Eine einfache Gleichung

15 Minuten Yoga = Spannungskopfschmerzen lösen sich

30 Minuten Yoga = auch das Herzrasen lässt nach

1 Stunde Yoga = Dankbarkeit für die Möglichkeit zur Ruhe zu kommen — ohne Psychopharmaka

Leben mit DIS #43: Umzugschaos und Rührung

Wir müssen jammern und uns freuen.

Die Gefühlsachterbahn fährt mit voller Geschwindigkeit hinauf und hinunter. Uns ist nur mehr schwindlig. Hatten wir je geschrieben, dass wir Achterbahn fahren nicht leiden können und das lieben, was andere vielleicht als Langeweile beschreiben würden?

Wir brauchen ganz viel Ruhe. Vor allem jetzt, wo überall leere und volle Kartons herum stehen und das Packen kein Ende nehmen mag. In neun Tagen bekommen wir die Schlüssel zur neuen Wohnung. Wir haben keine Ahnung, wie wir das Siedeln schaffen sollen.

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Off topic und geteilt: Kriegerische Sprache Deutsch

Wir haben zuvor einen interessanten Text zum Kriegsvokabular in der deutschen Alltagssprache gelesen. Eigentlich lohnt es immer darüber nachzudenken, wie wir uns ausdrücken und verständigen, in diesem Zusammenhang ist der Anlass dafür leider zu aktuell, was die Reflexion noch dringlicher macht.

Hier der Link zum Artikel im SZ-Magazin:

https://sz-magazin.sueddeutsche.de/sprache/kriegerische-sprache-deutsch-91384?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

War Songtext
von Edwin Starr

War deutsche Übersetzung

War Songtext

(War) h’uh
Yeah!
(What is it good for?)
Absolutely (nothin) uh-huh, uh-huh
(War) h’uh
Yeah!
(What is it good for?)
Absolutely (nothin‘)
Say it again, y’all

(War) h’uh (h’uh) look out!
(What is it good for?)
Absolutely (nothin‘)

Listen to me

Ooh war, I despise
‚Cause it means destruction of innocent lives
War means tears, to thousands of mother’s eyes
When their sons go off to fight and lose their lives
I said, war (h’uh)
Good God, y’all!
(What is it good for?)

Absolutely (nothin‘) ‚gin
Say it, again

(War) whoa (h’uh) whoa-whoa, Lord

(What is it good for?)
Absolutely (nothin‘)
Listen to me!

(War)
It ain’t nothin‘ but a heartbreaker!
(War)
Friend only to the undertaker

Ooh, war
Is an enemy to all mankind
The thought of war blows my mind
War has caused unrest

Within the younger generation
Induction, then destruction
Who wants to die?
Ooh war, Good God (h’uh) y’all!

(What is it good for?)
Absolutely (nothin‘)

Say it, say it, say it
(War)
Woah-h’uh (h’uh) yeah uh
(What is it good for?)

(Absolutely) nothin‘
Listen to me

(War)
It ain’t nothin‘ but a heartbreaker
(War)
It’s got one thing and that’s the undertaker

Ooh, war
Has shattered many a-young man’s dreams
Made him disabled, bitter, and mean
And life is much too short and precious
To spend fighting wars each day
War can’t give life
It can only take it away
Oh, war!
(H’uh) Good God, y’all
(What is it good for?)
Absolutely (nothin‘)

Say it, again
(War)
Whoa (h’uh) whoa-whoa, Lord
(What is it good for?)
A-absolutely (nothin‘)
Listen to me!
(War)
It ain’t nothin‘ but a heartbreaker
(War)
Friend only to the undertaker
Woo!

Peace, love and understanding tell me
Is there no place for anything else?
They say we must fight
To keep our freedom
But Lord, knows there’s got to be
A better way
Oooh

(War)
God, y’all! (uh)
(What is it good for?)
You tell ‚em! (h’uh)
Say it, say it, say it
(War)
Good God (h’uh) now, h’uh
(What is it good for?)
Stand up and shout it
(Nothin‘!)

Bitte an das Leben

Mögen wir so leben können, als würden wir mindenstens 500 Jahre alt,

voller Neugier, Wünschen und Plänen

und zugleich

mögen wir so leben können, als wäre es täglich unser letzter Tag und es wäre gut,

zufrieden mit dem was wir momentan erreicht haben.

© Benita Wiese

Zuerst kam der Gedanke, dass wir nicht wissen, ob wir dieses Jahr überleben werden. Wie sollten wir auch? Dann kamen obige Zeilen.

Leider können wir aktuell nicht mehr schreiben, weil viel zu viel für die neue Wohnung zu erledigen ist.

Danke euch / Ihnen, wenn ihr / Sie unserem Blog dennoch treu bleibt. Wir versuchen zwischendurch etwas zu veröffentlichen. Es ist nur leider aktuell sehr unregelmäßig.

Einen wunderschönen Sonntag Abend und herzliche Grüße 😊💖💚🍀🕊🍀🕊🌼🌸🌻

Leben mit DIS #39: der Erfolg sich zu wehren

Leider ist aktuell zu wenig Zeit zu schreiben. Das Leben geht aber weiter und so war heute der 80. Geburtstag unserer Mutter zu feiern.

Die Atmosphäre war eigenartig. Ihr Lebensgefährte hatte zur Familienfeier einen seiner Freunde eingeladen, ohne sie davor zu fragen. Zusätzlich zur unpassenden Anwesenheit des Fremden entpuppte der sich auch noch als überaus gesprächig. Mit unserer Mutter zu sprechen war nahezu unmöglich.

Wir haben kein nahes Verhältnis zu unserer Mutter, aber diese Konstellation war uns doch sehr unangenehm. Es tat uns leid, dass ihre Feier so gestört wurde. Zudem beschimpfte ihr Lebensgefährte sie immer wieder, was sie evtl. überhört hatte oder es ohne Widerspruch hinnahm.

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Geschützt: Das Drama geht weiter

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Wir müssen eine Entscheidung treffen ….

von pixabay

aber wir sind wie gelähmt.

Und worum es genau geht können wir hier auch nicht besprechen, das ist besonders schlimm und belastet uns sehr.

Vielleicht können wir uns aufraffen und werden gegen unsere Überzeugung einen Passwort geschützten Beitrag schreiben. Immer noch besser als gar nichts.

Wärt ihr liebe Leserinnen und Leser bereit so einen Text zu lesen? Denn nur für uns brauchen wir HIER nicht zu schreiben.

Im Gegensatz zum letzten Beitrag ….

oder vielleicht auch nicht?!

Dr. Charmaine Liebertz referiert in diesem Vortrag an der pädagogischen Hochschule OÖ nicht nur über die Wichtigkeit von Humor in der Pädagogik, die Entwicklung des Humors in der Evolution, sondern spricht auch weit darüber hinaus über das Humorverbot in Diktaturen, die Clowns without borders, über Männer- und Frauenwitz bzw. das unterschiedliche Lachverhalten der Geschlechter und Vieles mehr im menschlichen Alltag und das äußerst unterhaltsam und kurzweilig.

Dieser Vortrag dauert 1:32h, aber sie lohnen sich.

Mehr solche WissenschafterInnen an Universitäten und in der Wissenschaftsvermittlung sind ein großer Gewinn.

Leben in einem Wohnprojekt

Es bleibt die Frage offen, ob die Last, die wir mit uns tragen zuviel für die Gruppe wird, was wir spüren werden.

Oder auch ob die Anforderungen eines Zusammenlebens mit so vielen Menschen, in näherem Austausch zuviel für uns wird.

Werden wir uns abgrenzen können? Was aktuell oft sehr schwierig ist. Werden wir unsere Bedürfnisse nach Rückzug leben können? Werden wir uns auf ein liebevolles Miteinander einlassen können, ohne permanent getriggert zu werden? Denn erst dadurch, dass uns liebevoll und verständnisvoll begegnet wird, erkennen wir das Ausmaß der erlittenen Gewalt. Und das ist oft kaum zu ertragen.

So kam es letzten Donnerstag dazu, dass wir bei 37 Grad Hitze einfach eine Moderation eines Arbeitstreffens völlig vergeigt hatten. Was bei diesen Temperaturen schon verzeihlich ist. Ein Wunder, dass wir als Gruppe überhaupt irgendetwas klären und beschließen konnten.

Dennoch, es war für uns unverzeihlich, dass wir versagten. Was auch mit ein Trigger war, dem ein zweiter folgte. Und dem allem folgte ein Nervenzusammenbruch über drei Tage. Einen Tag weinten wir durch. Die folgenden zwei gab es glücklicherweise immer längere Pausen zwischen den Weinattacken. Und wir erkannten den ursprünglichen Trigger.

Fehler waren als Kind und Jugendliche verboten. Mehr noch, sie waren lebensgefährlich. Jeder Fehler konnte dazu führen, dass wir nicht überlebten, weil der Vater die Kontrolle zu verlieren drohte und uns im Affekt töten könnte.

Das war der Trigger mit dem wir konfrontiert waren, als wir merkten, dass uns die Moderation mehr als entgleitet. Wir hatten Todesangst. In einer solchen Gemütslage kann jedes Wort einen zusätzlichen Zusammenbruch bewirken. Und es entlud sich dann auch an einem anderen Thema, da wir unsere Todesangst ja selbst vor unseren Außenpersonen verstecken gewohnt sind. Normal ist das hilfreich, um die Situation zu verlassen, was irgendwie auch nicht ging. Wir moderierten ja ein Meeting.

Es waren die anderen Teilnehmerinnen des Treffens, die uns beruhigten so gut sie es konnten. Was beruhigend und aufwühlend war, denn es zeigte uns unser Leid der Kindheit so klar auf. Trost gab es damals niemals. Im besten Fall geschah nicht noch mehr Gewalt und Ablehnung. Das kam aber selten vor. Dieser Versuch aller uns beizustehen war so enorm viel an Glück.

Sich diesen Emotionen zu stellen war und ist eine große Herausforderung. Aber wir sind dankbar in diese Lage zu gelangen. Die Zeiten der Flucht werden geringer. Wir haben NICHT geswitcht. Welch enorme Leistung.

Wir haben noch niemals etwas so Großes zu erreichen versucht, wie dieses Wohnprojekt. Es ist so viel größer und intensiver als wir erwartet hatten. Und auch so viel komplexer.

Vermutlich war es gut, all dies nicht von Anfang an zu erfassen, sonst hätten wir es nicht gewagt.

Die große Herausforderung bleibt, dass wir nicht wegziehen können, falls es nicht passen sollte. Das erlaubt unser Budget nicht. Und jetzt wird es wirklich konkret. Im Herbst wird der Mietvertrag unterzeichnet.

Leben mit DIS #36: „Warum müssen wir immer arbeiten?“

Wir haben beschlossen, dass wir strukturierter an unseren Projekten dranbleiben wollen und sind ganz beseelt von dieser Entscheidung.

Ein Erfolgsjournal soll uns dabei unterstützen.

Allein ein Innenkind weint und es entspannt sich folgender Dialog: „Warum müssen wir immer arbeiten?“

Das Kind meint damit Hausarbeit, Baugruppe, Arzttermine, also im Grunde alles was so ein Erwachsenenleben ausmacht im Vergleich zu Kleinkindern, die in der Gegenwart und in den Tag hinein leben.

Antwort: „Weil wir erwachsen sind.“

Das Kind versteht es nicht. Es ist ja nicht erwachsen, auch wenn der Körper das ist. Die Tatsache, dass der Körper eigentlich schon ziemlich lange erwachsen ist, ist für das Innenkind fremd. Für das Kind und andere Innenkinder kommen Traumata hoch, als es viel zu früh für den Haushalt verantwortlich gemacht wurde und bestraft wurde oder zumindest gedemütigt wenn es nicht so funktionierte, wie ein geführter Haushalt sein sollte. Und es hatte niemals funktioniert, weil es eine enorme Überforderung war.

Uns Erwachsenen kommt der Gedanke, ob es einfach damals nur eine Schikane war, um einen Grund zu finden uns zu quälen? Es steht für uns ohne Zweifel, dass der Vater ein Tyrann und Sadist war. Dazu würde es passen.

Ich versuche die Antwort zu präzisieren, weshalb wir arbeiten müssen bzw. wollen: „Wir wollen doch alleine in einer Wohnung leben. Da fühlen wir uns sicher(er). Dann müssen wir eben einiges arbeiten, damit wir so leben können.“

Die Tränen hängen dem Innenkind noch immer in den Wimpern. Es schaut traurig.

Wir verstehen, dass wir in unserem Erfolgsjournal die Bedürfnisse der Innenkinder unbedingt beachten müssen. Es muss genügend Zeit bleiben zum in den Himmel schauen oder in die Baumkrone vor dem Fenster und evtl. einen Buntspecht beobachten oder andere Vögel. Es sollten auch andere Bedürfnisse zur Erholung einfließen. Das brauchen wir Erwachsenen auch.

Ja, wir haben Angst vor dem Leben. Das war wieder einmal der erste Satz nach dem Erwachen, den wir im Kopf hatten.

Dann haben wir nachgedacht, worüber wir glücklich und dankbar sind. Und es ist uns manches eingefallen.

Gedanken lassen sich lenken. Davon sind wir überzeugt und haben es schon oft genug praktiziert. Aus Angst vor Veränderung kann Freude über den Erfolg werden, das wissen wir.

Wir gehen weiter ….