Leben mit DIS#17: Mich schämen zu existieren!

Das Thema Scham spielt derzeit eine sehr große Rolle in unserem Leben. Also eine bewusst sehr große Rolle. Denn latent vorhanden und behindernd ist dieses Gefühl kontinuierlich. Es ist so sehr mit uns verbunden, dass es schon als Teil unseres Selbst, als Charaktereigenschaft von ∑mir empfunden wird.

Dass Scham generell an die Oberfläche tritt und dann noch hinterfragt werden darf, hat bereits einen Aspekt von Heilung, denn im Normalfall ist sie einfach da – von früh bis spät, 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche. Oder eben nicht da, denn es geht darum, sie so gut als möglich zu verstecken. Nur nichts anmerken lassen bedeutet verdrängen oder abspalten. Was vor allem im näheren Kontakt mit anderen Menschen mitunter sehr schlecht funktioniert und dann wieder einen Grund gibt, sich zu schämen. Leben mit DIS#17: Mich schämen zu existieren! weiterlesen

Leben mit DIS #16: Aber das Trauma ist doch vorbei – oder doch nicht?

Als ich heute erwachte, strahlte bereits die Sonne vom wolkenlosen Himmel. Mit Ohropax in den Ohren war es in unserer Wohnung friedlich und ruhig. Wir Fühlten uns gut und dachten: „Die Gewalt ist endgültig vorbei. Wir reden uns doch bloß ein, dass alles so schwer ist. Wenn wir positiver denken, dann geht alles viel leichter. Wir brauchen uns nur ein klein wenig mehr anstrengen.“

Vor vierzehn Tagen etwa hatten wir eine Idee, wie wir endlich unser Buch umsetzen könnten. Eine Freundin, die uns letzten Donnerstag besuchte meinte noch, dann könne ich es ja binnen zwei Monaten schreiben. „Sehr lustig!“, sagte jemand innen, ohne es laut auszusprechen, denn die Freundin meinte es ernst. Ich widersprach, dass das doch eine sehr kurze Zeit ist, aber ich kann beginnen.

Heute wollten wir das unbedingt angehen. Wir freuten uns darauf.

Nur noch eine Kleinigkeit war zu erledigen. Bei unseren Heizkörpern gibt es manches zu reparieren. Einer tropft, ein anderer wird nicht warm. Wir müssen die Fernwärme anrufen und einen Termin für eine Reparatur vereinbaren. Ein Innenwesen mahnte zur Vorsicht: „Wenn wir das nun machen, kann es sein, dass uns das aus der Bahn wirft und wir nicht schreiben können.“ „Blödsinn!“, dachte ich. Ist ja nur ein ganz kurzer Anruf. Leben mit DIS #16: Aber das Trauma ist doch vorbei – oder doch nicht? weiterlesen

Worauf mich Kommentare bringen

Ergänzung zu Leben mit DIS #14

Weiß nicht, ob diese Erinnerung vielleicht triggern könnte. Bitte passt auf euch auf, falls ihr lesen wollt!

Die lieben Rückmeldungen zum letzten Beitrag und Bemühungen mir mit eigenen Tipps und Tricks zum Schlafen weiterzuhelfen hatten Folgen.

Ich denke positive Folgen.

Wir hatten das Schlafproblem immer mit den Vergewaltigungen in Zusammenhang gebracht, die erst ab dem 14. Lebensjahr bewusst einordenbar waren.

Erst ab diesem Zeitpunkt war es uns möglich eine Gegenstrategie zu entwickeln, wie in der Nacht wach bleiben und abwarten, bis Papa eingeschlafen ist. So tief eingeschlafen, dass die Wahrscheinlichkeit dass er noch zu uns kommt geringer ist.

Damals haben wir öfter dick angezogen geschlafen. Einerseits, weil wir immer knapp am Nervenzusammenbruch lebten und daher permanent froren, obwohl wir unser Bett direkt neben dem Heizkörper stehen hatten und unser Vater die Wohnung tagsüber im Winter auf 28 °C heizte. Anderseits aber auch, weil wir uns sicherer fühlten, so eingehüllt.

Natürlich ist all dies auch nicht dazu angetan in einen friedlichen Schlaf zu sinken, aber zuvor kam eine Erinnerung an ein viel früheres Ereignis. Ein Ereignis zu dem ich bislang nur über einen Traum, den ich evtl. schon einmal erwähnte Zugang fand.

Ich hatte mein gesamtes Leben bis ich Traumatherapie begann, also ungefähr 35 Jahre einen Alptraum, der sich als Erinnerung entpuppte. Denn erst als ich ihn als das wahrnahm, verschwand er.

Der Traum war, dass Hände durch die Wand kommen und mich würgen. Länger brauchte die Erinnerung nicht sein. Als ich mir bewusst machte, dass uns unser Vater als Baby im Gitterbett liegend gewürgt haben muss, wofür es auch Beweise in meinem Bewusstsein gab, die ich nur wie Puzzlesteine zusammenfügen musste, waren Reaktionen meiner Eltern plötzlich verständlich, die darauf abzielten, dieses Ereignis vor mir zu vertuschen.

Die Hoffnung, dass ich mich eh nicht daran erinnere von meinem Vater in die Bewusstlosigkeit gewürgt worden zu sein ging nicht auf. Dass er mich auch wieder ins Leben zurückholen konnte war seiner sehr fundierten erste Hilfe Ausbildung zu verdanken.

Während der Beantwortung der Kommentare kam mir plötzlich die Erkenntnis, dass die Schlafstörungen auch mit diesem Erlebnis zu tun haben könnten. Die Angst, im Bett zu liegen in völliger Abhängigkeit von anderen Menschen. Und dann, falls ich aufwachen sollte und es geht mir schlecht und rufe um Hilfe, oder kann einfach nicht schlafen werde ich gewürgt. So war es damals. Das Bett als nahezu tödliche Falle. Wurde es so in meinem Gehirn abgespeichert? Die später hinzukommenden Erfahrungen bestätigten, dass mein Bett ein gefährlicher Ort ist. Der gefährlichste in der Wohnung.

Das ist eine gute Basis für eine Brainspotting-Sitzung um das Trauma Stück für Stück aufzulösen.

Vielen Herzlichen Dank allen, die mich mit ihren hilfreichen Kommentaren auf dem Weg zu dieser Erkenntnis begleiteten. 💖

Reblogg: die Ausnahmesituation

Hannah C. Rosenblatt hat bereits vor 14 Tagen den Beitrag die Ausnahmesituation veröffentlicht. Ich habe bereits vor 9 Tagen gemeint, dass ich ihn gerne auf meinem Blog teilen möchte.

Wie das Leben so spielt, durchkreuzten mehrere andere Auslöser und Situationen meinen Plan bislang. Themen über die ich auch gerne schreiben würde. Wie bereits öfters kann ich nicht sagen, ob es dazu kommen wird. Ob die Kraft reicht, ob die Ruhe dafür da sein wird. Und wann die Ruhe für eigene Beiträge wieder kommt. Ich hoffe sehr, dass es bald sein wird.

Inzwischen freue ich mich euch folgende Beiträge von einblogvonvielen zeigen zu dürfen, die mir nahe gingen. Insbesondere der erste Beitrag „die Ausnahmesituation“ ist mir besonders wichtig. Den zweiten Beitrag „Heim, Klapse, Knast“ möchte ich als Ergänzung dazu ebenso teilen.

Die Wichtigkeit eines anderen Umganges mit Menschen in psychischen Ausnahmesituationen und Psychiatriekritik sind mir große Anliegen.

Ich denke mittlerweile, dass das Problem großteils in der Unreflektiertheit des Großteils der Bevölkerung liegt. Wer sich selbst nicht kennt, erschrickt vor dem eigenen „Verrückten“ wenn die Person es in anderen gespiegelt sieht. Ich denke, dass es wohl ein politisches Anliegen ist, diese Unreflektiertheit aufrecht zu erhalten. Nicht von allen politischen Richtungen und Parteien, aber doch tendenziell von mehreren. Sei es, weil Angst vor eigener Reflexion besteht und daher vielleicht der Gedanke vorherrscht, dass derlei der „Masse der Bevölkerung“ nicht zugemutet werden könne, oder einfach weil sich Menschen mit Feindbildern leichter lenken lassen? Verständnis und Empathie geben so wenig her für politische Parolen. Ein AUS den Parolen, ein offenes Herz und Mut zum Hinsehen, das wünsche ich mir sehr.

Hier die wunderbaren, reflektierten und empathischen Beiträge von Hannah C. Rosenblatt. Viel Freude beim Lesen und reflektieren.

über die Ausnahmesituation

Heim, Klapse, Knast

 

Leben mit DIS #13: „Papa ist tot!“

„Er ist tot. Papa ist tot.“ Diese Worte gehen seit der letzten Therapiestunde in unserem Kopf herum. Werden als Mantra der Erleichterung und Bestätigung immer wieder betont. Selbst wenn es für uns keine Neuigkeit darstellt, schließlich ist er bereits vor über 16 Jahren verstorben, ist es sehr schwierig diese Tatsache wahrzunehmen und zu verarbeiten.

Das liegt daran, dass es Innenwesen gibt, die noch immer in ihrer Angst vor ihm feststeckten?!!! Darf ich es tatsächlich als Vergangenheit bezeichnen? Es wäre so schön. Eine Erleichterung, die ihresgleichen sucht! Eine sehr hilfreiche Brainspotting Sitzung brachte uns einen entscheidenden Schritt näher an dieses Ziel.

Es war ein Kommentar auf unseren letzten Beitrag, der eine Retraumatisierung und ein Flashback auslösten. Nun, das ist unser Risiko, bei den Themen mit denen ich mich an die Öffentlichkeit wage. Wir hatten überlegt, ob wir die Kommentarfunktion für den Artikel Leben mit DIS #12 ausschalten sollten, da er uns sehr nahe ging und es äußerst schwierig war zu schreiben. Wir haben es nicht getan und ich bin froh darüber. Zum einen herzlichen Dank für all jene stützenden und liebevollen Kommentare, die so gut taten, zum anderen kam da dieser schwierige Dialog, der uns aus der Bahn warf. So stark, dass eine telefonische Krisenintervention mit unserer Therapeutin notwendig wurde. Aber jeder Kommentar, der uns so destabilisieren kann, hat etwas mit uns zu tun. Selbst wenn wir nur nicht erkennen können, dass nicht alles in jenem Kommentar mit mir zu tun hat, sondern auch eine Bearbeitung eigener Schwierigkeiten ist, die mir mitunter übergestülpt werden.

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„lebendig werden …“ in Zeitschrift an.schläge VI/2017

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Ich fühle mich geehrt. Heißt es. Tue ich es? Gerade eben stresst es mich. Eigentlich freue ich mich sehr. Aber dann sind da noch ∑meine Ansprüche. Jene Ansprüche, die so hoch sind, wie meine Therapeutin uns immer wieder vermitteln versucht und dabei lächelt, weil wir es wieder einmal mit einer Handbewegung vom Tisch wischen. „So bin ich!“, heißt es dann aus unserem Mund. Und wir lachen mittlerweile mit ihr.

Aber jetzt? Was tun?

Worum es geht?

Unser Blog wird in der aktuellen Ausgabe der feministischen Zeitschrift an.schläge VI/2017 erwähnt. ∑Mein Blog als Lese-Empfehlung in einer Printausgabe eines Magazins. Hui, das ist etwas gaaanz Großes für uns.

Am Blog der an.schläge ein Einblick – Bloggen gegen das Tabu.

Ja genau, darum geht es uns – auch. Als wir gefragt wurden, ob das für uns in Ordnung ist, ob wir das wollen, wurden wir auch nach einem Begleittext gefragt, den wir verfassen können. Haben wir auch getan und erbaten uns den Artikel vor der Veröffentlichung lesen zu dürfen. Das gehört so. Also, wir wollten doch wissen, in welchem Zusammenhang wir da genannt werden. Wir gaben unser o.k. – was sonst.

In der erwähnten Ausgabe der an.schläge gibt es den Themenschwerpunkt Psyche & Gesundheit und in Rahmen dessen wird unter anderem dieser Blog vorgestellt.

Wir kennen die Zeitschrift aus unserer aktiveren feministischen Zeit. Es war jene Zeit vor unserer Krebs Erkrankung in der wir die erfahrene Gewalt heilen wollten, indem wir uns für ein Ende der Gewalt in der Gesellschaft über feministisches Engagement einsetzten. Bloß nicht an dem inneren Schmerz anstreifen. Abspalten half und im Kopf bleiben. Nur nicht zuviel fühlen. Denken ging besser, aber nicht gut genug. Unsere mangelnde Konzentrationsfähigkeit durch Flashbacks und Traumafolgen, sowie die Einführung von Studiengebühren zwangen uns zunächst unser Studium der Politikwissenschaft und Frauenforschung abzubrechen. Das war ein außerordentlich schmerzlicher Schritt. Davor hatten wir bereits um Berufsunfähigkeitspension ansuchen müssen. Dann kam die körperliche Krankheit und mit ihr das zurückgeworfen werden auf das verdrängte innere Leid. Seit der Krebs-Diagnose sind über elf Jahre vergangen und unser Leben hat sich in vielen Bereichen geändert. Ich bin feministischem Denken weiterhin verbunden und teile die Linie dieses Magazins. Zudem erwacht mit zunehmender Genesung auch wieder mein Wunsch nach politischem Engagement. Hinsichtlich Krebs gelte ich als geheilt, bzgl. Traumafolgen hat sich in den letzten Jahren vieles zum Positiven verändert. „lebendig werden …“ in Zeitschrift an.schläge VI/2017 weiterlesen

Debattieren in Blogistan: manchmal ist es sehr traurig

Weshalb schreibe ich auch kritische Kommentare in anderen Blogs? Will ich dass sich andere damit ändern? Oder will ich sie verstehen? Will ich mich verstehen über die Auseinandersetzung? Bin ich bereit auch mich zu ändern evtl.? Vielleicht ist alles darin. Es sind Blogs, die mir wertvoll sind, oder die Menschen dahinter? Was selbstverständlich schwierig ist, weil ein Blog immer nur ein kleines Fenster auf eine Person öffnet. Aber ein Blog auf dem ich mich nicht wiederfinde, ein Blog, der für mich generell aggressive Ansichten vertritt, ein Blog der mich abstößt interessiert mich nicht.

Es geht niemals darum, zu nörgeln oder besser zu wissen um des nörgelns willen. Dann wenn ich einen kritischen Kommentar schreibe, ist es ein Versuch die Schreiberin oder den Schreiber zu verstehen. Ich versuche einen Dialog zu beginnen und mitunter gelingt es, mitunter eben nicht.

Ja, es stimmt, ich bin vielleicht keine gute Verliererin in Debatten. Es stimmt, es fällt mir schwer, wenn meine Argumente falsifiziert werden. Das tut weh. Aber ich kann es annehmen, ich kann meine Meinung ändern, wenn ich überzeugt werde von dem Argument. Ich mache Fehler, wie alle Menschen. Und ich kann Fehler eingestehen und ich kann mich sogar entschuldigen und meine es auch so, wenn ich es als nötig erachte. Oft entschuldige ich mich auch viel zu oft. Hier am Blog möchte ich auch lernen zu meiner Ansicht zu stehen. Damit bin ich nicht alleine in Blogistan.

Wenn ich einen Kommentar schreibe in dem Wunsch zu verstehen. Wenn ich lange überlege, ob ich diesen Kommentar überhaupt schreiben soll oder darf, weil sich sonst wieder eine Debatte ergibt, die aneinander vorbeigeht, dann ist die Freude am Lesen eines Blogs sehr getrübt.

Ich passe auf mit Worten, weil ich es gerne tue, weil ich Menschen nicht verletzen will. Wenn ich meinen Kommentar formuliere, versuche ich es so zu machen, dass ich meine Ansicht schreibe, und niemals „mach das so, oder so“ oder auch „Du machst das falsch!“ … Wenn ich aber einen Blog lese und anderer Meinung bin, dann kommt es darauf an, wie wertvoll mir die Schreibenden sind. Ich gehe nur in Debatten per Kommentar, wenn ich die Person, die schreibt mag und schätze, weil ich es als enorm anstrengend empfinde, mich in Diskussionen zu begeben. Wenn es aber eine Person ist, die ich vielleicht schon lange lese, die mir in sehr vielen Punkten immer wieder sehr nahe kommt, aber da ist diese eine Ansicht, da kommen wir nicht drüber. Da gibt es keine Verständigung, dann tut mir das weh. Ja, vielleicht nerve ich, wenn ich immer und immer wieder dasselbe Thema anspreche. Ich könnte sagen: „O.k., da tickt sie anders als ich, da finden wir keinen Konsens, soll sein!“ Vielleicht sollte ich das tun?

Wenn ich es aber ohnehin öfters tue, wenn ich mir immer wieder einen Kommentar verbiete und überlege, ob ich jetzt diesen einen kritischen Kommentar schreibe, weil es mir fast körperlich weh tut, was ich lese. Wenn ich versuche so achtsam wie nur möglich zu kommentieren. Niemals Vorwürfe zu machen, immer von meiner Meinung zu sprechen. Wenn meine Meinung nicht sein darf, dann triggert es. Und ja, auch Worte wie „Arschloch“ triggern vehement. Und es kann sein, dass mir das erst bewusst wird, wenn der Kommentar schon abgeschickt ist.

Wenn mir gesagt wird – nicht direkt, aber so direkt, dass ich weiß, gemeint zu sein – dass ich nicht zu widersprechen habe, weil es ja nicht mein Blog ist, sondern dass ich das so hinnehmen muss, was da steht, dann ist das wie wenn mein Vater sagt, ich habe ihm nicht zu widersprechen, weil es ja seine Wohnung ist. Verdammt, aber es betrifft mich, darum sage ich etwas dazu.

Wollen wir Blogs schreiben, wo wir nur in Blasen agieren, in denen alle mit gleicher Ansicht einander über den ewig gleichen Schwachsinn schulterklopfend zustimmen? Mich interessiert es nicht, wenn alle auf meinem Blog nur dann kommentieren, wenn es ein zustimmendes Nicken gibt oder ein streichelweiches Aufmuntern. Wie soll ich bitte andere Ansichten verstehen lernen, wenn wir uns nicht auf Debatten über Themen einlassen? Allerdings in der Sprache respektvoll und achtsam und im tiefen Wunsch zu verstehen und auch meine Ansicht ändern zu mögen, wenn die Argumente mich entlarven.

Allerdings ist mir bewusst, dass scheinbar viele dies nicht mögen. Dass es darum geht die eigene Sichtweise in die Welt zu setzen und es soll nicht widersprochen werden.

Das ist nicht meine Welt. Ich will hier auf dem Blog auch debattieren lernen um es dann im „richtigen Leben“ zu können bzw. zu wagen. Aber ich scheine damit alleine hier zu sein in Blogistan?!

 

P.S. 3 Stunden nach Veröffentlichung: Falls ich als Autorin doch einmal denke, dass ich ein Statement auf meinem Blog veröffentlichen möchte und nicht die Kraft oder den Wunsch habe mich einem kritischen Kommentar zu stellen, was ja auch einmal sein kann, hab ich die Möglichkeit, dies im Beitrag zu schreiben oder aber ich schalte die Kommentarfunktion für diesen Text ab. Das ist eine Anregung, muss selbstverständlich niemand so handhaben.

Foto: pixabay / Sponchia

Klopf-Kongress 2017

Seit ich bei Sophie über das Klopfen lese bin ich wirklich sehr daran interessiert, obwohl wir es selbst noch immer nicht versucht haben. Wir denken und haben es auch schon gelesen, dass es auch zur Traumaheilung ein gutes Werkzeug sein kann.

Darum möchten wir die Information über den Klopfkongress 2017 gerne unseren Leser_innen zugänglich machen.

Viel Vergnügen und alles Gute, oder auch nur möge es helfen, an alle. 🙂

Leben im Wandel

Vom 22. – 30.07.17 erzählen 18 Referenten über die Anwendungsmöglichkeiten der Klopfakupressur-Technik, für ganz unterschiedliche Lebensbereiche.

Da ist eine spannende Auswahl zusammengekommen, finde ich. Z.B. bei Prüfungsangst, Essstörungen, Heißhunger auf Süßes, Insektenstichen und Sonnenbrand, Herzöffnung, Selbstliebe, Entwicklungstrauma, Ängsten usw.. Hier findet man das Programm.

Die Interviews sind eine Zeit lang kostenfrei anzuhören.

Anmelden kann man sich hier: Klopf-Kongress 2017

Habt es gut.

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Leben mit DIS #9: Selbstdarstellung?

Ich / wir waren Sonntag bei einem Frauentreff, den eine langjährige Freundin in unregelmäßigen Abständen organisiert. Da ruft sie ihre Freundinnen zu einem zwanglosen Plausch zusammen.

Es ist lange her, dass wir dabei waren. Die letzten Jahre denke ich, fanden wir keine Zeit (?) hinzugehen. Und auch diesmal gab es Innenwesen, die unser dabeisein offenbar verhindern wollten. Wir haben die Nacht durchgemacht, fanden erst gegen 6h früh ins Bett und um 11h war der Beginn angesetzt. Als wir um 11.30h aufstanden nach viel zuwenig Schlaf, sandten wir ein SMS, dass wir wohl so gegen 13h da sind, ob sie denn noch dort wären.

Sie waren dort. Was ich angekommen vorfand war eine kleine Gruppe Frauen, die ums Wort rangen. Zwei davon waren lauter, sprachen fast unentwegt. Es war schwierig sich gegen diese durchzusetzen. Und was mir fehlte war das Herz in der Debatte. Das Herz beim Sprechen und Zuhören der anderen. War dafür überhaupt Zeit? Wollte sich eine dafür Zeit nehmen und Kraft? Und ich entdeckte wohl, dass wenn eine Stillere zu Wort kam diese Empathie dabei war, aber sie kamen nicht oft zu Wort.

Es erschreckt mich, dass diese Freundin solche Frauen um sich schart. Und ja, ich / wir haben uns verändert, seit wir diesen Blog schreiben. Die Organisatorin ist eine Freundin, die bei meinem letzten verunglückten Geburtstag dabei war. Ihr lastete ich keine Teilhabe am Scheitern an, da sie später gekommen war. Allerdings weiß ich seit Jahren von ihrer Flucht vor ihrem Inneren, vor ihrem sich beschäftigen. Aber ich schätze sie für ihre Sozialprojekte, für ihre Intelligenz und für die Jahre die ich sie bereits kenne. Sie ist da und nicht da zugleich, das ist ganz eigenartig für mich seit jeher. Ich mag sie trotz aller Irritationen zwischen uns. Leben mit DIS #9: Selbstdarstellung? weiterlesen

Leben mit DIS #8 : Über die Anstrengung im Kontakt mit anderen Menschen

Folgender Beitrag von Ayla Stern ging uns sehr nahe. Sie beschreibt sehr gut, wie schwierig und anstrengend der Kontakt mit anderen Menschen auch dann ist, wenn es Freund_innen sind. Bei noch unbekannten Personen ist das Kennenlernen eine zusätzliche Belastung. Daher teile ich ihren Text hier sehr gerne.

Ich habe auf Twitter einige Menschen kennengelernt, die mir ziemlich ans Herz gewachsen sind und, wenn alles klappt, dann wird es ein Treffen im Juni geben. Geplant war das schon länger aber entweder war ich nicht in der Stadt oder etwas anderes kam dazwischen. Vor einigen Tagen hatte sie gefragt und ich habe spontan zugestimmt…tja […]

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