Delphin-Lächeln

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CD Cover Foto von der unten verlinkten URL

 

Wenn der Stress zuviel ist oder andere Widrigkeiten keine Pause machen, hilft diese CD – zumindest bei ∑mir. Habe sie gestern wieder gehört und gedacht, dass ich diesen Tipp weitergeben möchte.

Happy Dolphins in the wild

Ich bin vor circa zwei Jahren darüber gestolpert und sehr glücklich darüber. Wenn mein Herz schwer ist, oder auch nur wenn ich mich nach Leichtigkeit sehne, lege ich die CD ein und nach 33 Minuten Laufzeit haben mir die Delphingesänge ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Kein Schmäh (Spaß) es funktioniert bei ∑mir wirklich meist. Besser geht es ∑mir immer.

Der Einsatz dieser CD kann auch hilfreich sein bei Auflösung von Traumen, Angst, Panik und Depressionen.

– heißt es in der unten eingefügten Beschreibung zur CD. Dort steht auch, was sie von den bekannten CDs mit Delphingesängen unterscheidet. Es sind wirklich nur die Tierstimmen und natürlich auch das Rauschen des Wassers zu hören, da im Pazifik aufgenommen wurde.  Das Anhören hilft ∑mir, mehr kann ich nicht sagen. Ich bekomme von dem Erlös nichts und die Empfehlung die ich hier abgebe kommt einfach aus ∑meiner Begeisterung und Überzeugung.

Ich hoffe sehr, dass die Gesänge für so viele wie möglich hilfreich sein können.

Die CD sowie weitere Informationen gibt es hier:

http://www.aquarius-nature.com/shop/happy-dolphins-in-the-wild-cd-2015-01-12-detail

Der Erwerb der CD hilft nicht nur denen, die sie anhören, sondern auch den Delphinen, da Schutzprogramme für diese wunderbaren Tiere damit finanziert werden.

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GEGENÜBER: ∑ICH?

Die Anderen –
der Spiegel.
Ihre Emotionen –
∑mein Anteil?
Meine Wahrnehmung!
Auslöser –
Auflösung in ∑mir,
das Früher erkennen,
fühlen,
heilen.

Bloggen, Trigger und Lernen

Der Schock, der durch das Bloggen an die Oberfläche drängte ist noch nicht überwunden, aber …

∑ich lerne sehr viel (auch) im virtuellen Raum.

Darüber, dass es auf anderen Blogs Trigger für mich geben kann, die keinesfalls auf den ersten Blick erkennbar sind.

∑Ich lerne, dem/der  Autor/in des Textes dafür keine Verantwortung über zu wälzen, da die Person beim besten Willen nicht wissen kann, was mich triggert und was nicht und in diesem Moment wohl gar nicht anders schreiben kann, als sie schreibt.

Darüber wie sehr Menschen einander verletzen, ohne es zu wollen. Egal, ob Gewalterfahrung oder nicht. Egal ob vielleicht ähnliche Geschichte oder nicht. Auch ich bin davor nie gefeit.

Ich lerne, dass der Beitrag dennoch inhaltlich sehr interessant und hilfreich für mich sein kann.

∑Ich lerne, immer mehr bei mir zu bleiben, oder immer schneller wieder zu mir zu finden. Bewusst atmen, trotz Schmerzen und aus der Irritation heraus und Hilfe suchen, wenn nötig.

Darüber, was ich noch alles lernen muss, über das Schreiben.

Ich lerne mir/uns Zeit zu geben, damit umzugehen und weiter zu machen, sobald ich dazu bereit bin.

Ich lerne mich weiter zu analysieren und meine Position in dieser Gesellschaft. Aber auch die Gesellschaft in der ich lebe.

Darüber, zu mir/uns zu stehen, wie auch immer es ankommen mag.

Ich lerne, dass ich puncto Integration noch (lange?) nicht dort bin, wo ich dachte bereits zu sein.

Darüber, dass meine Art zu leben vermutlich ein Minderheitenprogramm ist.

Ich lerne uns zu lieben und dankbar zu sein, dass ∑ich die Fähigkeit besitze, diese Lernerfahrungen zu machen.

ICH/WIR LERNEN, ALSO LEBEN WIR.

 

Leben mit DIS #1

Anmerkung: Ich/Wir freuen uns über Kommentare und haben die Kommentarfunktion vereinfacht. Es ist jetzt ganz leicht vom eigenen Blog aus oder über ein Facebook oder Twitter Account zu kommentieren. Allerdings, auch das ist uns wichtig: Wir veröffentlichen nur respektvolle Kommentare. Die aber gerne, auch wenn sie kritisch sind. Freue mich von euch zu lesen. 🙂


Ich habe den Blog online gestellt und gedacht, dass bereits ganz viele Innenwesen integriert sind. Auf alle Fälle sind sie bereits mehrere Jahre im Alltag nicht aufgetaucht.

Ich habe mich sicher gefühlt. Und dann die ersten Texte online. Das interne Chaos brach los. Nachdem ich selten Zeitlücken habe – glücklicherweise – fühlt es sich an, als würden mehrere durch meine Augen durchsehen. Das ist enorm anstrengend im Kopf. Die Augen verengen sich und ich meine, dass ich schiele, aber nicht wirklich. Es fühlt sich an, als ob die Innenwesen aus den Augenwinkeln heraus sehen. Manchmal wirklich eine lange Zeit. Und das Gehirn wird bleiern und dabei wie Watte. (Bleierne Watte, eigenartiges Bild. Es trifft es dennoch.) Ich merkte, dass „mehrere“ auf der Straße gehen, wenn ich unterwegs bin. Was einerseits angenehm ist, weil es sich „ganzer“ anfühlt, anderseits ist es irritierend, da Menschen offenbar merken, dass etwas nicht stimmt? Vielleicht auch Einbildung. Eine kurze Zeitlücke hatte ich auch zu verzeichnen. Plötzlich im Yoga eine Übung gemacht – offenbar – und keine Ahnung davon. (Das war bevor ich beschloss alleine daheim zu üben.) Die anderen in der Gruppe waren erstaunt, als ich die Übung die wir immer machen einforderte. Dabei hatte sie mein Körper gerade eben mitgemacht. Ja, so ist das mit DIS bei mir.

Das Selbstbild, dass ich in den letzten Jahren gewonnen hatte, mit einem mal in Stücke gerissen. Sie sind noch da. Hallo. Die Innenwesen haben ein lautes Erkennungszeichen von sich gegeben und Texte veröffentlicht, die ich so nicht in den virtuellen Raum gelassen hätte. Ich nicht! Ein Innendialog, oder bloß ein Versehen? Haben Innenleute das Ruder übernommen und den Text publiziert, oder doch ich in einem emotionalen Ausnahmezustand? Es ist so einfach, Handlungen, die ich setze aber nicht wirklich dahinter stehe, als Aktion von Innenwesen abzutun. Ist es so, oder spreche ich damit den Innenleuten ihre Existenz ab? Das ist der Grat zwischen normaler oder doch „verrückt“? Ich mag kein exklusives Dasein, im Kuriositätenkabinett. Aber so werden Multiple Persönlichkeiten = Menschen mit dissoziativer Identität (DIS) gesellschaftlich behandelt.  DIS ist eine normale Reaktion auf massive gewalttätige Übergriffe, die zumeist vor dem 3. Lebensjahr beginnen. Also vor einer Zeit, in der Kinder eine eigene Identität entwickeln. Damit zu leben ist irritierend.

„Nicht alle Kinder, die massiver Gewalt ausgesetzt sind, entwickeln eine DIS, aber alle Erwachsenen mit DIS erlebten massive Gewalt ab dem frühen Kindesalter.“

Dieser Satz ist nicht von mir, aber ich erinnere mich nicht mehr, wo ich ihn gelesen habe. (Nehme Hinweise dankend entgegen.) Allerdings findet er sich auch in einem Befundbericht, den ich einmal vom allgemeinen Krankenhaus in Wien ausgestellt bekam, allerdings mit komplizierterem Wortlaut.

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Hymne an schreibende DIS Frauen

Das Schreiben auf diesem Blog ist viel mehr als ich dachte, dass es mir bedeuten würde. Es ist ein Kontakt zu anderen Frauen, die ein komplett anderes Leben führen, mit denen mich eine Diagnose vereint, und die ist in ihren Ausprägungen und Co-Morbiditäten wiederum sehr subjektiv.

Traurig genug, sich über eine Diagnose zu definieren, ist es mir/uns wichtiger, mich als schreibene Frau oder Persönlichkeit(sgruppe) zu begreifen. Und ich sage Danke … jetzt schon, nach so kurzer Zeit in der virtuellen Welt.

Ich lese Beiträge und möchte oft so gerne einen Kommentar schreiben, der mir aber zu kurz greift. Mir stockt der Atem, wenn ich in den beschriebenen Lebensmomenten das Talent der Schreibenden erkenne und ihre Kraft. Ich fühle mit den Texten mit, weil sie mich an mich, an unsere Kämpfe und Erlebnisse erinnern und mit anderen Worten ein anderes Leben beschreiben und doch auch von mir erzählen. Manchmal mit einem Witz, der mir (noch?) nicht zueigen ist. Oder mit einer Klarheit, die ich in mir nicht erkenne. … Ja,ja es gibt Leute, die sehr wohl in meinen Texten auch Klarheit finden.

Zum Publizieren möchte ich sagen, dass ich dabei bin mich an die Öffentlichkeit zu gewöhnen. Was soll ich wie von mir preisgeben. All dies ist im Werden. Jedoch die Vorstellung alleine, mit anderen Frauen, die alle einen weiten Weg gegangen sind und gehen, verbunden zu sein tut mir sehr gut. Vielleicht liest sogar eine meine Zeilen, während ich neue Gedanken formuliere?

Als Kind bzw. Jugendliche wollte ich stets gefragt werden. Wir wussten oder dachten jedenfalls, dass wir etwas zu sagen hätten. Das wollte ich beruflich machen. Nun es kam bislang anders. Heute und hier habe ich die Möglichkeit, diesem Wunsch nachzugehen. Gefragt werde ich, wenn ich gelesen werde, wenn es Menschen gibt, die meinen Blog abonnieren. Texte mögen. All das ist ein Streicheln für meine Seele. Es ist schön dass es euch unbekannte Wesen in den Weiten des Web gibt. Und ich freue mich, dass ich euch und ihr mich gefunden habt. Ich, von meiner Seite, werde weiter nach euch Ausschau halten und in Kontakt treten.

 Herzlich Willkommen in meiner Welt.

Warum dieser Blog?

Aufgrund der Rückmeldung, dass es sich um einen wichtigen Text handelt, der in der Seitenleiste fast untergeht, hier nochmals als Beitrag:


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Eine Freundin aus Kindertagen

Wie lebt es sich, wenn bereits in frühester Kindheit statt Geborgenheit und Sicherheit sexuelle Gewalt, Demütigung und Todesgefahr den Alltag prägten? Statt Schutz, Ignoranz und Unvermögen mein Leid zu erkennen.

Wie geht ein Leben, in dem eine in ständiger Angst und Anspannung lebt?

Ja, das klingt sehr reißerisch, aber wie soll ich angenehme Worte für eine grausame Vergangenheit und mitunter sehr schwierige Gegenwart finden?

Wie kann ich dennoch eine Zukunft haben? Darf ich zu meinen Erlebnissen und Erfahrungen stehen, selbst wenn es niemanden gibt, der sie bezeugt? Und habe ich irgendwann die Möglichkeit ein gutes Leben zu leben? Aber was bedeutet ein „gutes Leben“ für jemanden wie mich? Wie niedrig sind die Ansprüche? Darf ich mir mehr wünschen, erhoffen, dafür arbeiten?

Wie ist es, dankbar zu sein für Selbstverständlichkeiten im Kontakt mit anderen Menschen, wie z. B. Respekt, weil manche Mitmenschen die geschundene Seele wahrnehmen, ich aber dennoch nicht in der Demutshaltung des Opfers mit ihnen kommunizieren muss. Dankbarkeit dafür, dass es Leute gibt, die neben den Verwundungen auch meine Stärken erkennen und BEIDES sein darf.

Wie ist es, als Spiegel und Mahnmahl für verdrängte Schmerzen anderer herumzulaufen? Nicht von allen, aber doch in vielen Fällen. Das ist zumindest mein Eindruck, wenn übertriebene Ablehnung auf nur minimale Erwähnung meiner Geschichte erfolgt. Wie kann Kommunikation möglich sein, wenn Mitmenschen misstrauisch reagieren, wenn ich überhaupt nichts von meinem Privatleben erzählen möchte, aber auch das Sprechen über mein Leben ganz oft die Situation überfordert? Was tun, wenn es eben keinen unverfänglichen Small Talk gibt, über den ich einfach so plaudern könnte um damit langsam Nähe zu anderen Leuten herzustellen?

UND VOR ALLEM, wie gelingt es, sich aus alldem zu befreien, die Hoffnung zu bewahren oder immer wieder zu finden und leben zu lernen? Denn darum soll es hier gehen, um das Wagnis der Lebendigkeit, was auch immer geschah. Warum dieser Blog? weiterlesen