Resilienz – Ö1 Radiokolleg

Heute gebe ich einen Hinweis auf interessante Folgen des Radiokollegs.

Diese Woche gab es von 15.5 – 18.5. Sendungen zum Thema Resilienz – wie kann Widerstand gegen psychischen Stress evtl. auch wieder erlernt werden, wenn sie als Kind durch unterschiedlichste widrige Umstände nicht erworben werden konnte.

Die Sendereihe ist noch jeweils 7 Tage nachzuhören. Der erste Teil ist also noch bis Montag 9h vormittag bzw. als Wiederholung abends bis 22h anzuhören usf. für alle weiteren Teile Dienstag bis Donnerstag.

Hier geht es zur Ö1 – Homepage zum 1. Teil

Gummiringerl auf einer Hand
ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Hier die Begleittexte zur Sendereihe, die sich leider etwas wiederholen, dennoch auch andere Aspekte anreißen, sowie weiterführende Literatur und Links:

Daran wachsen -Resilienz

Jeder zehnte Mitteleuropäer erkrankt an psychischen Störungen. Jeder zweite fühlt sich gestresst. Der Preis für unsere globalisierte Gesellschaft ist hoch. Die Arbeitsausfälle durch psychische Erkrankungen haben sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt.

Wie lernen wir, mit Stress besser umzugehen? Und: Warum stecken manche Menschen extreme Belastungen anscheinend mühelos weg? Resilienz: die psychische Widerstandskraft eines Menschen beschäftigt darum weltweit zahlreiche Forscherteams.

Schutzfaktoren lassen sich gezielt erlernen

Innere Stärke entwickeln und äußere Unterstützung erhalten sind zwei Grundpfeiler im Konzept der Resilienz – Förderung, die Armutsforscherin Margherita Zander entworfen hat. Ihr Anliegen ist es, sogenannte Hochrisikokinder zu fördern. Als dritte Säule nennt sie die Fähigkeit, Problemlösungsstrategien zu entwickeln. Diese Schutzfaktoren lassen sich gezielt lehren und erlernen.

Krisen zum Guten wenden

Resilienz heißt nicht, Krisen zu vermeiden. Resilienz bedeutet, Krisen zu bewältigen und sie zum Guten zu wenden. Eine realistische Selbsteinschätzung und das Vertrauen, aktiv ein Problem lösen zu können, sind hier entscheidend. Die Voraussetzung dafür ist die Fähigkeit, das eigene Verhalten und das von anderen zu interpretieren. Die Psychotherapeutin Svenja Taubner vom Universitätsklinikum Heidelberg bezeichnet diese Technik als Mentalisieren.

Das Gefühl, Teil eines sinnvollen Ganzen zu sein, ist ein wesentlicher Faktor für die psychische Widerstandskraft. Der Medizinsoziologe Aaron Antonovsky wählte dafür in den 1970er Jahren den Begriff der Kohärenz. Einen Sinn im Leben sehen, seinen Handlungen Orientierung geben und sich als selbstwirksam zu erleben sind Voraussetzungen, um schwierige Situationen zu meistern.

Ein aktiver Vorgang und ständiger Lernprozess

Was zeichnet Menschen aus, die Stress besser aushalten? Wie reagiert ihr Gehirn? Das sind Fragen, die aktuell am Mainzer Resilienz-Zentrum gestellt werden. Wissenschaftler wie Raffael Kalisch und Klaus Lieb untersuchen neuronale Prozesse, die bei widerstandsfähigen Personen besonders aktiv sind. Auf Basis dieser Forschungen sollen Lernprogramme entwickelt werden, die Resilienz fördern und Menschen Krisen besser bewältigen lassen.

Der Psychoneuroimmunologe Christian Schubert vom Universitätsklinikum Innsbruck hat die Wechselwirkung zwischen Immunsystem und psychischer Gesundheit untersucht. Sein Fazit: Menschen, die ihre Lebensziele umsetzen können, sind gesünder. Vertrauen, Geborgenheit und Zuversicht sind das Rüstzeug, um flexibel auf Krisen zu reagieren und sich trotz schwieriger Lebensumstände zu behaupten.

Radiokolleg – Resilienz

 Was die Seele stark macht. Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek

Jeder zehnte Mitteleuropäer erkrankt an psychischen Störungen. Jeder zweite fühlt sich gestresst. Der Preis für unsere globalisierte Gesellschaft ist hoch. Die Arbeitsausfälle durch psychische Erkrankungen haben sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Woran leiden die Menschen? Was macht sie schwach, was macht sie stark?

Der Medizinsoziologe Aaron Antonovsky prägte bereits in den 1970er Jahren den Begriff der Salutogenese. Er untersuchte Faktoren, die Menschen widerstandsfähiger machen. Kohärenz, das Gefühl, Teil eines sinnvollen Ganzen zu sein, Autonomie und das Gefühl der Selbstwirksamkeit, gehören dazu. Lässt sich das erlernen?

Am Deutschen Zentrum für Resilienzforschung in Mainz untersuchen Wissenschafter/innen die neuronalen Prozesse, die bei widerstandsfähigen Personen besonders aktiv sind. Das Ziel ist es, auf Basis dieser Forschungen Lernprogramme zu entwickeln, die Resilienz fördern und Menschen darin stärken, Krisen besser zu bewältigen. Aus Sicht der Psycholog/innen sind Beziehung, Vertrauen, Geborgenheit und Zuversicht die Grundpfeiler des psychischen Wohlbefindens. Sie sind das Rüstzeug, um flexibel und kreativ auf Krisen zu reagieren und sich trotz widriger Lebensbedingungen zu behaupten.

Die Armutsforscherin Margherita Zander hat jene Schutzfaktoren untersucht, mit denen sich risikogefährdete Kinder am besten fördern lassen. Ihr Konzept basiert auf der bewussten Unterstützung durch Pädagog/innen. Mit ihnen bauen die Kinder eine Beziehung auf, durch sie erwerben sie Selbstbewusstsein. Sie lernen, ihr Leben zielorientiert zu planen. Resilienz bedeutet aber auch, sich der eigenen Gefühle bewusst zu werden und Affekte regulieren zu lernen.

Die Schweizer Psychoanalytikerin Margit Koemeda-Lutz hat dafür den Begriff der Intelligenten Emotionalität geprägt. Denn im Bewusstsein des eigenen Erlebens lässt sich eine innere Balance finden, die Kraft gibt.

Christian Schubert, Madleine Amberger: Was uns krank macht, was uns heilt. Aufbruch in eine neue Medizin, Verlag fischer & gann 2016
Rolf Göppel, Margherita Zander: Resilienz aus der Sicht der betroffenen Subjekte.Die autobiografische Perspektive, Verlag Beltz Juventa 2017
Margit Koemeda-lutz: Intelligente Emotionalität. Vom Umgang mit unseren Gefühlen, Verlag Kohlhammer 2009
Raffael Kalisch: Der resiliente Mensch. Wie wir Krisen erleben und bewältigen, Berlin Verlag 2017

Deutsches Resilienz Zentrum
Hemayat
Institut für Psychosoziale Prävention Universität Heidelberg
Christian Schubert
Margherita Zander

RESILIENZ. Was die Seele stark macht. Ein Hörbuch der Ö1 Sendereihe Radiokolleg von Margarethe Engelhardt-Krajanek, erhältlich im ORF Shop im Internet.

Zur aktuellen Sendung dieser Serie

Ich wünsche allen schöne und lehrreiche Tage. 🐛 🦋 🍀

Die Welt braucht mehr Liebe! ❤️ : Blogger_innen spielen Liebeslieder

Als Zeichen, vielleicht als Aufschrei gegen viele aktuelle politische und soziale Entwicklungen, folge ich hier gerne dem Aufruf von Arabella. Danke für den Anstoß dazu! 😊  🌼  🎼 🎹  💚

Liebeslieder gegen Hasspostings und anderen Unrat im Netz, das vor allem ist mein Grund warum ich besonders gerne daran teilnehme!

Seit ich blogge merke ich, dass sich meine Sprache am Blog meinen vorwiegend deutschen Leser_innen mitunter anpasst. Das bringen die Größenunterschiede der Länder mit sich, dass deutsche Blogger_innen überwiegen.

Ich danke allen meinen Leser_innen gleich aus welchem Land sie kommen und von wo sie mich lesen. Heute möchte ich einen kleinen Österreich-Schwerpunkt legen und wählte bewusst ein Lied eines Österreichers. Es geht gerade in punkto Liebe niemals um Nationalismen oder patriotische Engstirnigkeit, aber die Liebe ist jenes Gefühl, das sehr nahe geht, das Herz berührt. Das kann die Sprache der Kindheit, der Dialekt des Geburtslandes am besten vermitteln. Obwohl ich sagen muss, dass die Sprachmelodie eines Hubert von Goisern sich von einem Wiener Idiom doch einigermaßen unterscheidet. Dennoch und obwohl es ein etwas trauriges Lied ist, habe ich es gewählt, weil ich den Künstler und sein Lied sehr schätze. ☮️

Viel Freude beim hören! Möge die Liebe bei euch sein, statt „Weit, weit weg!“  💝

Weit weit weg – Hubert von Goisern

INTRO:

JETZ SAN DE TAG SCHON KIAZA WOR’N –

UND BLATTLN FOIN A VON DE BAM

UND AUF’M ALMASATTL LIEGT SCHO SCHNEE

A KOIDA WIND WAHT VON DE BERG –

DE SUNN IS A SCHON UNTERGANG’N

UND I HÄTT DI GEAN IN MEINA NÄH

JETZ BIST SO WEIT – WEIT WEG –

SO WEIT – WEIT WEG VON MIA

JETZ BIST SO WEIT – WEIT WEG –

SO WEIT – WEIT WEG VON MIA

DES TUAT MA SCHIACH – UND WIA

DU WOAST WIA DA SUMMAWIND –

DER EINIFOAT IN MEINE HOAR

OIS WIA A WOAMA  REGN AUF DA HAUT

I RIACH NO DEINE NASS’N HOAR

I SPIAR NO DEINE HÄND IM G’SICHT

UND WIA DU MIA GONZ TIAF IN’D AUG’N SCHAUST

JETZ BIST SO WEIT – WEIT WEG –

SO WEIT – WEIT WEG VON MIA

JETZ BIST SO WEIT – WEIT WEG –

SO WEIT – WEIT WEG VON MIA

DES TUAT MA SCHIACH –

KUMM HEA ZU MIA

SOLO

JETZ IS BOID A MONAT HER –

DASS MA UNS NO G’HOIT’N HAB’N

UND IN UNS’RE ARM VASUNK’N SAN.

MANCHMAL IST’S MA GESTAN WOA’S –

UND MANCHMOI WIA A EWIGKEIT

UND MANCHMOI HAB I ANGST ES WOA A TRAM

JETZ BIST SO WEIT – WEIT WEG –

SO WEIT – WEIT WEG VON MIA

JETZ BIST SO WEIT – WEIT WEG –

SO WEIT – WEIT WEG VON MIA

Hubert von Goisern – Weit weit weg – deutsche Übersetzung

Intro:

Jetzt sind die Tage schon kürzer geworden
und Blätter fallen auch von den Bäumen
und auf dem Bergrücken
liegt schon Schnee
ein kalter Wind weht von den Bergen
die Sonne ist auch schon untergegangen
und ich hätte Dich gerne in meiner Nähe

Jetzt bist so weit weit weg
so weit weit weg von mir
Jetzt bist so weit weit weg
so weit weit weg von mir
das tut mir weh – und wie

Du warst wie der Sommerwind
der reinfährt in meine Haare
als wie ein warmer Regen auf der Haut
ich rieche noch Deine nassen Haare
ich spüre noch Deine Hände in meinem Gesicht
und wie Du mir ganz tief in die Augen schaust

Jetzt bist so weit weit weg
so weit weit weg von mir
Jetzt bist so weit weit weg
so weit weit weg von mir
das tut mir weh – komm her zu mir

Solo

Jetzt ist es bald einen Monat her
dass wir uns gehalten haben
und in unsere Arme versunken sind
Manchmal ist es mir gestern war es
und manchmal wie eine Ewigkeit
und manchmal habe ich Angst es war ein Traum

Jetzt bist so weit weit weg
so weit weit weg von mir
Jetzt bist so weit weit weg
so weit weit weg von mir

Veränderungen

Ja, es gibt ∑mich noch. Herzlichen Dank allen, die vielleicht immer wieder vorbei geschaut haben, ob ich etwas neues geschrieben habe und vor allem jenen, die sich dann durch ältere Texte gelesen haben. Ich habe mich über „Gefällt mir“ – Sternchen besonders gefreut.  🤗

Solcherart motiviert eine Schilderung der Ereignisse. Der im letzten Beitrag beschriebene Traum hat letztendlich positive Veränderungen bereits angekündigt. Mit großer Hilfe von Luise konnte ich diesem Traum einiges Positives abgewinnen. Mein Dank gilt auch allen anderen, die kommentierten und gute Wünsche schickten.

Nach all den Kommentaren und Reflexionen schrieb ich:

„… Jetzt hab ich nochmal zu Hafen nachgesehen und da stand:
„Hafen mit Meer sehen: man wird sich ein sicheres Fundament im Leben aufbauen können und ein sorgloses Alter erleben.“ und „Falschheiten werden aufgedeckt“, sowie „baldige Erfüllung gehegter Hoffnungen“ aber auch „Bedürfnis nach Sicherheit und mangelndes Selbstvertrauen bzw. Minderwertigkeitsgefühl.“

…. Ja, „ein Traum voller Hoffnung, Mut und Perspektive!“ (Anm.: Dies meinte Luise zu unserem Traum!) „

Der größte Wunsch war jener nach einer neuen Wohnung. Veränderungen weiterlesen

Leben mit DIS #7: Quo vadis, „Benita“? Wer bin ∑ich?

Alles in meinem Leben ist im Umbruch. Es ist so schwierig zu beschreiben, was momentan in ∑mir vorgeht. Daher langes Schweigen. Angst vor dem Neuen oder Neugierde auf neue Erfahrungen? Ich bin derzeit chronisch erschöpft. Obwohl – langsam, ganz, ganz langsam bekomme ich endlich wieder Boden unter die Füße.

∑Meine Welt, wie ich sie noch Anfang Oktober 2016 als sicher und stabil bzw. stabilisierend für mich erachtete ist zusammengebrochen. Zwei unerwartete Todesfälle haben uns in einem Ausmaß irritiert, wie ich es niemals für möglich gehalten hätte. Der Schock war stark, so stark und eindrücklich, dass es unmöglich geworden war, manche Gewohnheit weiter zu verfolgen. Ich wurde auf ∑mich zurückgeworfen und nun stehe ich da. Angesicht in Angesicht mit ∑mir selbst! Tatsächlich? War es Authentizität, die sich aus dem Schutthaufen erhob, wie Phönix aus der Asche?

Leben mit DIS #7: Quo vadis, „Benita“? Wer bin ∑ich? weiterlesen

Zorn: Ein „neues“ Gefühl?! … / Erinnerungen an Psychiatrie u.a.m.

Dieser Text wurde am 3. und 4.1.2017 geschrieben und ich konnte ihn bislang nicht veröffentlichen. Er ist sehr persönlich.

Der Bericht über den Suizid von C. hat zunächst etwas Ruhe, aber vor allem viel Erschöpfung gebracht. Oder eher das Wahrnehmen der bereits vorhandenen Erschöpfung. Den Jahreswechsel haben wir dann soso la la verbracht, was wohl auch an meiner Verfassung lag.

Dann endlich wieder Therapie, die auch innerlich etwas beruhigte. Für einige Stunden. Tags darauf wieder mit Unruhe erwacht. Ausreichend Schlaf führt nicht zur Erholung.

Meine Skills zur Beruhigung wirken nur mäßig. Derzeit ist alles zu viel. Der Tod von C. triggert an so vielen Stellen zugleich. Zeitgleich mögen sich Menschen mit mir treffen. Meine Mutter nervt seit meinem Geburtstag wegen eines Treffens, wo es ohnedies nur um sie geht. Dass ich ihr bereits zwei mal sagte, dass es mir derzeit schlecht geht, kann sie nicht auffassen. So bat ich sie bereits zweimal, dass ich vor Jänner nicht kann. Aber sie macht Druck und Schuldgefühle. Wollte unbedingt ein Treffen zu Weihnachten. … „Wer weiß, ob es mich dann noch gibt, bis du kommst!“ mit leidender Stimme vorgetragen. Vermutlich scheint sie sich wieder zu sicher zu sein, dass sie mich überhaupt noch sieht. Erst wenn ich mit Kontaktabbruch drohe, ist sie bereit meine Grenzen zu achten.

Moment! DAS ist also ein Trigger: Dieses Fordern, ich möge für Mama da sein und C.’s fordern sind sich irgendwie ähnlich. Hier die Androhung des evtl. nahenden Todes und dort der Suizid. Hängen also evtl. Schuldgefühle nicht ausreichend für C. dagewesen zu sein, ihr Ende verhindern hätte zu können damit zusammen, dass es stets meine Mutter war, die jede Energie aus mir heraus saugte um ihre Speicher aufzufüllen? Mamas Bedürftigkeit und zugleich ihr Unwille irgendetwas an ihrem Leben zu ändern? Zorn: Ein „neues“ Gefühl?! … / Erinnerungen an Psychiatrie u.a.m. weiterlesen

Sie ist gegangen! R.i.P. … und was es mit mir macht!

BITTE PASST GUT AUF EUCH AUF BEIM LESEN DIESES BEITRAGES!

Möglicherweise enthält er Trigger!? ∑Ich habe lange versucht nicht darüber zu schreiben, um andere in dieser für viele schweren Zeit rund um Weihnachten und Neujahr nicht zu belasten, aber es zerreißt mich fast. Ich/Wir gehe/n im Kreis. Es ist zuviel für ∑mich, es bei mir zu behalten. Ein Kommentar-Austausch mit Luise Kakadu hat mich überzeugt, dass ich schreiben muss. FÜR MICH! Ich hoffe, es ist auch FÜR EUCH/SIE liebe Leser/in etwas dabei. – Jetzt am Ende des Beitrages, denke ich sagen zu können, dass es nicht so schlimm wird, wie wir anfangs dachten. Zu meiner Sicherheit lasse ich den Warnhinweis dennoch!

 

Ich beginne meinen Beitrag mit einer Interpretation des bekannten Songs aus dem Musicalfilm „The Wizard of Oz“. Die unvergessene Monika Trotz (Jazzsängerin und Komponistin – hier gibt es weitere Beispiele ihrer Musik anzuhören), die leider aufgrund ihrer Erkrankung 2012 viel zu früh aus diesem Leben abberufen wurde, singt eindrucksvoll und berührend.

Ich möchte dieses Lied C. widmen, die Anfang Dezember keinen Ausweg für sich fand, als ihrer irdischen Präsenz ein Ende zu bereiten. R.i.P.

Als ich von ihrem Suizid erfuhr, zog es mir den Boden unter den Füßen weg. Ich fand keine Worte, nur Chaos. Klares Denken war unmöglich. Dabei stand sie mir nicht so nahe. Ich lernte C. als Freundin meines Yoga-Lehrers kennen, als sie fortan ebenso jede Yoga-Stunde besuchte. Bald sah ich ihre grenzenlose Bedürftigkeit, die sie sehr übergriffig machte. Sie versuchte krampfhaft mir zu zeigen, dass sie mich mag, obgleich sie mich noch gar nicht kannte. Diese Anhänglichkeit, dieses Eindringen in meine Intimität, da sie persönliche Grenzen nicht wahren konnte verstörte mich. Ich sah mich genötigt, sie von mir zu weisen. Bat sie um Abstand und da ich wahrnahm, dass sie es als persönliche Zurückweisung, ja als existentiell und ihr gesamtes Wesen für immer etc. betrachtete, sagte ich:“Bitte, das hat mit mir zu tun, darum sage ich, dass ich ein langsames Kennenlernen bevorzuge. Es liegt nicht an dir.“ Bald zog ich mich weitgehend aus dem Yoga zurück, da ∑ich die Atmosphäre nicht ertrug.

Hätte ich damals nicht lügen sollen? War es gelogen? Es lag AUCH an mir. Ich war und bin stolz auf mich, dass ich auf mich achtete und meine Grenzen, die so oft übertreten wurden, wahrte.

Leider kannte sie kein langsames kennenlernen, kein sich aneinander herantasten, sehen, ob es passt. Sie wollte alles sofort, fordernd, oder zog sich komplett zurück. Zurück in ihre Überzeugung, dass sie niemand mochte. Zu ihrem Ende führte wohl ihr Bewusstsein, dass sie falsch auf Menschen zuging, dass sie diese wegstieß von sich, ohne erkennen zu können, wie sie es ändern könne.

Vielleicht belastet mich ihr Ende auch so, weil ich mich manchmal darin erkenne. Glaube zu erkennen, dass ich nicht wahrnehmen kann, dass ich gemocht werde. Allerdings sind es die Menschen, wo ich den Eindruck habe, sie mögen eine Oberfläche, sie mögen mich so, wie sie mich sehen wollen. Dann, wenn gemocht sein von Leuten kommt, wo ich das Gefühl nicht los werde, dass sie bis zu einem Punkt gehen, der für sie offensichtlich der Punkt ist, wie sie mich sehen mögen und nicht weiter gehen, nicht weiter sehen mögen, dann stelle ich dieses „Gemocht werden“ infrage.

Sie ist gegangen! R.i.P. … und was es mit mir macht! weiterlesen

Dankbarkeit als Skill: Lächeln des Tages #1

Als Hilfe in der dunklen Jahreszeit, die mit ihren „Familienfesten“ nicht bloß wegen des Fehlens an Sonnenschein emotional schwierig ist, habe ∑ich eben den Entschluss gefasst, hier so oft mir danach ist, zu berichten, was an dem jeweiligen Tag besonders gut war. ∑Ich sage bewusst nicht täglich, weil ∑ich dazu neige ∑mich unter Druck zu setzen. Das wäre dann nicht der Sinn der Übung. Wäre vermutlich für meine Leser/innen auch eher langweilig?!

Wofür bin ich dankbar?

Die Erkenntnis, dies zu tun kam mir eben, als sich nun in der Nacht wieder eine Schwere auf ∑mein Herz legte, obwohl der heutige Tag ein sehr erfolgreicher war.

Um dies nicht zu vergessen, möchte ∑ich nun in unregelmäßigen Abständen zumindest drei bis fünf positive Momente des abgelaufenen Tages vor den Vorhang bitten.

Heute:

  1. Nach Wochen der Schwere, mit relativer Leichtigkeit und Freude erwacht.
  2. Ins Fitnesscenter gefahren (Kieser Training), nachdem ich nun 17 Tage Pause gemacht hatte (Plan ist 1 – 2 x wöchentlich) und ∑mein Trainingsprogramm viel besser bewältigt, als ∑ich befürchtet hatte.
  3. Ein Lokal ausgewählt, in dem ∑ich meinen Geburtstag mit 2 – 3 Freund/inn/en feiern möchte und vor Ort reserviert.
  4. Einkauf erledigt und im Supermarkt NICHT automatisch jemanden vorgelassen, der vorgab es eilig zu haben und dabei nur Bier und Spirituosen in Händen hielt, die er übrigens bei einer Expresskasse auch zahlen hätte können, zu der ich nicht hin gekonnt hätte, weil ich zu viele Artikel gekauft hatte. Erinnerte ihn an die Expresskasse, die frei war und er meinte, da will er nicht hin. Ich zuckte nur mit den Schultern und blieb unbeeindruckt! … ∑Meine Grenzen gewahrt damit!
  5. Bei allen Erledigungen ein freundliches Lächeln von wirklich ALLEN Menschen bekommen, die mit mir in Kontakt waren. Im Fitness sogar einige nette Worte Smalltalk gewechselt, die gar nicht oberflächlich, sondern einfach ein netter Kontakt waren.
  6. DAS WICHTIGSTE: Unterwegs immer wieder (Gott, das Universum, … Bezeichnung je nach Wunsch) gebeten, dass ∑ich beschützt werde vor negativer Energie anderer in Straßenbahn und Geschäften und tatsächlich fühlten wir uns unter einer wohl durchlässigen Schutzglocke, die negative Emotionen von ∑mir abhielt.
  7. DAS BESONDERE; DAS STRAHLENDE: Immer wieder das Gefühl, dass Timmi bei uns ist und bereits gestern den Gedanken gehabt oder vielleicht übermittelt bekommen (?), dass er uns dort, wo er nun ist besser helfen kann. Heute konnte ∑ich dies annehmen. Mag für manche esoterisch klingen, aber ich weiß, dass ∑ich telepathische Fähigkeiten habe und wohl immer hatte. Das ist mitunter anstrengend, wenn ∑ich im Voraus Unglücksfälle ahne bzw. weiß und doch nichts daran ändern kann, aber eben auch positiv, wie in dieser Kommunikation.

 

Einen wunderbaren Sonntag wünsche ich euch bzw. Ihnen. 😊