht? Oder wünschen wir uns zu viel, oder das Falsche?

Wir haben uns verändert ….

….. Und das ist gut!

Als Jugendliche hatten wir uns zum Ziel gesetzt, dass niemals jemand die oder der nicht an der Gewalt unserer Kindheit Schuld trägt, an den Folgen leiden sollte.

Ein hehres Ziel. Ein uneinlösbares Vorhaben. Ein Auftrag, der sich nur gegen mich/uns richtete. Denn um ihn umzusetzen hieß es unsere Bedürfnisse immer hinter jene der anderen zu stellen, mehr noch, sie zu verleugnen. Sobald wir jemanden mit unseren Bedürfnissen einem gewissen Druck aussetzen und die Person daraufhin mit Abweisung reagiert und sei sie noch so gering, zogen wir uns zurück, gaben uns die Schuld, wiesen uns den Fehler zu und blieben einsam in uns. Vor allem aber blieben wir in jenem Verhaltensmuster und Auftrag gefangen, den uns die Eltern aufgetragen hatten.

Wir sollten KEINE Bedürfnisse haben, die über Nahrungsaufnahme hinaus gingen. Aber auch die wurde von den Eltern bestimmt. Wann, was, wie viel. Schlaf war auch ein variables Bedürfnis, keines, das wir selbst bestimmen durften. Da wurden wir beispielsweise als Kleinkind mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen, weil wir den Vater begrüßen mussten, der von einer Geschäftsreise heim kam. Das war eine Erzählung für die sich die Eltern brüsteten. Darauf waren sie stolz, dass wir mitten in der Nacht mit den Eltern die mitgebrachten Froschschenkel gerne verspeist haben. Welche Wahl hatten wir denn gehabt? Keine! Essen verweigern war verboten. Überhaupt war es verboten sich den Eltern zu widersetzen. Und der Vater war derart jähzornig, dass unser Widerstand tatsächlich lebensgefährlich gewesen wäre. Das haben wir bereits als Baby erfahren, als er uns fast tötete, weil wir zu laut weinten. Das war damals natürlich kein Widerstand, sondern die für ein Baby übliche einzig zur Verfügung stehende Möglichkeit, die eigenen Bedürfnisse kund zu tun und auf Hilfe zu hoffen. Eine Erfahrung, die wir ganz unüblich für dieses Alter, nie vergessen hatten, auch wenn sie verschlüsselt über einen Alptraum im Gedächtnis verblieb. Dieser Traum, dass Hände aus der Wand kommen und uns würgen quälte uns unsere gesamte Kindheit, Jugend und noch Jahrzehnte als erwachsene Frau. Er ging erst nach ganz vielen Jahren Therapie, Jahrzehnte später weg, als uns bewusst wurde, dass es eine Erinnerung an dieses frühe Nahtoderlebnis war und eben kein Traum.

Menschen, die einander nahe stehen verletzen einander, so ist das Leben. Das ist der Weg sich zu entwickeln, mit einander und von einander zu lernen. Wir reiben uns an einander und kommen darüber zu Erkenntnissen über uns selbst. Das Anderssein des Gegenübers unterdrücken zu wollen, bedeutet sich psychisch nicht entwickeln zu wollen. Da dieses Hinsehen auf eigene Baustellen und Fehler über den Spiegel der anderen mitunter sehr schmerzhaft ist, ist eine erste Ablehnung als Reflex verständlich. In diesem Reflex stecken bleiben ist ein sich aufgeben und sterben während man noch lebt. Unsere Eltern wollten genau dies, unser anders-sein unterdrücken, weil sie den Spiegel nicht ertragen wollten, in den sie sehen hätten müssen.

Und genau dies ist die für uns so wertvolle Erkenntnis. Wir selbst spielten dieses Überlebensmuster aus der Kindheit weiter und unterwarfen uns, um andere nicht zu „belästigen“ und brachten uns so selbst um unser Leben und auch um die Nähe mit anderen Menschen, die uns wohlgesonnen sind. Wir versteckten uns als Überlebensmuster, das uns das Leben bzw. die Lebendigkeit verboten hat, den Körper jedoch am Leben erhielt. Eine kluge, intuitive Entscheidung als Kind, wo es keinen anderen Ausweg gab. Eine fatale Angewohnheit und Überzeugung als Erwachsene.

Dies zu erkennen hat uns nun über Wochen extreme zum Teil physisch wahrnehmbare Schmerzen bereitet. Noch nie fühlten wir in dem Ausmaß, wie es uns fast das Herz herausreißt, dies einzugestehen, hinzusehen.

Es ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis unseres Lebens.

Zu sich selbst zu stehen gegen den Widerstand anderer Menschen ist allerdings eine Herausforderung, die wir noch üben müssen. Leicht ist das nicht. Und es geht einmal besser und dann wieder schlechter, denn abspalten oder switchen ist ein derart gut eintrainierter Automatismus geworden, den zu unterbrechen wir wohl immer und immer wieder beginnen müssen. Wir sind aber überzeugt, dass es einfacher wird mit jedem gelungenen Mal.


Dieser Text ist einer von mehreren, der in den letzten Wochen halbfertig als Entwurf auf Fertigstellung wartete. Heute ist es so weit. 🙂

Alle Jahre wieder ….

Friedlich? Das wäre schön!

Gestern war die Panik so stark wie lange nicht.

Das schreiben wir selten, weil Trigger nicht vorhersehbar sind, aber bitte passt auf euch auf beim Lesen.

Der 24.12. ist jedes Jahr ein tiefer Schmerz. So tief, dass wir schon Wochen davor abspalten um ihn nicht zu fühlen, um den gesamten Advent nicht zu fühlen.  Meist bis nach dem 6.1. Das Ende der Weihnachtsferien (in normalen Jahren). „Die schönste Zeit des Jahres!“, hören wir in Radio, TV, Werbeberieselung beim Einkaufen der notwendigen Lebensmittel. Unerträglich und es ist schwierig nicht durchgehend zu weinen.

Darum gibt’s die Innenwesen, die von Mitte November bis 6.1. unser Leben übernehmen. Mitlächeln oder zumindest die Fassade aufrecht erhalten und es schaffen nicht zusammen zu brechen. Da bekommen wir, die das restliche Jahr leben, nichts mit. Das macht die Zeit überlebbar, das war uns aber bisher nicht bewusst.

Heuer haben wir die Zeit wahrgenommen. Wir sind hier geblieben. Ich kann nicht sagen, wo die für Weihnachten Zuständigen dieses Jahr waren oder sind. Sie waren auch in den letzten Jahren bereits schwächer geworden. Dennoch ist es heuer nochmals anders. So Vieles ändert sich gerade, dass wir es ganz schwer in Worte fassen können und daher im letzten Monat auch hier am Blog stumm geworden sind.

Dafür haben wir viel geweint. Auch heute bzw. gestern. Mit extremer Panik und Kopfweh sind wir am 24.12. erwacht. Und beides ließ sich nicht abschütteln, nicht verdrängen. Wir konnten uns nicht ablenken.

Schließlich haben wir es gewagt, uns unter das Kristallbett zu legen. Im Grunde ist es eine Form der Meditation, eine Art hinzusehen, wo es wehtut. Das braucht Mut mitunter. Gestern war es eine Überwindung, obwohl wir wissen, dass es uns besser geht, wenn wir die in uns schlummernde Wahrheit zulassen wahrzunehmen.

Kaum hatten wir uns hingelegt, kamen Tränen und die Herzschmerzen, die uns seit zwei bis drei Wochen nun immer wieder begleiten wurden von ihnen abgelöst.

Und dann kam die Erinnerung, die uns nur vage bekannt war, sehr vage. Mehr im Kopf war diese Erinnerung bewusst, aber nicht fühlbar, weil es zu entsetzlich ist, es zu ertragen. ….

Die Vergewaltigung wurde fühlbar, die Vergewaltigung-en damals. Es war im Advent, aber auch am 24.? Nein, klar kam es auch gestern nicht zutage. Nur wer wohl beteiligt war?!! Es war nicht der Vater alleine. Wir waren eher ein “Weihnachts-Präsent“ für andere. Wobei der Vater wohl Geld dafür bekommen hat. Und wir waren sehr jung, noch kein Schulkind. Eher gerade im Kindergarten-Alter. Aber in den Kindergarten durften wir ja nicht gehen. Das ist logisch, die Gewalt wäre aufgefallen. Wir waren zu jung zum funktionieren, waren noch nicht genug „abgerichtet“.

Es geht nur mit wenig Gefühlsbeteiligung dies niederzuschreiben. Es ist zu unfassbar. Jetzt kommen doch Tränen.

Die Wunde ist tief, sehr tief. Wie können Erwachsene so etwas tun? Wie? Ich weiß, dass wir uns das nicht einbilden, aber es ist so absurd grausam, dass es schwierig ist, dies als Tatsache zu akzeptieren. Es WAR (in diesem Fall passt die Bedeutung von Krieg im Englischen gut in den Satz.).  Ein Krieg gegen uns ist es gewesen, ein Überfall eines übermächtigen Gegners.

Weihnachten, die friedlichste Zeit des Jahres? Das wäre schön. Uns kommt das Speiben, wenn wir daran denken, wie diese Erlebnisse neben Weihnachtsliedern, Lamettabaum und Bescherung seinen Platz hatte.

Dennoch sind wir dankbar für das Geschenk des Erinnerns, für das Durchbrechen der Mauer der Verdrängung. Es ist ein Teil unseres Lebens, den wir uns zurückerobern. Das Weihnachtsgeschenk der anderen Art. Da es nun einmal war, unsere Wahrheit ist, ist es vielleicht eines der kostbarsten Geschenke überhaupt, das wir uns schenken können.

Leben mit DIS#31: I C H???

Seit einigen Wochen fehlen uns die Worte. Im Grunde seit Anfang bzw. Mitte September. Oder doch schon davor?

Die Frage, ob es in Ordnung ist uns als UNS zu bezeichnen oder eben nicht beschäftigt uns nahezu täglich. Je nach freier Zeit und Gefühlslage mehrere Stunden am Tag oder kürzer.

Freilich wissen wir, dass dieses Leben mit mehreren Innenwesen eine Kopfgeburt ist die aus der Not entstanden ist. Das menschliche Gehirn bietet offensichtlich so viele Möglichkeiten sich zu strukturieren und in lebensgefährdeten Situationen eine Lösung zu bieten, die ein Weiterleben ermöglicht.

Es ist die Verunsicherung, die wir in den anderen auslösen, wenn wir uns als WIR bezeichnen und ebendiese Mehrzahl von Freund*innen erbitten, die uns doch sehr stresst.

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Offtopic oder auch nicht? Gegen Gewalt! „Leg die Waffen weg und setz dich her zu mir“: Irmgard P. erinnert sich an eines der Opfer des Terroranschlags von Wien – ihre Schwester – Kommentare der anderen – der Standard

Nochmals zum Anschlag in Wien vergangenen Montag und warum die gehypte Reaktion „Schleich di, Oaschloch“ KEINE Antwort auf das Geschehene ist und zumindest einem Todesopfer überhaupt nicht gerecht wird!

Ein wichtiger Aufruf den Blick darauf zu richten, was meist junge Menschen die auch in Österreich geboren sind dazu bringt sich zu radikalisieren. Es gilt sich damit zu befassen, warum sie keine Zukunft für sich in diesem Land sehen und ihre Verzweiflung in Wut und Aggression umschlägt.

Die trotzige Antwort der politischen Verantwortlichen: „Das lassen wir uns nicht gefallen!“ ist so daneben, weil sie das Problem weiter leugnet! Härte ohne Liebe kann niemals das Ziel sein!!!

Hier der berührende Nachruf der Schwester eines Todesopfers:

https://www.derstandard.at/story/2000121476639/leg-die-waffen-weg-und-setz-dich-her-zu-mir

Bitte lasst uns mit mehr Liebe auf solche Gewalttaten antworten! Mit Klarheit, dass Gewalt kein Weg ist, aber auch mit Liebe und Geduld und Bereitschaft einen Weg zu finden. Und das durchaus ohne naiv zu sein.

R. i. P. allen, die so aus dem Leben gerissen wurden. Ganz viel Kraft den Verletzten und all jenen, die diese traumatische Erfahrung nun verarbeiten müssen.

💐🎶🎵☮️🕯️💖🍀🕯️

Der „Fels in der Brandung“

Wir wissen, dass der Titel irritiert. Kein Fels sondern ein moosbewachsener Stein, kein Wellengang sondern ein Mini-mini-Wasserfall sind die „Protagonisten“ dieses kurzen Videos. Angeregt vom Kommentar-Austausch mit  Myriade kommt es hier als Ergänzung zum Bild des letzten Beitrags. 😀

Der „Fels in der Brandung“ im Mini Wasserfall – Baden bei Wien

Leben mit DIS #28a: Die Frage nach dem „ich“ oder „wir“, dem „du“ oder „ihr“!

Gestern war es wieder einmal soweit, dass wir uns enorm unwohl fühlten, weil wir in einem Mail an die Baugruppe, also an jene Menschen mit denen wir kurz- bis mittelfristig nahe beisammen leben werden mit „ich“ über uns schrieben. Wir verleugnen uns, um uns zu schützen?! Früher oder später werden wir uns als DIS outen müssen, wenn wir uns wohl fühlen wollen und uns nicht in dieser Gruppe ständig verstecken wollen. Ganz oft fühlt sich das WIR einfach richtiger an als ein ICH. Ein ICH bedeutet ja auch etwas anderes. Es bedeutet nicht ∑ICH. Das ist wieder etwas anderes. Aber wie erkläre ich ein ICH ALS SUMME VIELER ICHS, die sich gerade einmal recht nahe sind, was aber oft nicht der Fall ist. Und ein ∑ICH bedeutet keinesfalls, dass in diesem Moment kein vereinzeltes ICH mehr im Körper herumschwirrt, das von alledem nichts mitbekommt. Ein komplettes Co-Bewusstsein aller Innenwesen und ein so nahe zusammenstehen, dass alle, wirklich alle zu einem ICH gerinnen kennen wir (noch?) nicht. Manchmal ist sich jedoch die Gruppe der Alltagspersönlichkeiten näher und ein anderes Mal wieder so fremd dass ein ∑ICH für diese Gruppe auch unmöglich erscheint. Und dennoch lassen wir es zu, von uns nahen Menschen als DU angesprochen zu werden.

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Verkaufsgespräch mit musikalischem Ausklang

Unsere Zahnärztin möchte uns eine Brücke verkaufen. Das versucht sie schon seit ungefähr drei Jahren. Wir wissen aber nicht, ob wir das wollen. Eigentlich wollen wir nicht, aber die Alternativen sind leider auch nicht überzeugend. Zahnlücke, die wie sie sagt für das Gebiss nicht von Vorteil ist oder noch viel schlimmer: Teilprothese – grässlicher Gedanke und unvorstellbar.

Nun haben wir also bereits den zweiten Kostenvoranschlag innerhalb dieser drei Jahre für ihre Arbeit an unserem Gebiss daheim und können uns nicht entschließen. Die Panik war und ist groß. Ein nicht zu uns gehörendes Teil in unserem Mund zu haben ist ein riesiger Trigger. Günstig ist so eine Brücke auch nicht. Wir müssen uns also ganz sicher sein, dass wir das wollen und können, um zu vermeiden, dass wir danach in solche Panikreaktionen geraten, dass sie die Brücke wieder herausnehmen muss. Und was dann? Viel Geld in den Müll geworfen und Zähne beschliffen. Als wir das erkannt hatten, haben wir einen Beratungstermin mit der Ärztin vereinbart, den wir gestern hinter uns gebracht haben. Klar war, dass nichts körperlich schmerzhaftes geschehen wird, dennoch war die Panik riesig.

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