Der „Fels in der Brandung“

Wir wissen, dass der Titel irritiert. Kein Fels sondern ein moosbewachsener Stein, kein Wellengang sondern ein Mini-mini-Wasserfall sind die „Protagonisten“ dieses kurzen Videos. Angeregt vom Kommentar-Austausch mit  Myriade kommt es hier als Ergänzung zum Bild des letzten Beitrags. 😀

Der „Fels in der Brandung“ im Mini Wasserfall – Baden bei Wien

Wien entdecken ….

… ein neues Hobby.

Dieser Text ist vor 10 Tagen im Stehen am Handy getippt worden. Mit Blick auf die Hofburg und auch die Spanische Hofreitschule. Voller eben erlebter Eindrücke.

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Hofburg Wien

 

Jetzt leben wir über 5 Jahrzehnte in dieser Stadt, die in weiten Teilen einem gratis Freiluftmuseum gleicht und wir haben so Vieles nicht gesehen.

Ja, die Stadt in die man geboren wurde ist oft jene, deren Sehenswürdigkeiten Menschen am wenigsten kennen.

Ich hab sie so gehasst, für alles Erlittene, war blind für ihre Schönheit. Sie ist auch dekadent, sich der Schönheit so bewusst, dass die hier Lebenden es oft nicht wahrhaben.

Wir hatten keine Zeit und keine Kraft. Ist das der Grund? …. Wir waren mit uns beschäftigt, mit überleben.

Und jetzt ist es anders? Corona-„pay as you wish“-Eintritt im Kunsthistorischen Museum. Den wollten wir unbedingt noch nutzen. Am vorletzen Tag ist es uns gelungen. Welches Erlebnis! Durch die Gemälde alter Meister und Meisterinnen – ja, die gab es auch, wenn auch nur vereinzelt zu finden – längst vergangene Zeiten und Schicksale von Menschen, die damals lebten, kennenlernen. …. Falls es in 500 Jahren noch Menschen geben sollte, werden diese dann ebenso verwundert und staunend vor Relikten aus der heutigen Zeit stehen, wie wir heute? Jedes Gemälde erzählt eine Geschichte. Menschen, die sehr schwer an ihrer samtenen Kleidung trugen. Was machte diese physische Last mit jenen, die zu dieser Zeit die Begüterten waren? Sich mit Statussymbolen zu belasten scheint ein menschlicher Irrweg zu sein, der seit Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden gelebt wird.

Das Gebäude alleine ließ uns nicht aufhören mit großen Augen umherzulaufen, zu erforschen und es auf uns wirken zu lassen. Zweieinhalb Stunden waren dafür viel zu wenig Zeit.

Kunsthisorisches Museum – Wien
Kunsthisorisches Museum – Wien
wp-15943314624928860157782975191175.jpgKunsthisorisches Museum – Wien (leider verwackelt, aber mir gefällt der Balkon so gut, dass das Foto dennoch drinnen bleibt ….. muss also wieder hin, um ein schöneres Bild mitzubringen)
Kunsthisorisches Museum – Wien

Das Leben ist so bunt. Welches Glück, dass wir dies erkennen können!

Zuvor der Gedanke, ich will hier nicht wegziehen, aus dieser Stadt. Ein neuer Gedanke!

Und während ich schwärmend durch die Innenstadt bummle, geht unser Bürgermeister im Gespräch an mir vorbei. Man mag von ihm halten, was man will, es passte zum Szenario. Eine sichere Stadt. Kein Bodyguard weit und breit. Nur kitschige Walzerseeligkeit. Zumindest heute hier und jetzt für uns.

Auf Ö1 zitiert

Mit großer Freude möchten wir darauf hinweisen, dass die liebe Beatrix Teichmann-Wirth aus unserem Beitrag „Widersprüche“ am 21.4.2020 in der Radiosendung „Alles auf Abstand“* der Sendereihe Punkt eins  des Senders Ö1 zitiert hat.

Die Sendung ist noch bis 27. April bzw. 28. April nachzuhören oder noch vier Wochen herunterzuladen.

Auch hier herzlichen Dank, liebe Beatrix, für das Zitieren, was uns sehr viel bedeutet und das so manches in Gang gesetzt hat.

….. wir haben wundervolle Leser*innen. Danke euch allen, dass ihr da seid.

Ein Tag zum durchatmen

∑Ich will nicht mehr immer lieb sein …

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© lebendigwerden: Sonnenuntergang Brasilien – Abadiania

… und doch weiß ∑ich, dass es die einzige Art ist in dieser uns fremden Welt akzeptiert zu werden.

Andere versuchen zu verstehen, obwohl wir selbst niemals verstanden werden und sich kaum jemand die Mühe macht es zu versuchen!

Also ich meine, dass wirklich ernsthaft und über Jahre jemand versucht zu erfahren, welche Art Frau wir sind.

Unsere Stärken wahrnehmen möchte, unsere Schwächen verzeihen will und mit uns daran arbeiten will erstere zu kultivieren und letztere zu minimieren. Jenen, die es tun sind wir zutiefst verbunden.

Wir wissen, dass es dafür sehr viel Kraft und Mut benötigt und vermutlich auch Liebe.

Wir haben sie in uns für andere und auch für uns. Auch darum möchten wir nicht mehr immer nur lieb sein, weil es uns unsere Lebenskraft, unsere Lebendigkeit raubt.

Wir möchten so gerne mit mehr Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit leben statt immer nur schaumgebremst mit angezogener Handbremse durch unser Leben schleichen.

Wir möchten die Angst anzuecken und die Angst vor „Strafe“ dafür ∑ICH zu sein so gerne entsorgen. Am besten auf dem Sondermüll, denn sie ist durch und durch toxisch!

Aber ob wir diese Welt so ungebremst ertragen?

Ob wir einen anderen Schutz finden als den uns in uns selbst zu verstecken oder aufzusplittern?

Wir werden daran basteln, ihn entwickeln. Vielleicht gibt’s irgendeinen Weg, den wir erst finden müssen?! Ja, davon sind wir überzeugt! …. Weil es schon so viele Wege gab in unserem Leben, die wir uns niemals vorstellen konnten, dass sie für uns Realität werden könnten.