Weshalb Suizid keine Option ist!

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(Aufgrund der vielen Kommentare, möchte ich auf jene verweisen, die uns in Ergänzung zum Beitrag besonders wichtig sind!

Hier die wichtigen Gedanken von Ilanah: https://lebendigwerden.wordpress.com/2017/01/22/weshalb-suizid-keine-option-ist/#comment-535

und hier meine Antwort darauf: https://lebendigwerden.wordpress.com/2017/01/22/weshalb-suizid-keine-option-ist/#comment-542 )  … Ich danke allen für ihr Interesse an meinem Text! 😊


… und schon wieder dieses Thema. Ich bedauere, es geht nicht anders. Wir arbeiten uns daran ab. Es arbeitet in uns.

Bereits seit Wochen tragen wir den Titel dieses Beitrages im Kopf herum. Meist haben wir ja nicht viel mehr als einen Titel, oder einen ersten Satz, bevor wir zu schreiben beginnen. Seit Wochen flüchten wir davor dazu zu schreiben. Dieser Text verlangt uns alles ab. Vor allem verlangt er eine Stellungnahme, ein Bekenntnis. Er fordert das eindeutige und unbedingte „JA“ zum Leben – zu diesem Leben mit all seinen Tiefen und Höllen und ja auch mit seinen Höhen oder den Höhen in die wir gelangen könnten und die uns vielleicht noch mehr ängstigen, als die Tiefen, die wir nun doch hinlänglich kennen, die vertraut sind und eine trügerische Geborgenheit liefern. Dieser Beitrag ist ein Bekenntnis zu ∑meinem Leben, nicht mehr und nicht weniger! Weshalb Suizid keine Option ist! weiterlesen

Sie ist gegangen! R.i.P. … und was es mit mir macht!

BITTE PASST GUT AUF EUCH AUF BEIM LESEN DIESES BEITRAGES!

Möglicherweise enthält er Trigger!? ∑Ich habe lange versucht nicht darüber zu schreiben, um andere in dieser für viele schweren Zeit rund um Weihnachten und Neujahr nicht zu belasten, aber es zerreißt mich fast. Ich/Wir gehe/n im Kreis. Es ist zuviel für ∑mich, es bei mir zu behalten. Ein Kommentar-Austausch mit Luise Kakadu hat mich überzeugt, dass ich schreiben muss. FÜR MICH! Ich hoffe, es ist auch FÜR EUCH/SIE liebe Leser/in etwas dabei. – Jetzt am Ende des Beitrages, denke ich sagen zu können, dass es nicht so schlimm wird, wie wir anfangs dachten. Zu meiner Sicherheit lasse ich den Warnhinweis dennoch!

 

Ich beginne meinen Beitrag mit einer Interpretation des bekannten Songs aus dem Musicalfilm „The Wizard of Oz“. Die unvergessene Monika Trotz (Jazzsängerin und Komponistin – hier gibt es weitere Beispiele ihrer Musik anzuhören), die leider aufgrund ihrer Erkrankung 2012 viel zu früh aus diesem Leben abberufen wurde, singt eindrucksvoll und berührend.

Ich möchte dieses Lied C. widmen, die Anfang Dezember keinen Ausweg für sich fand, als ihrer irdischen Präsenz ein Ende zu bereiten. R.i.P.

Als ich von ihrem Suizid erfuhr, zog es mir den Boden unter den Füßen weg. Ich fand keine Worte, nur Chaos. Klares Denken war unmöglich. Dabei stand sie mir nicht so nahe. Ich lernte C. als Freundin meines Yoga-Lehrers kennen, als sie fortan ebenso jede Yoga-Stunde besuchte. Bald sah ich ihre grenzenlose Bedürftigkeit, die sie sehr übergriffig machte. Sie versuchte krampfhaft mir zu zeigen, dass sie mich mag, obgleich sie mich noch gar nicht kannte. Diese Anhänglichkeit, dieses Eindringen in meine Intimität, da sie persönliche Grenzen nicht wahren konnte verstörte mich. Ich sah mich genötigt, sie von mir zu weisen. Bat sie um Abstand und da ich wahrnahm, dass sie es als persönliche Zurückweisung, ja als existentiell und ihr gesamtes Wesen für immer etc. betrachtete, sagte ich:“Bitte, das hat mit mir zu tun, darum sage ich, dass ich ein langsames Kennenlernen bevorzuge. Es liegt nicht an dir.“ Bald zog ich mich weitgehend aus dem Yoga zurück, da ∑ich die Atmosphäre nicht ertrug.

Hätte ich damals nicht lügen sollen? War es gelogen? Es lag AUCH an mir. Ich war und bin stolz auf mich, dass ich auf mich achtete und meine Grenzen, die so oft übertreten wurden, wahrte.

Leider kannte sie kein langsames kennenlernen, kein sich aneinander herantasten, sehen, ob es passt. Sie wollte alles sofort, fordernd, oder zog sich komplett zurück. Zurück in ihre Überzeugung, dass sie niemand mochte. Zu ihrem Ende führte wohl ihr Bewusstsein, dass sie falsch auf Menschen zuging, dass sie diese wegstieß von sich, ohne erkennen zu können, wie sie es ändern könne.

Vielleicht belastet mich ihr Ende auch so, weil ich mich manchmal darin erkenne. Glaube zu erkennen, dass ich nicht wahrnehmen kann, dass ich gemocht werde. Allerdings sind es die Menschen, wo ich den Eindruck habe, sie mögen eine Oberfläche, sie mögen mich so, wie sie mich sehen wollen. Dann, wenn gemocht sein von Leuten kommt, wo ich das Gefühl nicht los werde, dass sie bis zu einem Punkt gehen, der für sie offensichtlich der Punkt ist, wie sie mich sehen mögen und nicht weiter gehen, nicht weiter sehen mögen, dann stelle ich dieses „Gemocht werden“ infrage.

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Den Turm aus Bauklötzen selbst zerstören?

Ist das selbst Zerstören des Guten, des Erreichten eine generationsübergreifende Traumafolge aus vergangenen Kriegen entstanden? Bevor es der Feind erhält, zerstöre ich es lieber selbst? Oder ist es ein in uns Menschen genuin angelegtes Muster?

Wenn das Kleinkind den Turm den es eben aus Bauklötzen gebaut hat mit Freude umwirft, irritiert das. Warum macht es das?

Weil es es kann? Weil es es kann! Es ist eine Selbstermächtigung. Ist es dann auch eine Selbstermächtigung, das erlebte Gute zu zerstören? Vielleicht, wenn nichts anderes bleibt um Selbstvertrauen zu gewinnen? Wenn es das einzige ist, das einer gelassen wurde? Die Fähigkeit Freude zu empfinden, oder eben nicht. DAS ENTSCHEIDE ICH SELBST! Ist das so? Die Fähigkeit Freude zu empfinden? Oder geht es um die Möglichkeit diese zu empfinden?

Die Wut und Selbstliebe den Tätern nicht zu gönnen, dass sie ein glückliches Kind vorfinden, das sie immer und immer wieder brechen dürfen, wie ein Perpetuum mobile. Sie dürfen das nicht, sich nicht immer wieder sadistisch freuen daran,  wie das Entsetzen in den eigenen Augen steht. Die eigene Würde wahren!

Das Problem daran, die verinnerlichte Rache zerstört irgendwann die eigene Lebendigkeit wenn der Ausweg nicht gefunden wird. Wie alle Überlebensmuster wendet sie sich gegen eine/n selbst, wenn es dort angewandt wird, wo es darum geht lebendig zu werden, statt bloß zu überleben, zu vegetieren.

Und meine Eltern, als sie mir Gewalt antaten, zerstörten auch sie das Gute, das sie hervorgebracht hatten, weil sie es konnten. War es auch bei ihnen Selbstermächtigung? Mein Vater warf uns stets „Größenwahn“ vor. Vielleicht litt eher er an Größenwahn in dem Glauben die Macht über uns haben zu dürfen. Zerstören zu dürfen, was er doch schließlich mit meiner Mutter gemeinsam ins Leben brachte? …


Dieser Beitrag ist vor einem Monat entstanden. Ich erachtete ihn als Anfang eines weiter zu führenden Gedankens, wollte weiter schreiben an dem was nach meiner Geburtstagsfeier aufgebrochen war im Innen, bevor das Leben mit einem erneuten Schicksalsschlag auf uns einschlug. Jetzt bleibt er so, unvollendet. Wir können nicht mehr anknüpfen, halten die Idee aber für wert veröffentlicht zu werden.

Viel Freude und Liebe am weiterdenken, am Gedanken fühlen.

Leben mit DIS #5: Fremde(?) bei meiner Feier!

Jetzt habe ∑ich es also geschafft. 50plus! Es hat sich davor schlimmer angefühlt als nun, wo es Realität ist.

Geburtstage sind schwierig. Sie sind entsetzlich — eigentlich. Was bislang nicht daran lag, dass eine höhere Zahl die körperlichen Verfallserscheinungen legitimiert, sondern daran, dass sie unangenehme Gefühle machen. Wenn ich nicht feiere noch schrecklichere, als wenn ich „feiere“, oder?

MEIN Geburtstag war niemals MEINER! Nein, das liegt nicht an DIS, wo streng genommen doch ganz viele Innenwesen unterschiedliche „Geburtstage“ haben. Das bedeutet, dass Innenwesen eigentlich ihren „Geburtstag“ mit dem Tag ihrer Entstehung hätten. Diese „Erscheinungstage“ sind aber generell mit schwerer Gewalt und Traumata verbunden. Das wirft dann ein noch entsetzlicheres Bild auf die Feier eines „Geburtstages“.

Also weg mit diesem Gedankengang und ∑ich fokussiere auf den Geburtstag des Körpers. Diesen Weg aus dem unwirtlichen mütterlichen Körper in die noch bedrohlichere Welt. Es ist lange her, als ich meine ersten Flashbacks als solche wahrnahm, dass ich erinnerte, dass meine Mutter in der Schwangerschaft in den Bauch geboxt wurde. Zumindest meinte ich schwere Schläge auf den Bauch zu erinnern, in dem ich schwebend und schwimmend meine Tage fristete. Vielleicht kommt diese Erinnerung auch von einem schwereren Autounfall, von dem meine Mutter mir, glaube ich, erzählt hat. War das während sie mit mir schwanger war? In Zeiten als es weder Sicherheitsgurten noch Airbags in laut dröhnenden motorisierten Metallkisten auf Rädern gab. Leben mit DIS #5: Fremde(?) bei meiner Feier! weiterlesen

Dankbarkeit als Skill: Lächeln des Tages #1

Als Hilfe in der dunklen Jahreszeit, die mit ihren „Familienfesten“ nicht bloß wegen des Fehlens an Sonnenschein emotional schwierig ist, habe ∑ich eben den Entschluss gefasst, hier so oft mir danach ist, zu berichten, was an dem jeweiligen Tag besonders gut war. ∑Ich sage bewusst nicht täglich, weil ∑ich dazu neige ∑mich unter Druck zu setzen. Das wäre dann nicht der Sinn der Übung. Wäre vermutlich für meine Leser/innen auch eher langweilig?!

Wofür bin ich dankbar?

Die Erkenntnis, dies zu tun kam mir eben, als sich nun in der Nacht wieder eine Schwere auf ∑mein Herz legte, obwohl der heutige Tag ein sehr erfolgreicher war.

Um dies nicht zu vergessen, möchte ∑ich nun in unregelmäßigen Abständen zumindest drei bis fünf positive Momente des abgelaufenen Tages vor den Vorhang bitten.

Heute:

  1. Nach Wochen der Schwere, mit relativer Leichtigkeit und Freude erwacht.
  2. Ins Fitnesscenter gefahren (Kieser Training), nachdem ich nun 17 Tage Pause gemacht hatte (Plan ist 1 – 2 x wöchentlich) und ∑mein Trainingsprogramm viel besser bewältigt, als ∑ich befürchtet hatte.
  3. Ein Lokal ausgewählt, in dem ∑ich meinen Geburtstag mit 2 – 3 Freund/inn/en feiern möchte und vor Ort reserviert.
  4. Einkauf erledigt und im Supermarkt NICHT automatisch jemanden vorgelassen, der vorgab es eilig zu haben und dabei nur Bier und Spirituosen in Händen hielt, die er übrigens bei einer Expresskasse auch zahlen hätte können, zu der ich nicht hin gekonnt hätte, weil ich zu viele Artikel gekauft hatte. Erinnerte ihn an die Expresskasse, die frei war und er meinte, da will er nicht hin. Ich zuckte nur mit den Schultern und blieb unbeeindruckt! … ∑Meine Grenzen gewahrt damit!
  5. Bei allen Erledigungen ein freundliches Lächeln von wirklich ALLEN Menschen bekommen, die mit mir in Kontakt waren. Im Fitness sogar einige nette Worte Smalltalk gewechselt, die gar nicht oberflächlich, sondern einfach ein netter Kontakt waren.
  6. DAS WICHTIGSTE: Unterwegs immer wieder (Gott, das Universum, … Bezeichnung je nach Wunsch) gebeten, dass ∑ich beschützt werde vor negativer Energie anderer in Straßenbahn und Geschäften und tatsächlich fühlten wir uns unter einer wohl durchlässigen Schutzglocke, die negative Emotionen von ∑mir abhielt.
  7. DAS BESONDERE; DAS STRAHLENDE: Immer wieder das Gefühl, dass Timmi bei uns ist und bereits gestern den Gedanken gehabt oder vielleicht übermittelt bekommen (?), dass er uns dort, wo er nun ist besser helfen kann. Heute konnte ∑ich dies annehmen. Mag für manche esoterisch klingen, aber ich weiß, dass ∑ich telepathische Fähigkeiten habe und wohl immer hatte. Das ist mitunter anstrengend, wenn ∑ich im Voraus Unglücksfälle ahne bzw. weiß und doch nichts daran ändern kann, aber eben auch positiv, wie in dieser Kommunikation.

 

Einen wunderbaren Sonntag wünsche ich euch bzw. Ihnen. 😊

Brainspotting, Wut, Trigger und warum ich ohne Yoga nicht leben kann oder will!

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Yoga im Garten (Sommerurlaub) – der schönste Ort für Yoga!

Diese Woche hat sich in einer interessanten Abfolge des heutigen Tages quasi entladen. Bemerkenswert wurde diese Woche besonders ab Mittwoch. Da hatten wir in der Therapie unsere erste Brainspotting – Sitzung. Brainspotting als Form der Traumatherapie hat uns interessiert. Ich erspare mir eine genauere Beschreibung der Methode. Bei Interesse bitte dem Link folgen. Nachdem wir vor Jahren einmal in EMDR hineingeschnuppert hatten, hat sich nun Brainspotting ergeben. Wir einigten uns mit unserer Therapeutin auf ein Trauma, das uns belastet, aber nicht zu sehr aufwühlen würde hinzusehen. Sie holte ihren Zeigestab und wir suchten den Punkt im Gesichtsfeld, wo die Erfahrung am meisten spürbar war. Das bedeutet, dass wir dem Zeigestab, den sie von rechts nach links und zurück schwenkte mit den Augen folgten. Als ein Punkt gefunden war, sollten wir Gedanken, Körperwahrnehmungen oder Gefühle äußern, die auftauchen würden. Das ging wirklich gut. Die Situation war gegenwärtig aber nicht angsteinflößend. Die Erinnerung kam, sogar mit Gefühlen dazu, ohne dass wir uns überfordert fühlten. Während des Fokus auf diesen einen Punkt regte die Therapeutin an, wir könnten noch einen zweiten Punkt dazu nehmen, als sich unser Körper unbedingt in eine Richtung neigen wollte und ich so nach links fallend im Sessel saß, mir aber nicht recht erlauben wollte so zu sitzen, da es immer die Devise gab (und scheinbar noch gibt), mir nur nichts anmerken zu lassen, wie es mir geht. Diesen Widerstand so bleiben zu dürfen fand ich in einem zweiten Punkt. Da entwickelte sich ein interessanter Zusammenhang zwischen der Situation, die mit dem ersten Punkt fokussiert wurde und jener mit dem zweiten Punkt.

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Leben mit DIS #4b: Resonanz & Erkenntnisse

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Bevor wir den Beitrag Leben mit DIS #4 veröffentlicht hatten, waren wir so unendlich traurig nach einer Meditation. Dieses Gefühl und alles, das in uns losgebrochen war, konnten wir unmöglich in einem Text einfangen.

Wir erhielten auch viele Kommentare, die uns in unseren Emotionen weiterführten. Es war eine Reise, die uns zu manchen vergessenen wohl noch nicht so gefestigten und auch neuen Erkenntnissen führte. Herzlichen Dank allen, die sich an der Debatte beteiligt haben und uns ihre Eindrücke mitteilten. Ihr habt uns sehr geholfen. Auch ein Dialog, der sich in den Kommentaren entwickelte erscheint ∑mir für manch andere/n Leser/in interessant. Damit er nicht übersehen wird, haben wir ihn mit Einverständnis der Dialogpartnerin(nen) Bunte Sterne hier veröffentlicht. Herzlichen Dank dafür an Bunte Sterne!

Nach diesem Beitrag  haben wir einen Folgebeitrag, Leben mit DIS #4a, in einem nächtlichen Marathon verfasst. Die Einleitung dieses Beitrages haben wir oben übernommen. Viele Erkenntnisse sind uns zugeflogen. Sie sind nicht für die Öffentlichkeit. Nicht jetzt, nicht heute.

Ein klärendes Gespräch mit dem Yoga-Lehrer hat mittlerweile stattgefunden. Er fand es „cool“, dass ich Wut (auf ihn) fühlen und ausdrücken konnte und dass ich souverän auf seine Aussage reagiert hatte. Auch, dass er immer bedauert, wenn er mich triggert, meinte er und dass es gut ist, dass wir offen mit unseren Erfahrungen umgehen. Ich/wir dürfen bei ihm ALLES sagen, bekräftigte er. Seine Sicht, dass er in der Gruppe (die ja sehr klein war) nicht so auf uns eingehen kann, wie in einem Vier-Augen-Gespräch ist für uns verständlich und auch dass er sich in einer besonderen Rolle befindet in diesem Moment. Dennoch hakt es in uns derzeit ins Yoga zu gehen. Wir werden beobachten und nachfühlen, wie wir weiter damit umgehen werden. Ein Leben ohne Yoga ist für uns unvorstellbar. Immer alleine praktizieren ebenso.

Sehr vieles entwickelt sich in uns. Der Plural ist uns derzeit näher als der ∑Singular. Zersplittern wir? Ich denke nicht, im Gegenteil wir kommen uns näher! Wir haben Mitte Juli ein Gerät gekauft, dass uns gegen unsere Osteoporose helfen soll. Es simuliert das Schnurren und Vibrieren einer Katze über zwei Massagekissen. Seither legen wir es täglich auf und lassen uns „beschnurren“. Ob die Osteoporose schon besser ist, lässt sich heute noch nicht feststellen, aber es löst psychisch einiges aus. Es tut gut, dass Vergessenes und Verdrängtes hervorkommt. Unser Verhalten ändert sich. Allerdings dachten wir schon, dass wir noch nicht ganz im Griff haben, wie lange wir es täglich anwenden sollten, dass es uns nicht überfordert. Trotz großer Herausforderung macht es auch ein inneres Lächeln, eine Lebensfreude in uns, wie auch die tiefste Trauer, die wir je gefühlt hatten. Tore, die über Jahrzehnte verschlossen waren, scheinen sich zu öffnen. Auch Innenwesen, die Jahrzehnte kein Tageslicht gesehen haben, schauen durch die Augen hindurch auf eine für sie fremde und beängstigende Welt. Irritationen über das Alter des Körpers lassen uns kalten Angstschweiß fühlen. Das Leben mit neuen Co-Bewusstseinszuständen ist eine anstrengende Zeit zwischen Annäherung und beruhigender Distanz für das ganze System „Benita“. Es fällt uns schwer jetzt genug Geduld aufzubringen, die sich öffnenden Tore nicht sofort aufzureißen und hineinzusehen, sondern sich dennoch langsam anzunähern. Den Staub nach und nach zu entfernen, nachreifen zu lassen, in dem Wissen, dass unsere Seele (ja, ich denke die gibt es nur im Singular und sie verbindet alle Innenwesen!) uns zeigt, wie wir auf uns aufpassen können und sollen. Auf unser Inneres hören und dem Gehörten auch nachgehen!

So experimentieren wir, erkennen wir, stolpern und stehen wieder auf. Dankbarkeit ist es, das in uns ist, für unseren Weg. Auch dafür, ausreichend Mut und Kraft in uns zu finden.

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Eingesperrt: ein Gefühl

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Der Baum vor dem Fenster – mein Freund. Mit den Augen halte ich mich an ihm fest und versuche die Häuser dahinter auszublenden. So ein Glück, hoch im 4. Stock schaue ich in seine sich langsam verfärbende Krone. Noch habe ∑ich recht viel Grün im Blick, bevor der Winter den Hintergrund freigibt.

Seit einer Woche wieder in meiner Wohnung. Die in 5 Wochen abgenommenen Kilos wieder Frust- und Stress-gefuttert. Hole mir die Natur über You Tube in meine Bleibe. Das tut gut – Vogelgezwitscher und das Gurgeln eines Baches. Allein das Geräusch der in der realen Welt vorbeifahrenden Autos trübt die Illusion.

Ein Gehörtest vor Jahren hat es ergeben, ich habe ein überdurchschnittlich gutes Gehör. Laufe mit Gehörschutz durch die Straßen meiner Geburtsstadt, der ich bislang noch immer nicht entkommen bin. Die Stadt mit der weltweit größten Lebensqualität hat eine Studie ergeben. Ja, Wien ist schön. Das Wien meiner Kindheit gibt es nicht mehr. Das Grau der Häuser ist einem dekadenten Luxus gewichen.

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Kurskorrektur

Der „liebste Award“ hält mich fest im Griff, obwohl ich noch immer die ausstehenden Fragen nicht beantwortet habe, oder vielleicht deshalb?

Nun habe ich auch noch eine zweite Nominierung erhalten und eine dritte könnte ich mir nehmen, wenn ich denn die Fragen von Luise Kakadu beantworten möchte.

Das reizt mich. Und es war eine ihrer Fragen, die mich genau dort traf, wo es derzeit in mir arbeitet.

… interessant, ich habe die Frage nicht dort gelesen, sondern irgendwo anders, oder ich habe sie mir zusammengereimt?

Die Frage, die ich dachte gelesen zu haben lautete:

Liest du lieber Blogs oder schreibst zu lieber?

Und diese Frage machte mir klar, wie sehr es ∑mich stresst alle Blogs zu lesen, denen ich selbst folge und das bereits seit mehreren Wochen.

Eindeutig bin ich in meinem Herzen eine Person mit Sendungsbewusstsein. Ich schreibe gerne. Ich hoffe, etwas mitteilen zu haben. Und um Texte schreiben zu können, die mir wichtig sind, gehört Recherche zum Teil dazu, aber auch Bildung. D.h. das Lesen von Büchern. Allerdings lese ich ausgesprochen langsam. Alles in ∑meinem Leben verläuft langsam. ∑Ich brauche viel Zeit für ∑mich. Sehr viel Zeit.

Nun dieses langsame Lesen hat selbstverständlich auf Einfluss darauf, wieviele Blogs ich lesen kann. Zudem ist ∑mir wichtig, die Personen hinter dem geschriebenen Wort zu erfassen. ∑Ich fühle Beiträge, spüre zwischen die Zeilen. Reflektiere, was es mit ∑mir macht – vor allem, wenn sehr intime oder belastende Begebenheiten und Gefühle berichtet werden. Jeder Text, den ich lese hat etwas mit mir zu tun. So möchte ich das. ∑Ich möchte keine Blogs lesen, die mir nicht so nahe gehen, wie ich es mir wünsche.

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Bloggen, Trigger und Lernen

Der Schock, der durch das Bloggen an die Oberfläche drängte ist noch nicht überwunden, aber …

∑ich lerne sehr viel (auch) im virtuellen Raum.

Darüber, dass es auf anderen Blogs Trigger für mich geben kann, die keinesfalls auf den ersten Blick erkennbar sind.

∑Ich lerne, dem/der  Autor/in des Textes dafür keine Verantwortung über zu wälzen, da die Person beim besten Willen nicht wissen kann, was mich triggert und was nicht und in diesem Moment wohl gar nicht anders schreiben kann, als sie schreibt.

Darüber wie sehr Menschen einander verletzen, ohne es zu wollen. Egal, ob Gewalterfahrung oder nicht. Egal ob vielleicht ähnliche Geschichte oder nicht. Auch ich bin davor nie gefeit.

Ich lerne, dass der Beitrag dennoch inhaltlich sehr interessant und hilfreich für mich sein kann.

∑Ich lerne, immer mehr bei mir zu bleiben, oder immer schneller wieder zu mir zu finden. Bewusst atmen, trotz Schmerzen und aus der Irritation heraus und Hilfe suchen, wenn nötig.

Darüber, was ich noch alles lernen muss, über das Schreiben.

Ich lerne mir/uns Zeit zu geben, damit umzugehen und weiter zu machen, sobald ich dazu bereit bin.

Ich lerne mich weiter zu analysieren und meine Position in dieser Gesellschaft. Aber auch die Gesellschaft in der ich lebe.

Darüber, zu mir/uns zu stehen, wie auch immer es ankommen mag.

Ich lerne, dass ich puncto Integration noch (lange?) nicht dort bin, wo ich dachte bereits zu sein.

Darüber, dass meine Art zu leben vermutlich ein Minderheitenprogramm ist.

Ich lerne uns zu lieben und dankbar zu sein, dass ∑ich die Fähigkeit besitze, diese Lernerfahrungen zu machen.

ICH/WIR LERNEN, ALSO LEBEN WIR.