Alarmierend: Zu wenig Frauenrechtswissen bei Jugendlichen

Gerade weil sich bei mir so enorm viel tut, kommen wir nicht zum berichten. Die Verlassenschaft nach meiner Großtante fordert viel Kraft und schenkt zugleich viele Erkenntnisse.

Ich freue mich darauf Zeit zu haben darüber schreiben zu können.

Inzwischen habe ich eine arlamierende E-Mail der NGO SOS-Mitmensch erhalten. Beim Wissen um Frauenrechte und deren Übertretung und wo Mädchen und Frauen Hilfe bekommen im Anlassfall besteht großer Verbesserungsbedarf!

https://www.sosmitmensch.at/action/mlr/pv?&idx=453078&cid=142&uid=56761&sid=1&cks=e69485be

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Leben mit DIS#17: Mich schämen zu existieren!

Das Thema Scham spielt derzeit eine sehr große Rolle in unserem Leben. Also eine bewusst sehr große Rolle. Denn latent vorhanden und behindernd ist dieses Gefühl kontinuierlich. Es ist so sehr mit uns verbunden, dass es schon als Teil unseres Selbst, als Charaktereigenschaft von ∑mir empfunden wird.

Dass Scham generell an die Oberfläche tritt und dann noch hinterfragt werden darf, hat bereits einen Aspekt von Heilung, denn im Normalfall ist sie einfach da – von früh bis spät, 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche. Oder eben nicht da, denn es geht darum, sie so gut als möglich zu verstecken. Nur nichts anmerken lassen bedeutet verdrängen oder abspalten. Was vor allem im näheren Kontakt mit anderen Menschen mitunter sehr schlecht funktioniert und dann wieder einen Grund gibt, sich zu schämen. Leben mit DIS#17: Mich schämen zu existieren! weiterlesen

Hinweis auf Blog: „Sofies viele Welten“

Die liebe Sofie und die bunten Schmetterlinge hat auf ihrem Blog in den letzten Tagen mehrere sehr bemerkenswerte Beiträge veröffentlicht.

Am 12. Jänner schrieb sie

über PTBS bei DIS

Dieser Beitrag wurde von Melinas Schreibfamilie rebloggt und ergänzt und diese Ergänzung nochmals bei Sofie geteilt.

über Therapie von DIS – Melinas Schreibfamilie – Ergänzung zu PTBS bei DIS

 

Und nun am 17. Jänner veröffentlichte sie den wunderbar stärkenden und Mut machenden Beitrag

über Die Dimension der Heilung

Ich könnte etwas dazu sagen, wenn ich könnte. Mir fehlt die Kraft an allen Ecken und Enden um zu schreiben.

Ein gestern begonnener Beitrag hat nach einigen Stunden Schreibarbeit noch kein Ende gefunden. Vielleicht wird er noch?

Darum bin ich einerseits außerordentlich dankbar für diese so wichtigen und wundervollen Gedanken, die Sofie in Worte gefasst hat. Und ebenso für die Ergänzung von Melinas.

Ich ersuche euch Sofie und die bunten Schmetterlinge und Melinas um Nachsicht, dass ich mich bei euch so einfach bediene und hoffe, dass ihr meine lieben Leser_innen von dem Geschriebenen manches davon mitnehmen könnt.

Ich verstehe, dass einige von euch die Beiträge bereits kennen und hoffe, dennoch bei euch auf Interesse zu stoßen.

Es lohnt sich sehr diese Artikel zu lesen!

Herzliche Grüße an alle 🌺🧡🌺

Reblogg: die Ausnahmesituation

Hannah C. Rosenblatt hat bereits vor 14 Tagen den Beitrag die Ausnahmesituation veröffentlicht. Ich habe bereits vor 9 Tagen gemeint, dass ich ihn gerne auf meinem Blog teilen möchte.

Wie das Leben so spielt, durchkreuzten mehrere andere Auslöser und Situationen meinen Plan bislang. Themen über die ich auch gerne schreiben würde. Wie bereits öfters kann ich nicht sagen, ob es dazu kommen wird. Ob die Kraft reicht, ob die Ruhe dafür da sein wird. Und wann die Ruhe für eigene Beiträge wieder kommt. Ich hoffe sehr, dass es bald sein wird.

Inzwischen freue ich mich euch folgende Beiträge von einblogvonvielen zeigen zu dürfen, die mir nahe gingen. Insbesondere der erste Beitrag „die Ausnahmesituation“ ist mir besonders wichtig. Den zweiten Beitrag „Heim, Klapse, Knast“ möchte ich als Ergänzung dazu ebenso teilen.

Die Wichtigkeit eines anderen Umganges mit Menschen in psychischen Ausnahmesituationen und Psychiatriekritik sind mir große Anliegen.

Ich denke mittlerweile, dass das Problem großteils in der Unreflektiertheit des Großteils der Bevölkerung liegt. Wer sich selbst nicht kennt, erschrickt vor dem eigenen „Verrückten“ wenn die Person es in anderen gespiegelt sieht. Ich denke, dass es wohl ein politisches Anliegen ist, diese Unreflektiertheit aufrecht zu erhalten. Nicht von allen politischen Richtungen und Parteien, aber doch tendenziell von mehreren. Sei es, weil Angst vor eigener Reflexion besteht und daher vielleicht der Gedanke vorherrscht, dass derlei der „Masse der Bevölkerung“ nicht zugemutet werden könne, oder einfach weil sich Menschen mit Feindbildern leichter lenken lassen? Verständnis und Empathie geben so wenig her für politische Parolen. Ein AUS den Parolen, ein offenes Herz und Mut zum Hinsehen, das wünsche ich mir sehr.

Hier die wunderbaren, reflektierten und empathischen Beiträge von Hannah C. Rosenblatt. Viel Freude beim Lesen und reflektieren.

über die Ausnahmesituation

Heim, Klapse, Knast

 

„Vererbte Narben“ – Doku zu Traumafolgestörungen über Generationen

Eine liebe Freundin hat mich auf eine sehr interessante Dokumentation hingewiesen, die am 2. September auf Arte lief. Ich mag sie für Betroffene wie Interessierte an den gesellschaftlichen Folgen von Kriegstraumata oder/und häuslicher Gewalt sehr empfehlen.

„Vererbte Narben – Generationsübergreifende Traumafolgen“

Vieles davon wusste ich bereits, da ich mich seit gut 15 Jahren mit der Thematik befasse bzw. als Kind bereits erkannte, dass die Gewalt, die ich erfuhr, nicht aus dem Nichts aufgetaucht war, sondern Zusammenhänge wahrnahm. So tat es einfach gut eine Bestätigung zu erfahren, ging uns aber auch teilweise recht nahe.

Der Film zeigt die neuesten Erkenntnisse auf diesem sehr wichtigen Gebiet auf, wie beispielsweise Traumafolgen bis in die Erbsubstanz nachweisbar sind und zwar von nachweislich nicht selbst traumatisierten Nachkommen. Wobei natürlich das Aufwachsen mit einem traumatisierten Erwachsenen bereits eine Veränderung in der Entwicklung bringen kann. Allerdings geht die Forschung weit darüber hinaus. Manche Tests befinden sich jedoch noch im Stadium von Experimenten mit Versuchsmäusen.

Oft kommt es auch zu einer Vermischung der selbst erfahrenen Traumata mit den evtl. seit Generationen weitergegebenen Leiden, die quasi als Zeug*in/e ebenso im Körper abgespeichert sind. Dies kann bis zu Albträumen gehen über Erlebnisse die Vorfahren erlebten.

Die Dokumentation ist noch bis 9. September auf Arte zu sehen, bzw. wer es nicht schafft, wurde sie dankenswerter weise auch auf YouTube hoch geladen.

Ist es erlaubt von schwersten Gewaltfolgen zu genesen?

Welche Frage stelle ich hier? Ich meine dies jedoch absolut ernst. Die Schwierigkeiten die eine Genehmigung der Psychotherapie für Opfer schwerster, auch sexualisierter Gewalt beginnend im Kleinkindalter macht, brachte mich zu dieser suggestiven Frage. Natürlich, wer bitte könne mir verbieten zu genesen. Verbieten nicht, aber sehr erschweren bis unmöglich machen.

Auslöser für diesen Beitrag ist ein Albtraum der mich quälte. Die Überlegung, welche Botschaft mir mein Unterbewusstsein senden wollte, welche Bedeutung darin verborgen wäre, brachte mich zur Titelfrage.

Ich merke mir meine Träume kaum. Eigentlich weiß ich bloß dass ich geträumt habe, wenn ich vor Schrecken erwache oder wie heute vom Wecker aus einem Traum gerissen werde.

Ich träumte, dass ich in einer Wiener Amtsstube sitze. Eine jener Amtsstuben, die wohl seit 50 Jahren nicht mehr saniert wurden, mit wenig einladendem Mobiliar. Solche Ämter gibt es immer weniger, aber sie existieren nach wie vor. Vor mir eine Person bei der nicht auszumachen ist, ob sie weiblich oder männlich ist, die mich wegen meiner Traumafolgestörung DIS befragt. Unisex Kleidung und sie könnte mir ähnlich sehen. Die Befragung oder soll ich es Verhör nennen, denn es glich eher einer Beschuldigung oder dem Versuch mich einer verbrecherischen Handlung zu überführen, findet wie folgt statt.

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Per Los gestalten

Ein wichtiger Artikel in der „Zeit“, den ich gerne weiter verbreite und sehr empfehlen möchte.

Demokratie neu gedacht, oder eher zurück zu ihren Wurzeln?!

Mir gefällt die Anregung.

aquas de marco

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Manchmal freue ich mich über einen guten Artikel, heute war wieder so ein Moment. In der ZEIT stand ein sehr schöner Artikel zum Thema Demokratie.“ In der modernen Welt gibt es viele Minderheiten, hin und wieder werden ihre Namen verändert. Aus „Negern“ wurden „Schwarze“ und „African Americans“. Aus „Krüppeln“ wurden „Menschen mit Behinderung“ und „anders Begabte“, aus „Eskimos“ wurden „Inuit“.Aus den „einfachen Leuten“ wurden „Asis“, „Proleten“ und „White Trash“. „
Ist ein Zitat aus dem Artikel der Autoren Bastian Berbner, Tanja Stelzer und Wolfgang Uchatius. Er ist durchaus lesenswert, möglicherweise auch für die Menschen, denen die Demokratie egal ist, die enttäuscht sind oder die das ganze Thema nervt.
Manchmal lohnt ein Blick zurück in die Geschichte. Ja, Geschichte kann langweilig sein, aber ohne Geschichte würden wir uns immer noch die Finger an der heißen Herdplatte verbrennen. Leider vergessen wir komplexere Sachen schneller. Die Zeit Autoren haben das Demokratische Los…

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Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit

Dieser Beitrag spricht mir aus der Seele, wiewohl ich selbst ausreichend Ausgrenzungserfahrungen habe, finde ich genug Identifikation, um ihn zu teilen.

Selbst fehlt mir derzeit die Kraft etwas dazu zu verfassen. Eigenes (abgebrochenes) Studium der Politikwissenschaft hin oder her. Neben privater Schwäche, schwächen mich auch die weltpolitischen Um- und Zustände.

Herzlichen Dank, liebe Nunu, dass du in Worte gefasst hast, wozu ich derzeit nicht in der Lage bin.

Ich erinnere genau, wie ich selbst dem Abriss der Berliner Mauer mit Anfang 20 im TV folgte. Ein Besuch in der Slowakei. Betroffen von deren Armut. Jahre der Unfähigkeit irgendetwas außerhalb des eigenen Überlebens zu verfolgen, folgten. Ohnmacht, ein Trigger, der mich nun auch im Politischen einholt.

Nunu schreibt am Ende: „Wir brauchen eine menschlichere Politik. Mehr denn je.“ … Dazu ist nichts hinzuzufügen! Danke!

Ich kauf nix!

So, ich muss jetzt mal was Politisches loswerden. Als Greenpeace-Mitarbeiterin, die in der Öffentlichkeit steht, durfte ich bisher nicht dezitiert eine Partei unterstützen (ich hab mich nicht immer dran gehalten, zugegeben) – und ich verstehe das auch. Umweltschutz MUSS überparteilich sein, und die explizite Nähe zu einer bestimmten Partei kann am Weg zum Erlobbyieren eines neuen Umweltgesetzes schaden. Aber nur so nebenbei: Am Tag von Van der Bellens Wahlsieg war einer der Ersten, den ich erleichtert umarmte, mein Chef 🙂 Weil es diesmal einfach um viel mehr ging als Politstrategie: Es geht um die Wahl zwischen Vergangenheit und Zukunft, es geht darum, einen Rechtsruck im Land zu verhindern, an dessen mögliche Auswirkungen ich gar nicht denken will. Einen Mann zu verhindern, dessen Frauenbild wahrscheinlich noch verzopfter und eingestaubter ist als das meines 100-jährigen Großvaters. Daher wollte ich vor der Wahl nächsten Sonntag unbedingt noch einen brennenden Beitrag pro Van der…

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Leben mit DIS #4: „Das will ich mir gar nicht vorstellen!“

Oder: Über die Macht der Worte!

Ein Satz, wie ein Schuß aus einer Pistole. Ein Satz, der mir seit Donnerstag mit Widerhaken im Fleisch steckt. Ein Satz der Schmerzen in uns hervorrief, den wir wirklich nicht fühlen wollten und wollen! Er verbindet einen Wimpernschlag des gesehen werdens mit der Entscheidung dieses Gesehene von sich zu weisen. Und es geht ja immer so einfach! Nicht sehen wollen oder vielmehr nicht mitfühlen wollen ist in unserer Gesellschaft eine akzeptierte und geförderte Strategie das Leben zu bewältigen. Flüchtlingsschicksale, Sexuelle Gewalt an Frauen und Kindern, Kinderprostitution, Menschenhandel und wie sie alle heißen, die aktuellen Menschenrechtsverletzungen, die „Sich niemand vorstellen möchte!“ Die Liste ließe sich noch um vieles verlängern.

„Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“

Bei diesem Satz handelt es sich um eine Sentenz des deutschen Philosophen Theodor W. Adorno aus dessen Minima Moralia. (zit. Wikipedia)

Um sich etwas vorstellen zu können, müssen wir fühlen können, uns selbst spüren können. Wir müssten verlernen mit dem Verstand, das von uns zu weisen, das uns unsere Empathiefähigkeit präsentiert. Wenn wir uns die Folgen all dieser Brutalität und Grausamkeit vorstellten, müssten die Politiker/innen nämlich etwas dagegen unternehmen, weil die Menschen auf die Straße gingen und einforderten, dass Taten gesetzt werden gegen die Schmerzen die sie fühlen. Dann gäbe es Druck von der Bevölkerung dem Leid ein Ende zu setzen, das die Unbeteiligten MITFÜHLEN und das im Nachvollziehen und Mitfühlen bereits solchen Schmerz erzeugt, dass es kaum zu ertragen ist! Aber sie müssten es gar nicht einfordern, denn auch die Politiker/innen könnten nicht anders als alles tun, um das Leid zu ändern, das ihnen Seelennot erzeugt.

Leben mit DIS #4: „Das will ich mir gar nicht vorstellen!“ weiterlesen

Nachrichten, Trigger: Und dann?

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Vieles wäre zu schreiben.

Ich schweige.

Zu voll der Kopf, keine Zeit zu verarbeiten, das Herz zu schwer.

Tränen – Nizza, Türkei, Würzburg, München, Kabul in kaum mehr als einer Woche.

Zu viel Mord und Gewalt in zu kurzer Zeit.

Diktaturen und Gewaltregime andernorts zur Selbstverständlichkeit mutiert.

Häusliche Gewalt schwielt täglich im Verborgenen.

Ein sonniger Sommertag. Blauer Himmel und grüne Blätter vor dem Fenster.

Die Sonne lacht dem Wahnsinn ins Gesicht.

Wohin entwickelt sich die Gesellschaft in der ich lebe?

Bin ein Teil davon.

Telefonieren und  Sprechen zu Gott, was mir am Herzen liegt.

Bitte um Hilfe für Menschen in Not.

Seelische Not und andere.

Meditation.

Einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen.

Zur Ruhe kommen.

Musik, Yoga, welch Glück all diese Möglichkeiten zu haben.